Rems-Murr-Kreis

Überschallknall-Schäden in Grunbach: „Fadenscheinige Ausflüchte der Bundeswehr“

Überschallknall
Ulrike Yöndel zeigt auf den Schaden in einer ihrer Fensterscheiben in Remshalden-Grunbach. Wegen eines Überschallknalls? © Benjamin Büttner

Dem Sachbearbeiter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistung der Bundeswehr (BAIUDBw) seien die Adresse des Objekts sowie der Umfang des Schadens „sehr wohl bekannt“, schreibt der Waiblinger Hausverwalter Olaf Schulz in einer Stellungnahme zu unserem Artikel „Überschallflüge: Schadenserstattung verschleppt?“ vom 19. Januar 2021. „Die Ausflüchte der Bundeswehr sind mehr als fadenscheinig“, so Schulz, dessen Hausverwaltungsgesellschaft den WEG-Gebäudekomplex in Remshalden-Grunbach betreut, in dem auch die mutmaßliche Geschädigte Ulrike Yöndel Wohnungen besitzt.

Die Ausflüchte der Bundeswehr klängen ja so, „als ob jeder Pilot nach Lust und Laune völlig unkoordiniert in der Gegend herumfliegen könnte“, schreibt Schulz. „Jeder Flug kostet ein Vielfaches des verursachten Schadens. Trotzdem will man die Geschädigten mürbe machen und nichts zahlen. Dieses Verhalten trägt ganz sicher nicht zu einer besseren Akzeptanz von Tiefflügen bei.“

Olaf Schulz weiter am Telefon: „Was wollen die denn genau wissen? Wohnung im Erdgeschoss links? Wohnung im Obergeschoss rechts? Oder was!? Das ist doch Haarspalterei.“ Er habe „so einen Hals“, wenn man bedenke, dass nur ein Düsenjetflug den Steuerzahler sicherlich Tausende von Euro kostet, die Bundeswehr durch solche Flüge verursachte Schäden von im Vergleich dazu läppischen 500 bis 1000 Euro aber ganz offensichtlich nicht begleichen wolle und die Beweisführung bis zur Unmöglichkeit erschwere.

Sowohl Ulrike Yöndel aus Grunbach als auch Andreas Hutt aus Schorndorf-Weiler hatten dieser Zeitung berichtet, nach Überschallflügen 2021 Risse in Scheiben ihrer Fenster entdeckt zu haben. Schadensersatzanträge an das BAIUDBw seien jedoch im Sande verlaufen. Das BAIUDBw behauptet, es fehlten Detailangaben zu den Schadensersatzanträgen (wir berichteten).

Schäden, beispielsweise an Glasscheiben, die auf einen Überschallflug samt seinen Auswirkungen zurückgeführt werden können, können beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) gemeldet werden. Hier werden die Schadensersatzforderungen bearbeitet:

Anschrift: Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Dezernat DL II 1, Fontainengraben 200, 53123 Bonn

Mail: BAIUDBwDLII1@Bundeswehr.org

Dem Sachbearbeiter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistung der Bundeswehr (BAIUDBw) seien die Adresse des Objekts sowie der Umfang des Schadens „sehr wohl bekannt“, schreibt der Waiblinger Hausverwalter Olaf Schulz in einer Stellungnahme zu unserem Artikel „Überschallflüge: Schadenserstattung verschleppt?“ vom 19. Januar 2021. „Die Ausflüchte der Bundeswehr sind mehr als fadenscheinig“, so Schulz, dessen Hausverwaltungsgesellschaft den WEG-Gebäudekomplex in

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