Rems-Murr-Kreis

53 mobile Impfaktionen bis 23. Dezember im Rems-Murr-Kreis: Wo? Wann? Wie?

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Die mobilen Impfteams verimpfen bei den Terminen im Kreis die Impfstoffe von Biontech (siehe Foto) oder Johnson & Johnson. © Benjamin Büttner

Eine seltene Aussage in dieser Pandemie: „Das Land liefert“. Und was man schon auf die Beine gestellt habe, sei „nicht schlecht!“ Das sagt Gerd Holzwarth. Er war Leiter des Kreisimpfzentrums und ist die Organisationsspitze der Impf-Task-Force im Kreis. Er weiß die Lage wahrlich einzuschätzen. Aktuell geht es um die mobilen Impfaktionen, die jetzt den Corona-Schutz voranbringen sollen. 39 Termine sind komplett mit Halle organisiert, 53 Termine stehen schon fest. Damit können über 10 000 Impfungen angeboten werden.

Die Nachfrage nach mobilen Impfterminen aus den Kommunen ist groß

Die Praxen im Kreis sind am Überfüllungslimit. Erst jüngst wünschte sich eine Schwaikheimer Hausärztin sehnlichst, dass zumindest die Corona-Impfungen jener, die mobil sind, aus ihrer Verantwortung genommen würden. Kommunen und Kreis versuchen jetzt, mit zahlreichen Impfaktionen die niedergelassenen Ärzte zu entlasten und allen Impfwilligen eine problemlose, schnelle Impfung zu ermöglichen. Die Nachfrage aus den Kommunen, sagt Holzwarth, sei groß. Wenn es organisatorisch möglich ist, kommen noch mehr Termine hinzu.

Für die Impfaktionen kommen Impfteams in die Kommunen. Unterwegs sind Ärzte aus dem Kreis und die mobilen Impfteams, die das Land zur Verfügung stellt. Die Teams, die im Rems-Murr-Kreis unterwegs sind, werden vom Klinikum Stuttgart aus organisiert. 13 mobile Impfteams hatte das Land für die Kreise Stuttgart, Ludwigsburg, Esslingen und Rems-Murr ab dem 5. November versprochen. In den vergangenen Tagen allerdings standen, so Gerd Holzwarth, nur sechs bis höchstens sieben Teams zur Verfügung. Inzwischen seien es neun – nach wie vor sind die Teams noch nicht ganz aufgebaut und einsatzfähig.

Die Verfügbarkeit der Teams aus Stuttgart ist "sehr gut"

Die Impfteams aus Stuttgart werden, so Holzwarth, den Kreisen nicht fest zugeordnet, sondern nach Bedarf geschickt. Die Verfügbarkeit der Teams sei, obwohl noch immer nicht vollzählig, „sehr gut“. Da bei den Impfaktionen im Rems-Murr-Kreis oftmals zwei Impfteams im Einsatz seien, werden bis Weihnachten bei den bislang 53 Aktionen Stand jetzt rechnerische 97 Teams von Stuttgart in den Rems-Murr-Kreis gefahren sein.

Bislang müssen für mobile Impfaktionen keine Termine ausgemacht werden. Das allerdings hatte bei einigen Aktionen in der Vergangenheit zu sehr langen Warteschlangen geführt. Teilweise mussten die Impfwilligen am Ende des Impfstoffs ohne Piks nach Hause geschickt werden. Hinzu kämen das kalte Winterwetter und die Tatsache, dass immer mehr ältere Menschen zu den Impfaktionen kämen, um sich die Booster-Impfung abzuholen. Deshalb sind die Landratsamtsverantwortlichen gerade dabei, ein Terminvergabesystem zu programmieren, das es erlaubt, über den Ort oder das Datum nach einem Impftermin zu suchen. Die Programmierung wird bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Dann werden auch die mobilen Impfaktionen nur noch mit Terminvergabe ablaufen.

Manches scheitert immer noch an Bürokratie

Sieben medizinische Fachangestellte und drei Verwaltungsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, die schon zu Zeiten des Waiblinger Kreisimpfzentrums beim Corona-Impfen dabei gewesen waren, wollten die Teams aus Stuttgart eigentlich bei der Arbeit unterstützen. Dieses Engagement allerdings ist wohl wieder an der Bürokratie gescheitert. Laut Gerd Holzwarth müssten diese Mitarbeiter zu den Impfterminen aus dem Rems-Murr-Kreis nach Stuttgart fahren, sich dort dem Impfteam anschließen, um dann zum Einsatz zurück in den Rems-Murr-Kreis zu fahren. Das, so Holzwarth, wollten die Leute natürlich nicht. Warum das so sein muss, ist ihm nicht bekannt. Er habe, sagt er, inzwischen aufgehört, solches zu hinterfragen. Der Rems-Murr-Kreis plant aber noch eigene Impfaktionen, etwa die Impfaktion für Kinder ab fünf Jahren, die im Rems-Murr-Klinikum stattfinden soll, wenn die Europäische Arzneimittelagentur den Impfstoff zugelassen hat. Von daher sei man dann froh, auf diese Fachkräfte zurückgreifen zu können.

Das Land hat außerdem verkündet, dass zur Entlastung der Arztpraxen in jedem Stadt- und Landkreis in Baden-Württemberg ein fester Impfstützpunkt eingerichtet werden soll – quasi ein Mini-Kreisimpfzentrum. Diesbezüglich aber, so Gerd Holzwarth, wisse er noch gar nichts, weder Standortvorgaben noch Bedingungen. Holzwarth wartet ab.

Eine seltene Aussage in dieser Pandemie: „Das Land liefert“. Und was man schon auf die Beine gestellt habe, sei „nicht schlecht!“ Das sagt Gerd Holzwarth. Er war Leiter des Kreisimpfzentrums und ist die Organisationsspitze der Impf-Task-Force im Kreis. Er weiß die Lage wahrlich einzuschätzen. Aktuell geht es um die mobilen Impfaktionen, die jetzt den Corona-Schutz voranbringen sollen. 39 Termine sind komplett mit Halle organisiert, 53 Termine stehen schon fest. Damit können über 10 000

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