Rems-Murr-Kreis

Agentur für Arbeit Waiblingen: Jetzt noch in die Berufsausbildung einsteigen

Ausbildungsmarkt
Viele junge Leute wollen Bürokaufleute werden. © Adobestock/deliris

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf den Ausbildungsmarkt aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren 2021 500 Bewerberinnen und Bewerber weniger bei der Agentur für Arbeit Waiblingen gemeldet. Im zurückliegenden Beratungsjahr waren es 2716 Schülerinnen und Schüler, 258 weniger als im Vorjahr. Die Unternehmen aus dem Rems-Murr-Kreis meldeten 2.646 Ausbildungsstellen, 235 weniger als 2020.

Dass sich weniger junge Menschen auf einen Ausbildungsplatz bewerben, liegt laut Christine Käferle, Leiterin der Waiblinger Agentur für Arbeit, vor allem an der Verunsicherung durch die Pandemie. Außerdem fehlten während des Lockdowns persönliche Kontakte. Ausbildungsmessen und -börsen, Schülerpraktika oder Betriebsbesuche fielen zum Teil aus oder fanden digital statt. Digitale Angebote seien eine gute Ergänzung, könnten den persönlichen Kontakt aber nicht ersetzen, sagt Käferle.

357 Ausbildungsstellen im Rems-Murr-Kreis sind noch frei

Von den 2716 Jugendlichen, die sich bei der Arbeitsagentur ausbildungssuchend gemeldet hatten, haben 1294 bis Ende September einen Arbeitsvertrag unterzeichnet. 577 besuchen mittlerweile eine weiterführende Schule, studieren oder machen ein Praktikum. 242 haben eine berufliche Tätigkeit aufgenommen, 68 ein Freiwilliges Sozialen Jahr, einen freiwilligen Wehrdienst oder einen Bundesfreiwilligendienst. 52 Ausbildungssuchende nehmen inzwischen an einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Arbeitsagentur teil. 66 Jugendliche hatten zum Stichtag am 30. September weder eine Stelle noch eine Alternative. Bei 417 Jugendlichen ist unklar, warum sie sich bei der Agentur für Arbeit abgemeldet haben.

Wer noch keinen Arbeitsvertrag in der Tasche hat, hat gute Chancen, noch eine Ausbildungsstelle zu finden. Zum Ausbildungsstart im September waren noch 357 Stellen im Landkreis unbesetzt. Käferle betont, dass auch jetzt noch die Möglichkeit besteht, in das laufende Ausbildungsjahr einzusteigen. „Bis Ende des Jahres stehen die Chancen, noch einen Ausbildungsplatz zu finden, erfahrungsgemäß wirklich gut.“ Die meisten freien Stellen gebe es im Einzelhandel, der Lebensmittelherstellung und im Gaststättengewerbe. Hotels und Restaurants hätten es immer schwer, geeignete Bewerber zu finden, sagt Käferle. Da die Branche von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen sei, sei es in diesem Jahr noch schwieriger gewesen. Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen zählen seit Jahren fast immer die gleichen Berufe: Kaufmännische Ausbildungen, Berufe im Einzelhandel, medizinische Fachangestellte, Kfz-Mechatroniker und Industriemechaniker haben die Spitzenplätze fest inne.

Berufsberater telefonisch und per Mail erreichen

Die Leiterin der Agentur für Arbeit rechnet damit, dass die Konkurrenzsituation auf dem Ausbildungsmarkt im kommenden Jahr deutlich anziehen wird. Vermutlich würden sich dann neben den aktuellen Schulabgängern auch junge Menschen um Ausbildungsstellen bewerben, die sich in diesem Jahr wegen der Pandemie zurückgezogen haben.

Die Bundesagentur für Arbeit bietet zur Berufsorientierung Selbstinformationsangebote, beispielsweise die Plattformen planet-beruf.de und abi.de sowie das Online-Selbsterkundungstool Check-U. Berufsberater der Agentur für Arbeit Waiblingen sind unter ) 0 71 51/919 902 oder per E-Mail an Waiblingen.Berufsberatung@arbeitsagentur.de erreichbar. Unternehmen, die Hilfe bei der Suche nach Auszubildenden wünschen, erreichen den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Waiblingen und des Jobcenters Rems-Murr unter ) 08 00 4 55 55 20.

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf den Ausbildungsmarkt aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 waren 2021 500 Bewerberinnen und Bewerber weniger bei der Agentur für Arbeit Waiblingen gemeldet. Im zurückliegenden Beratungsjahr waren es 2716 Schülerinnen und Schüler, 258 weniger als im Vorjahr. Die Unternehmen aus dem Rems-Murr-Kreis meldeten 2.646 Ausbildungsstellen, 235 weniger als 2020.

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Dass sich weniger junge Menschen auf einen Ausbildungsplatz bewerben, liegt laut

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