Rems-Murr-Kreis

Andrea-Berg-Heimspiel mit wissenschaftlicher Begleitung: Das ist das Fazit

Andrea Berg
Ein Spektakel an vier Konzertabenden mit jeweils 2000 Gästen war’s: Andrea Berg bei ihrem besonderen Heimspiel im Juli. © Gabriel Habermann

Schon kurz nach den Veranstaltungsabenden mit den vier kleinen Heimspiel-Konzerten unter dem Motto „Steh auf und tanz“ im Rahmen des Modellvorhabens hatte Sängerin Andrea Berg gemeinsam mit Vertretern des Landratsamts, der Gemeinde und der begleitenden Wissenschaftler ein positives Fazit gezogen, dies wurde dann in einem Zwischenergebnis im September untermauert.

Nun hat das Wissenschaftsteam rund um Wissenschaftlerin Dr. Beate Kegler seine Arbeit endgültig abgeschlossen und das Schlussresümee Projektleiterin Anika Fritz vom Landratsamt Rems-Murr vorgelegt. Was dabei herausgekommen ist? „Die Evaluation zum Modellvorhaben des Rems-Murr-Kreises bestätigt, dass ein freudvolles Konzerterlebnis für die Mehrheit der Zuschauenden gelungen ist“, heißt es da. Das Endfazit bestätigt damit das Zwischenfazit – also keine Überraschungen.

Die Veranstaltungsreihe mit insgesamt bis zu 8000 Besuchern hatte – losgelöst von den seinerzeit geltenden Corona-Regelungen – nach Kenntnisstand des Landratsamts zu keinem Infektionsgeschehen geführt. Aber nicht nur die Infektionszahlen waren bei der Bewertung des Modellvorhabens ausschlaggebend. An zwei der vier Abende war das Forschungsteam vor Ort. Es beobachtete das Verhalten der Gäste und befragte sie – entweder vor Ort oder mittels eines Online-Fragebogens. Der Online-Fragebogen konnte an allen vier Konzertabenden ausgefüllt werden. Bewertet wurden neben dem Konzerterlebnis auch das Hygienekonzept und damit verbunden das eigene Sicherheitsgefühl. Ebenso konnten Optimierungswünsche und -ideen geäußert werden. Schon früh sei man zu der Erkenntnis gekommen, dass „es insgesamt gut gelungen ist, die Gratwanderung zwischen Sicherheitsbedürfnis und Erlebnishunger zu beschreiten“. Die meisten Besucher hatten sich wohlgefühlt und konnten das Konzert genießen. Auch habe sich der Großteil der Gäste an die Hygieneauflagen gehalten.

Eine große Mehrheit der Zuschauenden konnte trotz pandemisch bedingter Hygienemaßnahmen ein freudvolles und zum Teil langersehntes Konzerterlebnis genießen. Rund 98 Prozent der Befragten waren mit dem Konzerterlebnis zufrieden. Mit der Umsetzung des Hygienekonzeptes waren 85 Prozent der Konzertbesuchenden zufrieden. Das einzige Manko, das zutage getreten war: Nicht alle Gäste sahen das eigene Sicherheitsbedürfnis ausreichend befriedigt, das wiederum habe den Konzertgenuss beeinträchtigt. Jene Befragten gaben an, dass vor allem das rücksichtslose Verhalten anderer Gäste dafür ausschlaggebend war.

Drastische Veränderung der Corona-Lage

Seit den Veranstaltungen im Juli hat sich die Corona-Lage wieder drastisch geändert. Die Erkenntnisse aus dem Modellvorhaben seien trotzdem hilfreich, um Maßnahmen für künftige Ereignisse ableiten zu können. „Sicherheit hat nach wie vor oberste Priorität. Wir dürfen jetzt aber nicht wieder in ein Muster verfallen, Veranstaltungen, sei es im Sport, der Kultur oder der Gastronomie, einzustellen“, appelliert Landrat Dr. Richard Sigel. Bei dem Modellvorhaben im Juli setzte der Landkreis sehr auf die Vernunft der Konzertbesuchenden. Sigel: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir von der Maskenpflicht bei Veranstaltungen in Zukunft absehen können.“ Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen und die angespannte Lage in den Krankenhäusern sind der „G“-Status als Einlassvoraussetzungen, Abstandsregeln und das Tragen von Masken aktuell aber wieder wichtiger denn je.

Das Team um Andrea Berg zeigt sich ebenfalls erfreut über das gelungene Modellvorhaben: „Wir waren sehr zufrieden mit den Bedingungen. Vor allem haben wir die uns auferlegten Verordnungen umgesetzt – und das, obwohl wir die zwei Wochen vor Konzertveranstaltungen gar nicht kannten“, so Thomas Deters, Geschäftsführer der AFM Consulting. Die kritischen Stimmen, die es durchaus gab – beispielsweise die freie Platzwahl betreffend –, habe man im Blick gehabt. Deters: „Aber das war das Ziel des Modellvorhabens – nur so sieht man, was unter diesen Bedingungen machbar ist.“ Dass der Herbst/Winter nun coronabedingt eine nochmals schwere Herausforderung wird, sei absehbar und „vorangekündigt“ gewesen, sagt Deters. Dennoch plane man für das kommende Jahr definitiv wieder im üblichen Umfang, mit entsprechender Auslastung der Arena in Aspach. Schließlich handelt es sich beim Heimspiel am 15. und 16. Juli 2022 um das zweimal verschobene Ende der „Mosaik-Live Arena Tour“. „Und wenn es dann auch mit einem Hygienekonzept und 2G- oder 3G-Nachweis ablaufen muss, dann werden wir vorbereitet sein“, sagt Thomas Deters.

2022 bekommen die Fans der Musikerin auch noch eine weitere Möglichkeit, ein Konzert in Aspach zu besuchen: Am 29. und 30. Juli feiert Andrea Berg ihre 30-jährige Karriere mit einer TV-Show und internationalen sowie nationalen Topstars. Wen die Aspacherin alles erwartet, wird noch nicht verraten. Nur: Sänger und Moderator Giovanni Zarrella präsentiert die TV-Aufzeichnung (wir berichteten).

Mit Mama Helga auf der Nordseeinsel Sylt, zu Hause Stollen backen

Mit Besorgnis beobachtet die Künstlerin die stetig steigende Inzidenz. Vor kurzem verbrachte sie ein Wochenende mit Mama Helga auf Sylt: Strandspaziergänge mit viel Wind, gemeinsam Zeit verbringen – Momente, die die 55-Jährige genießt. In der kommenden Zeit wird die Sängerin ihr Zuhause in Aspach wieder in eine Weihnachtswelt verwandeln, viel Zeit mit der Familie verbringen und in der Adventszeit ihren traditionellen Stollen backen. Den einen oder anderen TV-Auftritt wird sie noch absolvieren. Beispielsweise wird sie bei der Silvestershow mit Jörg Pilawa am 31. Dezember in der ARD zu sehen sein.

Schon kurz nach den Veranstaltungsabenden mit den vier kleinen Heimspiel-Konzerten unter dem Motto „Steh auf und tanz“ im Rahmen des Modellvorhabens hatte Sängerin Andrea Berg gemeinsam mit Vertretern des Landratsamts, der Gemeinde und der begleitenden Wissenschaftler ein positives Fazit gezogen, dies wurde dann in einem Zwischenergebnis im September untermauert.

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Nun hat das Wissenschaftsteam rund um Wissenschaftlerin Dr. Beate Kegler seine Arbeit endgültig abgeschlossen und

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