Rems-Murr-Kreis

Arbeitslosigkeit geht zurück - Quote sinkt im Rems-Murr-Kreis auf 4,2 Prozent

Käferle
Christine Käferle ist  Chefin der Arbeitsagentur © Gabriel Habermann

Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt im Rems-Murr-Kreis hält weiter an. Bereits den vierten Monat in Folge verzeichnet die Waiblinger Arbeitsagentur einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk. Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 auf 4,2 Prozent. Auch im Vergleich zum Mai letzten Jahres ist ein Abbau der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen (- 465 Personen). Die Quote lag vor einem Jahr bei 4,4 Prozent.

In den letzten vier Wochen meldeten sich 651 Männer und Frauen aufgrund der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses bei der Waiblinger Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Rems-Murr arbeitslos, 239 Personen weniger als im April dieses Jahres, 420 weniger als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum lag die Zahl derjenigen, die ihre Arbeitslosigkeit durch eine Arbeitsaufnahme beenden konnten, mit 769 Personen zwar um 54 unter dem Vormonatswert, jedoch deutlich über dem des Vorjahresmonats (+ 321). Insgesamt sind derzeit 10 319 Männer und Frauen im Bezirk arbeitslos gemeldet, 460 weniger als im April. Landesweit nahm die Quote im vergangenen Monat ebenfalls um 0,2 Prozentpunkte ab und liegt derzeit mit 4,0 Prozent um 0,3 Prozentpunkte günstiger als im Vorjahr. Vor allem für die jungen Erwachsenen entwickelt sich die Lage am Arbeitsmarkt weiterhin positiv. Derzeit liegt die Arbeitslosquote dieser Altersgruppe bei 3,0 Prozent, vor einem Jahr betrug sie noch 3,9 Prozent.

Gegenläufige Entwicklung für ältere Arbeitslose über 50 Jahre

Eine gegenläufige Entwicklung vermeldet die Agentur für Arbeit für ältere Arbeitslose über 50 Jahre. „Während frisch ausgelernte Fachkräfte recht gute Chancen haben, zeitnah eine neue Anstellung zu finden, tun sich ältere Arbeitsuchende deutlich schwerer“, beschreibt die Leiterin der Waiblinger Agentur für Arbeit, Christine Käferle, die aktuellen Entwicklungen. „Nach langjähriger Tätigkeit im gleichen Bereich ist oftmals eine Auffrischung der Kenntnisse erforderlich und häufig wird auch umfassendere Unterstützung im Bewerbungsprozess benötigt“, weiß sie aus Erfahrung.

In den letzten vier Wochen schalteten Unternehmen den Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter bei der Besetzung von 683 Arbeitsstellen im Rems-Murr-Kreis ein. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern liegt – ungeachtet eines geringen Rückgangs gegenüber dem Vormonat – um fast 43 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der gemeinsame Stellenpool von Arbeitsagentur und Jobcenter umfasst derzeit 2349 freie Arbeitsangebote..

Kurzarbeit weiterhin rückläufig

Seit März 2020 sind bei der Waiblinger Arbeitsagentur 6395 Anzeigen mit 78 287 betroffenen Arbeitnehmern für konjunkturelles Kurzarbeitergeld eingegangen. Im Mai gingen 35 Anzeigen von Betrieben aus dem Rems-Murr-Kreis mit 289 Betroffenen ein. Aufgrund des Abrechnungszeitraums und der Aufbereitungszeit durch den Statistik-Service der Agentur für Arbeit können für realisierte Kurzarbeit aktuell nur für November zuverlässige Aussagen getroffen werden, für Dezember und Januar sind Hochrechnungen verfügbar. Im November letzten Jahres haben 1841 Betriebe im Kreis Kurzarbeit für 14 842 Personen abgerechnet. Das entspricht einer Kurzarbeiter-Quote (= Anteil der Kurzarbeitenden an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) von 9,6 Prozent.

Der Strukturwandel hat sich durch die Corona-Pandemie beschleunigt. Christine Käferle appelliert daher an Unternehmen, die Phase der Kurzarbeit für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten zu nutzen, um sie auf den Strukturwandel vorzubereiten.

Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt im Rems-Murr-Kreis hält weiter an. Bereits den vierten Monat in Folge verzeichnet die Waiblinger Arbeitsagentur einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk. Die Arbeitslosenquote sank zum Vormonat um 0,2 auf 4,2 Prozent. Auch im Vergleich zum Mai letzten Jahres ist ein Abbau der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen (- 465 Personen). Die Quote lag vor einem Jahr bei 4,4 Prozent.

In den letzten vier Wochen meldeten sich 651 Männer und Frauen

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