Rems-Murr-Kreis

Auch im Rems-Murr-Kreis: Bald Maskenpflicht an Grundschulen

Maskenpflicht
Eine OP- und eine FFP2-Maske. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Infektionszahlen steigen, der Rems-Murr-Kreis hat die Inzidenz von 50 gerissen. Die Schulen machen dennoch für immer mehr Schülerinnen und Schüler auf. Das Landesgesundheitsamt zählt in ganz Baden-Württemberg seit Sommerferienende, also seit dem 14. September 2020, 352 Covid-19-Ausbrüche in Schulen mit insgesamt 1716 Corona-Infektionen. Seit dem 28. Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt außerdem 18 Ausbrüche an baden-württembergischen Schulen mit insgesamt 104 Infektionsfällen übermittelt, die auf die neuen Virusvarianten zurückgehen.

Masken in Schulklassen: Klare Vorgaben vom Landratsamt

Der Präsenzunterricht sei, schreibt Landrat Richard Sigel, eine „Herausforderung“ und hat einen Brief an die Schulen geschrieben. Darin: klare Hinweise zum Thema Masken.

Er ist damit der Landesregierung zuvorgekommen: Wie die DPA und der SWR berichten, will das Land Baden-Württemberg wegen der steigenden Infektionszahlen ab kommender Woche eine Maskenpflicht offiziell einführen. Das wurde aus Regierungskreisen bekannt.

Das Gesundheitsamt Rems-Murr spricht folgende Empfehlung aus.:

  • In Grundschulen sollen die Kinder ab der ersten Klasse eine Alltagsmaske tragen.
  • Ab der dritten Klasse wird eine medizinische Maske empfohlen, aber keine FFP2-Maske.

Diese Empfehlung des Gesundheitsamts Rems-Murr wird dann in der kommenden Woche nach der Bekanntgabe der Entscheidung der Landesregierung zur Pflicht werden. Welche Art von Masken die Landesregierung vorschreibt, ist noch nicht bekannt.

Die Masken auch bei Grundschülern sieht das Landratsamt als ein Mittel der Pandemiebekämpfung an. Zumal noch nicht alle Fragen zu den Corona-Tests in den Schulen abschließend geklärt seien.

Bei den weiterführenden Schulen gilt schon jetzt eine Maskenpflicht. Und es müssen medizinische Masken getragen werden. Die selbst genähte Variante geht hier nicht. FFP-Masken können hier getragen werden, allerdings müssen bei diesen Masken verschiedene Dinge beachtet werden.

  • Die Tragezeit für FFP2-Masken, die natürlich kein Ausatemventil haben dürfen, sollte auf 75 Minuten begrenzt sein.
  • Im Anschluss daran wird eine Erholungszeit von 30 Minuten ohne Maske empfohlen.
  • Für alle übrigen Maskentypen werden durchgängige Tragzeitbegrenzungen von zwei Stunden empfohlen.

Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass unabhängig von den Masken weiterhin konsequent auf Abstand, Hygiene und regelmäßiges Lüften geachtet werden müsse. „Ohne die Einhaltung dieser Regeln ist trotz Tragens einer Maske eine Quarantäne nicht auszuschließen.“

Das Gesundheitsamt, teilt das Landratsamt mit, entscheide je nach Fall über die Quarantäne. Hatten Schülerinnen und Schüler in weiterführenden Schulen beispielsweise Kontakt zu einem infizierten Klassenkameraden, aber alle hatten Masken auf und es wurde ausreichend gelüftet, dann muss niemand außer dem Infizierten in Quarantäne. Wurde zwar ausreichend gelüftet, aber die Masken waren nicht über Mund und Nase, müssen die Sitznachbarn rund um den Infizierten in Quarantäne. Gemeint sind damit die Schüler, die rechts und links, sowie vor und hinter dem Infizierten sitzen. Wurden keine Masken getragen und auch noch das Lüften vergessen, muss die gesamte Klasse in Quarantäne.

Da das Landratsamt inzwischen in den Grundschulen ebenfalls das Maskentragen empfiehlt, besteht dort dann auch die Möglichkeit, auf Quarantänemaßnahmen zu verzichten. In der Zeit, in der in den Grundschulen keine Masken getragen wurden, musste bei einem positiven Corona-Fall stets die ganze Klasse zu Hause bleiben.

Die Infektionszahlen steigen, der Rems-Murr-Kreis hat die Inzidenz von 50 gerissen. Die Schulen machen dennoch für immer mehr Schülerinnen und Schüler auf. Das Landesgesundheitsamt zählt in ganz Baden-Württemberg seit Sommerferienende, also seit dem 14. September 2020, 352 Covid-19-Ausbrüche in Schulen mit insgesamt 1716 Corona-Infektionen. Seit dem 28. Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt außerdem 18 Ausbrüche an baden-württembergischen Schulen mit insgesamt 104 Infektionsfällen

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper