Rems-Murr-Kreis

Auch im Rems-Murr-Kreis: WZG liefert jetzt doch wieder Weine an Rewe

Kein lokaler Wein mehr für Rewe
Rewe Aupperle war vom WZG-Lieferstopp eh nicht betroffen, weil eigene Lieferverträge mit den lokalen Wengertern bestehen. Im Bild: Verena Aupperle in Fellbach. © Alexandra Palmizi

Die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) und die Rewe-Group haben sich geeinigt, bestätigte WZG-Vertriebsvorstand Uwe Kämpfer am Donnerstagnachmittag (14.4.) dieser Zeitung. Was sind die Hintergründe der Einigung?

Den Lieferstopp hatte die WZG Anfang April ausgesprochen, nachdem die Rewe-Group sich zunächst geweigert hatte, Preiserhöhungen durch die WZG mitzutragen. Die Folge: Aus dem Sortiment von Rewe-Filialen, die nicht von unabhängigen Kaufleuten wie etwa Aupperle oder Lang geführt werden und langjährige lokale Sonderliefervereinbarungen mit den WZG-Mitgliedern Remstalkellerei eG und Fellbacher Weingärtner eG haben, verschwanden dieser Tage die WZG-Weine.

Nun wird dieser Prozess wieder umgekehrt. Es könnte in einzelnen Rewe-Filialen noch einige Tage dauern, bis das WZG-Sortiment in Lagern und Regalen wieder aufgefüllt ist, sagte Sabine Stachorski, Südwest-Pressesprecherin der Rewe-Group.

„Über Details der Einigung wurde Stillschweigen vereinbart“, sagte Uwe Kämpfer. Jedenfalls beende die WZG ab sofort den verhängten Lieferstopp von Weinen an Rewe. „Ich kann Ihnen zumindest so viel sagen, dass Rewe unseren Wunsch nach moderaten Preiserhöhungen von unter fünf Prozent nun doch mitträgt“, so Kämpfer.

Auch die Rewe Group will nicht viel preisgeben: "Sie werden sicher verstehen, dass wir sowohl aus Gründen des Wettbewerbs als auch des Kartellrechts unsere Kalkulation zu Preisen bzw. auch die Ergebnisse unserer Gespräche nicht veröffentlichen können. Wir bitten um Verständnis", beantwortete Raimund Esser, bundesweiter Leiter der Unternehmenskommunikation der Rewe Group, eine Anfrage dieser Zeitung am späten Donnerstagnachmittag (14.4.). "Wie ich Ihnen schon in der letzten Woche geschrieben habe ist der Gesprächsfaden mit der WZG nie abgerissen. Die Weingärtnerzentralgenossenschaft (WZG) ist ein von uns sehr geschätzter nationaler und regionaler Lieferant. Entsprechend haben wir in mehreren Gesprächsrunden um eine Einigung gerungen und diese aktuell erzielt."

Beobachter vermuten, dass die Rewe Group angesichts der durch den Ukrainekrieg verursachten Turbulenzen auf dem Energiemarkt und in den globalisierten Warenwirstchaftssystemen hervorgerufenen Preissteigerungen in vielen Bereichen, die von der WZG gewünschten Preiserhöhungen von unter fünf Prozent doch nicht mehr so "unplausibel" waren, wie zuvor behauptet.

Anfang April hatte es seitens der Rewe-Group nämlich noch geheißen: „Aus unserer Sicht sind die Forderungen der WZG nicht plausibel begründet." Die geforderte Preiserhöhung in voller Höhe habe sich als nicht marktkonform erwiesen. Die Rewe-Group sei aktuell mit einer Vielzahl von steigenden Kosten bei Rohstoffen, Energie und Logistik sowie Preiserhöhungen der Lebensmittelindustrie und Lieferanten konfrontiert. „Dies führt zwangsläufig dazu, dass wir bei einzelnen Warengruppen und Artikeln die Verkaufspreise erhöhen müssen. Wir werden allerdings strikt darauf achten, dass nur dort Preisanpassungen an die Kunden weitergegeben werden, wo es tatsächlich einen hohen Kostendruck gibt“, so die damalige Stellungnahme.

Nun hatte die Rewe-Group also doch ein Einsehen.

Die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) und die Rewe-Group haben sich geeinigt, bestätigte WZG-Vertriebsvorstand Uwe Kämpfer am Donnerstagnachmittag (14.4.) dieser Zeitung. Was sind die Hintergründe der Einigung?

Den Lieferstopp hatte die WZG Anfang April ausgesprochen, nachdem die Rewe-Group sich zunächst geweigert hatte, Preiserhöhungen durch die WZG mitzutragen. Die Folge: Aus dem Sortiment von Rewe-Filialen, die nicht von unabhängigen Kaufleuten wie etwa

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