Rems-Murr-Kreis

Bei uns im Rems-Murr-Kreis: 25 Jahre für die Sicherheit

Sicherer Landkreis
Aktiv an der Gründung beteiligt: Konrad Jelden, ehemaliger Polizeipräsident, Horst Lässing, ehemaliger Landrat, Alfred Götz, ehemaliger Leiter der Polizeidirektion Waiblingen (von links). Im Hintergrund sitzt die heutige Geschäftsführerin Michaela Kreß. © Benjamin Büttner

Aus dem Urlaub heimgekommen; Wohnung verwüstet; Schmuck und Geld geklaut; zutiefst verstört davorgestanden. Klingt bekannt und wie der Polizeibericht von gestern? Das war ein Fall von vor mehr als 25 Jahren. Horst Lässing, der damalige Landrat, erzählt ihn. Und setzt noch eins drauf: Die Einbrecher, die die Wohnung eines Freundes auf diese Art heimgesucht hatten, drehten auch noch den Wasserhahn auf. Tagelang lief’s nass in die Wohnung. Gruselig.

Heute wie vor 25 Jahren: Leichtsinnsfehler sind die Einfallstür für Einbrecher

Vor 25 Jahren machten Einbrecherbanden den Rems-Murr-Kreis unsicher. Heute, jetzt, ab Herbstbeginn ist’s nicht viel anders. Freilich gibt’s inzwischen Smart-Home und damals gab’s im besten Fall aufmerksame Nachbarn – aber eigentlich ist alles beim Alten. Vor allem bei den Leichtsinnsfehlern. Fenster war gekippt? Schlüssel lag unter dem Blumentopf? Schachtgitter über dem Kellerfenster war lose? Da fühlt sich der Einbrecher willkommen.

Vor 25 Jahren wurde, damit all diese Leichtsinnsfehler möglichst nie mehr passieren, die Initiative Sicherer Landkreis gegründet. Projekte sollten hier entstehen, die die Bürgerinnen und Bürger schützen. Und so fanden Ehrenamtliche, die Polizei, das Landratsamt und viele, viele wechselnde Partner zusammen und engagierten sich für Prävention.

Seither gibt’s die Leichtsinnsfehler natürlich immer noch. Aber auch eine kostenlose Beratung, wie das Zuhause sicherer gemacht werden kann. Und auf die Initiative Sicherer Landkreis geht sogar zurück, dass Gemeinden bei der Ausweisung neuer Baugebiete den fachlichen Rat der Polizei einholen müssen. Damit von vorneherein die Sicherheit mitgeplant wird.

Verschiedenste Projekte: Eines kam in Form eines Bierdeckels daher

Aber es gibt noch zahlreiche weitere Projekte, die zwar mal als Theaterstück, mal als Film, mal als Seminar, Vortrag oder als Wettbewerb daherkommen – ja, sogar als Brötchentüte oder Bierdeckel –, die aber immer dasselbe Ziel haben: Es soll nichts Schlimmes mehr passieren. Längst geht’s nicht mehr nur um Einbrüche, sondern um Drogen, um Gewalt gegen Mädchen und Frauen, um Sicherheit im Internet, um Telefontricksereien wie falsche Polizisten oder Enkel. Schülerinnen und Schüler lernen, Streits zu schlichten – und schon in der Kita und bei den Allerkleinsten setzt die Gewaltprävention an.

All diese Projekte gibt’s nicht für umsonst: Geld wird gespendet, kommt von Benefizveranstaltungen oder wird von jenen gezahlt, die vor Gericht standen und zu einer Zahlung an gemeinnützige Vereine verdonnert wurden.

Die Initiative Sicherer Landkreis startete als Verein mit 25 Gründungsmitgliedern und wurde zu einem Beispiel, dem viele andere folgten: Fünf weitere Landkreise im Regierungsbezirk Stuttgart zogen nach, außerdem manche Stadt.

Zur Jubiläumsveranstaltung der Initiative zeigt ein Computer-Fachmann, wie einfach er ein Handy oder einen Laptop knackt. Denn auch da ist’s wie bei dem Einbruch von heute oder von vor 25 Jahren: Es sind die Leichtsinnsfehler, die’s den Dieben einfach machen.

Aus dem Urlaub heimgekommen; Wohnung verwüstet; Schmuck und Geld geklaut; zutiefst verstört davorgestanden. Klingt bekannt und wie der Polizeibericht von gestern? Das war ein Fall von vor mehr als 25 Jahren. Horst Lässing, der damalige Landrat, erzählt ihn. Und setzt noch eins drauf: Die Einbrecher, die die Wohnung eines Freundes auf diese Art heimgesucht hatten, drehten auch noch den Wasserhahn auf. Tagelang lief’s nass in die Wohnung. Gruselig.

Heute wie vor 25 Jahren:

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