Rems-Murr-Kreis

Benefiz-Gala der Lions in Schorndorf: Mamma mia, endlich mal wieder!

Benefizgalalions
„Broadways goes to Schorndorf“: Eine Gala in der Künkelinhalle. © Gaby Schneider

„Wunderbar“, „einfach traumhaft“, „fantastisch“, „ein Musikerlebnis ganz besonderer Art“… Die Besucher der 16. Benefizgala des s Schorndorf überboten sich am Sonntagabend beim Verlassen der Künkelinhalle mit Superlativen. Eigentlich, berichtete Clubpräsident Thomas Effmert, hätte das Konzert unter der Überschrift „Broadway goes to Schorndorf“ ja bereits im Sommer 2020 über die Bühne gehen sollen, „doch dann kam Corona und warf alle Planungen über den Haufen.“ Aber nun war es endlich so weit.

Ein den Corona-Einschränkungen abgetrotzter Abend

Als die Bühnenbeleuchtung nach dem Schlussapplaus erlosch, konnten Inge und Helmut Käser durchatmen. Die erfahrenen Organisatoren des Lions Clubs hatten einmal mehr ihr goldenes Händchen unter Beweis gestellt. Ihr kongeniales Gegenüber, der in Stuttgart geborene und in Ostfildern lebende Dirigent und Pianist Rainer Roos, wiederum meinte, er hoffe, am 16. Januar 2022 wie gewohnt mit der Wiener Johann Strauss Kapelle das neue Jahr musikalisch begrüßen zu können.

Natürlich war diese September-Gala trotz aller Bemühungen der Veranstalter um Normalität alles andere als „wie gewohnt“. Angefangen damit, dass es keine Abendkasse gab, über die Kontrollen der 3G-Nachweise im Eingangsbereich und den Verzicht auf den Ständerling bei einem Glas Sekt im Foyer bis hin zu den vielen gesperrten Sitzplätzen – die Pandemie bestimmte mit ihren Einschränkungen auch an diesem Sonntag das Geschehen in der Künkelinhalle. Ungewöhnlich auch, dass zwei aufeinanderfolgende Galas angesetzt waren, um 16 und um 19 Uhr. Dies, erklärte Präsident Effmert, sei den Abstandsregeln und Höchstbesucherzahlen geschuldet. Bei zwei Konzerten könne man wenigstens 350 Musical-Liebhabern diesen außergewöhnlichen Kunstgenuss bieten. Das seien zwar schmerzlich weniger als die 700 Gäste, die in normalen Jahren die vom Lions Club organisierten Neujahrskonzerte besuchen, „aber was wäre die Alternative dazu gewesen?“

Sechsstellige Hilfe allein mit Schorndorfer Benefiz-Konzerten

Rund 160 000 Euro habe der Lions Club bisher allein in Schorndorf mit seinen Benefizgalas für soziale Projekte erwirtschaftet, bilanzierte Effmert. Darauf könnten die 35 Mitglieder, darunter ungefähr ein Drittel Frauen, stolz sein. Besonders wichtig sei ihm, sich für Kinder und Jugendliche einzusetzen, die es durch familiäre Umstände schwerer hätten, ihren Weg zu gehen.

Der Ehrengast der Abendvorstellung, Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer, begrüßte die Hallenbesucher mit einem launigen „It’s time to say goodbye“. Abgesehen von einer Gemeinderatssitzung sei dies wahrscheinlich sein letzter öffentlicher Auftritt als Schorndorfer Stadtoberhaupt.

Mamma mia, was für ein Tanz der Vampire - wicked!

Dann gehörte die Bühne für den Rest des Abends ganz allein Rainer Roos and Friends. Sie nahmen ihr Publikum mit in die Welt der Musicals, von „Tanz der Vampire“ über „Cats“ und „Wicked“, „Die Schöne und das Biest“ oder „Phantom der Oper“ bis hin zu „Mamma Mia“ und dem Queen-Titel „Innuendo“ mit seinem mitreißenden Flamenco-Gitarrensolo. Ein Streifzug durch die Musik der vergangenen Jahrzehnte, dessen Faszination neben dem Dirigenten nicht zuletzt den außergewöhnlichen Solisten Sascha Lien, Jana Marie Gropp, Christian Alexander Mueller und Femke Soetenga (Dreifachträgerin des Dacapo-Musical-Awards unter anderem für die schönste Musicalstimme Deutschlands) zu verdanken war. Mit Benny Anderssons und Björn Ulvaeus’ Welthit aus dem Jahr 1977 „Thank you for the music“ als Zugabe verabschiedeten sich die Künstler von stürmisch applaudierenden Publikum.

„Wunderbar“, „einfach traumhaft“, „fantastisch“, „ein Musikerlebnis ganz besonderer Art“… Die Besucher der 16. Benefizgala des s Schorndorf überboten sich am Sonntagabend beim Verlassen der Künkelinhalle mit Superlativen. Eigentlich, berichtete Clubpräsident Thomas Effmert, hätte das Konzert unter der Überschrift „Broadway goes to Schorndorf“ ja bereits im Sommer 2020 über die Bühne gehen sollen, „doch dann kam Corona und warf alle Planungen über den Haufen.“ Aber nun war es endlich so

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