Rems-Murr-Kreis

Breitbandausbau: 5,7 Millionen Euro Fördergeld für schnelles Internet im Rems-Murr-Kreis

Glasfaser Breitband schnelles Internet verlegen kabel Symbol Symbolbild symbolfoto
Symbolfoto. © Joachim Mogck

Dass es bei der Digitalisierung noch viel Nachholbedarf gibt, hat die Corona-Pandemie vor allem an den Schulen ganz klar gezeigt. Neben der mangelnden Ausstattung mit Endgeräten erschwert aber auch die oft langsame Internetverbindung den Einsatz von digitaler Technik.

Nun erhalten 13 Kommunen im Rems-Murr-Kreis etwa 5,7 Millionen Euro, also knapp 22 Prozent von ingesamt 26 Millionen Euro Landesförderung, die Digitalisierungsminister Thomas Strobl für die Kreise Esslingen, Ludwigsburg, Stuttgart und Rems-Murr bereit hält. Damit ist - so Landrat Dr. Richard Sigel - ein weiterer konsequenter Ausbau des Glasfasernetzes im Kreis gesichert.

„Gemeinsam mit weiteren Fördergeldern des Bundes können jetzt Schulen, eine Klinik und viele unterversorgte Einzelgebäude ans schnelle Internet angeschlossen werden“, sagt Sigel über Förderungen aus Stuttgart und Berlin.

 In den großen Kreisstädten Backnang und Weinstadt sowie den Gemeinden Berglen, Burgstetten, Kernen, Korb, Leutenbach, Oppenweiler, Plüderhausen, Remshalden und Rudersberg kommen insgesamt 19 Schulen an eine Fördersumme des Landes in Höhe von jeweils 80.000 €, zusammen 1,5 Mio Euro. Für die Medianklinik in Oppenweiler gibt es eine Fördersumme von 80.000 €. Die restliche Fördersumme in Höhe von 4,1 Mio Euro gibt es für Alfdorf, Kirchberg an der Murr, Korb, Leutenbach und Rudersberg. In diesen Gemeinden sollen sogenannte weiße Flecken mit einem Datenvolumen unter 30 MBit/s mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden.

Der Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr hat bereits in enger Abstimmung mit den Kommunen die Ausschreibungen für den Anschluss der Schulen in allen Kommunen sowie der weißen Flecken in Korb und Alfdorf gestartet. Der Rücklauf ist für Anfang Oktober terminiert. Es folgen dann weitere Ausschreibungen, um auch die restlichen weißen Flecken in den Kreiskommunen zu schließen.

 

Der Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr

Um die Herausforderungen des Breitbandausbaus gemeinsam zu bewältigen und für schnelles Internet zwischen Rems und Murr zu sorgen, haben sich im Februar 2019 30 der 31 Städte und Gemeinden mit dem Landkreis zusammengeschlossen und den Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr gegründet. Seither unterstützt der Zweckverband die Kommunen und koordiniert den Breitbandausbau kreisweit.

Für einen Förderantrag muss zunächst ein Markterkundungsverfahren durchgeführt werden, um festzustellen, welche Anbieter in welchen Gebieten bereits eine Internetversorgung vorhalten. Die Rückmeldungen der Telekommunikationsunternehmen werden vom Zweckverband ausgewertet und mit den Kommunen abgestimmt. Dabei wird festgestellt, wo sich weiße Flecken, also unterversorgte Gebiete, befinden. Für diese kann dann durch den Zweckverband ein Förderantrag beim Bund und beim Land gestellt werden. Wenn alle Rückfragen dazu geklärt sind und die Förderung zugesagt wird, geht es an die Ausschreibung der Baumaßnahmen.