Rems-Murr-Kreis

Britische Mutante beim Corona-Ausbruch im Rems-Murr-Klinikum Winnenden im Spiel: Zahl der Infizierten steigt

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Der Eingangsbereich des Rems-Murr-Klinikums in Winnenden. © Benjamin Büttner

Der Corona-Ausbruch in der Station 21 des Klinikums Winnenden wird von der britischen Mutante bestimmt, sagte Christoph Schmale, Pressesprecher der Rems-Murr-Kliniken am Freitag (26.3.). Intensive Folge-Testungen haben zwei weitere Infizierte offenbart. Die Ursachenforschung läuft: Haben externe Reinigungskräfte das Virus in die Geriatrie-Station "eingeschleppt"?

„Derzeit haben wir acht infizierte Patienten identifiziert, die auf unsere Infektionsstation verlegt wurden", so Schmale. "Die fünf infizierten KDS-Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne. Auch zwei Mitarbeiter der Kliniken sind betroffen, die sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne befinden.“ Weiterhin sei das Ausbruchsgeschehen auf die Station 21 (Geriatrie) beschränkt.  „Alle betroffenen Personen haben keine oder nur leichte Symptome.“ 

Die externe Klinikdienste Süd GmbH (KDS) ist seit 2014 für Reinigungsdienste im Klinikum zuständig. In einer Pressemitteilung hatten die Kliniken von einer „bestehenden Wahrscheinlichkeit“ gesprochen, dass die Infektion bei KDS-Mitarbeitenden ihren Anfang genommen habe. KDS wollte dazu keine Stellung nehmen und verwies auf die Rems-Murr-Kliniken. Diese haben mit KDS einen laufenden Vertrag. „Wir sind derzeit mit KDS im engen Austausch zum Ausbruchsgeschehen. Die Zusammenarbeit ist nicht Teil der Gespräche“, so Schmale.

Bei fünf der KDS-Reinigungskräfte waren am Freitag (19.3.) routinemäßige Antigen-Schnelltestungen positiv ausgefallen. Eine Bestätigung durch PCR-Tests war am vergangenen Wochenende erfolgt. Erst in Folge wurden bei Testungen die anderen Infizierten entdeckt. Teil der Ursachenforschung ist jetzt nicht nur die Kontaktnachverfolgung, sondern auch eine Befragung der betroffenen Mitarbeiter. „Zudem haben wir eine genetische Diagnostik in Auftrag geben, um den Verlauf der Infektion besser bestimmen zu können“, so Schmale.

„Im Rahmen einer genetischen Diagnostik können PCR-Testproben im Labor sequenziert und Infektionsketten besser zurückverfolgt werden“, erläuterte Dr. Ade, Chefarzt der Interdisziplinären Notaufnahme und Klinikhygieniker. „Das bedeutet, es kann analysiert werden, ob alle Infizierten zum gleichen Ausbruchgeschehen gehören.“

Jedenfalls würden jetzt alle im Umfeld des Geschehens täglich getestet und so rund 80 Personen (Mitarbeiter, Patienten, Dienstleister) im Auge behalten, sagte Schmale. „Unter Einbeziehung der Inkubationszeit von fünf Tagen gehen wir von einem Überwachungszeitraum von circa weiteren fünf Tagen aus. Da das Ausbruchsgeschehen vor einer Woche entdeckt wurde, nimmt das Risiko von neu entdeckten Infektionen täglich ab.“

Zudem sei die grundsätzliche Testung der Reinigungskräfte im patientennahen Bereich auf dreimal wöchentlich (zweimal Schnelltest, einmal PCR-Test) erhöht worden. Die Kliniken böten ihren Dienstleistern umfassende Unterstützung an, „damit unsere strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden können.“ Dazu gehörten intensive Schulungen sowie eben die regelmäßige Testung, deren Kosten die Kliniken derzeit tragen. Außerdem: „Bereits seit der zweiten Welle im Oktober stellen die Rems-Murr-Kliniken FFP2-Masken für die externen Mitarbeitenden bereit. Auch haben die Reinigungskräfte ein Impfangebot bekommen. Wir führen zudem mit den Führungskräften der KDS kontinuierlich Gespräche über die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen“, so Schmale.

Der Corona-Ausbruch in der Station 21 des Klinikums Winnenden wird von der britischen Mutante bestimmt, sagte Christoph Schmale, Pressesprecher der Rems-Murr-Kliniken am Freitag (26.3.). Intensive Folge-Testungen haben zwei weitere Infizierte offenbart. Die Ursachenforschung läuft: Haben externe Reinigungskräfte das Virus in die Geriatrie-Station "eingeschleppt"?

„Derzeit haben wir acht infizierte Patienten identifiziert, die auf unsere Infektionsstation verlegt wurden", so Schmale.

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