Rems-Murr-Kreis

Bus und Bahn fahren für 365 Euro im Jahr: Im März kommt das Jugendticket

9-Euro-Ticket
Gutes Ding für junge Leute: Das ganze Jahr über landesweit mit Bus und Bahn fahren für einen Euro am Tag. © ALEXANDRA PALMIZI

Das landesweite Jugendticket, das die ÖPNV-Nutzung für 365 Euro im Jahr ermöglicht, rückt näher. Aber Moment, warum heißt es nicht 365-Euro-Ticket? Das hat einen einfachen Grund ...

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Rems-Murr-Kreistages hat sich in seiner jüngsten Sitzung für das Jugendticket entschieden. Wenn auch die übrigen Landkreise der Region Stuttgart und die Landeshauptstadt zustimmen – womit fest zu rechnen ist –, wird das Ticket bereits zum 1. März 2023 eingeführt. (Die Debatte wogt schon lange hin und her, verschiedene Varianten wurden erörtert.)

Das Ticket gilt nicht nur für den ÖPNV in der Region Stuttgart, sondern landesweit. Kaufen können es ausnahmslos alle jungen Menschen unter 21 Jahren und dazu auch alle in Ausbildung befindlichen oder studierenden Personen unter 27 Jahren. Bei der Finanzierung übernimmt 70 Prozent das Land, der Landkreis schießt 30 Prozent zu. Kurzum: feine Sache.

Warum das Ticket zwar 365 Euro kosten, aber nicht 365-Euro-Ticket heißen wird, hat einen einfachen Grund: Als symbolischer Preis ist ein Euro pro Tag zwar ein großartiges Zeichen in Richtung der jungen Leute, statt des privaten Pkw die umweltfreundlicheren öffentlichen Verkehrmsittel zu nuzen – aber niemand weiß heute, ob sich der niedrige Preis auf Dauer halten lässt. Und falls man eines Tages das „365-Euro-Ticket“ für 379 oder 405 Euro verkaufen müsste, wäre dasein Treppenwitz. Oder kürzer ausgedrückt: Das Land und die Kreise wollen sich die Möglichkeit einer Preiserhöhung nicht auf Dauer verbauen.

„Der Rems-Murr-Kreis setzt sich konsequent für einen immer attraktiveren öffentlichen Nahverkehr ein, der für immer mehr Menschen eine Alternative zum eigenen Pkw bieten soll. Nur so kann die Verkehrswende gelingen. Dafür nimmt der Landkreis jedes Jahr viel Geld in die Hand“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Das Bewusstsein, nachhaltiger leben zu wollen, ist gerade bei jungen Menschen sehr hoch. Dafür muss die Politik aber gerade für junge Menschen, die oft nicht die nötigen finanziellen Ressourcen haben, günstige Anreize setzen. Das landesweite Jugendticket hat das Potenzial, den ÖPNV für die Jugend noch attraktiver zu machen.“

In der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses gab es breite Zustimmung zum neuen Ticket – eine Sorge wurde allerdings doch auch laut: Zum Einstieg übernimmt zwar das Land 70 Prozent der Kosten – aber wird das auf Dauer so bleiben? Dazu, sagte FDP-Kreisrat Jochen Haußmann, gebe es vom Land bislang nur eine „Absichtserklärung“; die sei zwar „was Schönes“, aber eben nicht bindend.

„Wir hätten uns auch mehr gewünscht“ als eine Absichtserklärung, antwortete der erste Landesbeamte Peter Zaar. Aber nun müsse man das Land eben „in die Pflicht nehmen“ und immer wieder an seine „Absicht“ erinnern.

Das landesweite Jugendticket, das die ÖPNV-Nutzung für 365 Euro im Jahr ermöglicht, rückt näher. Aber Moment, warum heißt es nicht 365-Euro-Ticket? Das hat einen einfachen Grund ...

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Rems-Murr-Kreistages hat sich in seiner jüngsten Sitzung für das Jugendticket entschieden. Wenn auch die übrigen Landkreise der Region Stuttgart und die Landeshauptstadt zustimmen – womit fest zu rechnen ist –, wird das Ticket bereits zum 1. März 2023 eingeführt. (Die

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