Rems-Murr-Kreis

Christina Stumpp live vom CDU-Parteitag: "Wir sind total überwältigt"

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Christina Stumpp, CDU-Bundestagsabgeordnete aus Waiblingen, will jetzt durchstarten als kommissarische Vize-Generalsekretärin. © Gaby Schneider

Christina Stumpp gerät regelrecht ins Schwärmen während des digitalen CDU-Parteitags diesen Samstag, 22. Januar: Eine derart hohe Zustimmung für Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden – 94,6 Prozent der Delegierten stimmten für den 66-Jährigen – „freut uns besonders“, sagte die 34-jährige Hegnacherin am Samstagnachmittag auf Nachfrage dieser Zeitung. Die CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Waiblingen wird im Team Merz wie berichtet das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin übernehmen, zunächst kommissarisch. Die Beschlüsse auf dem digitalen Parteitag müssen noch schriftlich bestätigt werden.

„Wir müssen klar die Themen besetzen, die CDU wieder auf Kurs bringen und eine starke Oppositionsarbeit machen“, so Christina Stumpp. Die beispiellose Niederlage der CDU bei der Bundestagswahl im September 2021 führt die Hegnacherin auch darauf zurück, dass Wähler/-innen nicht mehr so recht wussten, wofür die CDU eigentlich stehe.

"Markenkern" der CDU wieder herausarbeiten

Für die Abgeordnete, die im September das Direktmandat im Wahlkreis Waiblingen geholt hatte, geht es jetzt darum, den „Markenkern“ der CDU wieder herauszuarbeiten: Soziale Marktwirtschaft und innere Sicherheit nennt sie als Stichworte an erster Stelle. Eine große Geschlossenheit nahm sie wahr während des Parteitags, nicht zuletzt wegen der großen Zustimmung für Friedrich Merz, der sogar ein, zwei Tränen verdrücken musste, als er nach seiner Wahl ans Mikrofon trat.

Christina Stumpp hatte schon bei den früheren Kandidaturen von Friedrich Merz für ihn als CDU-Vorsitzenden plädiert – im dritten Anlauf hat der 66-Jährige nun sein Ziel erreicht. Das Fazit der kommissarischen Vize-Generalsekretärin, die innerhalb der Partei einen beispiellosen Aufstieg hingelegt hat: „Wir sind total überwältigt.“

Erst im Juni 2021 war die Hegnacherin von ihrer Partei nominiert worden - recht spät deshalb, weil ihr Vorgänger Joachim Pfeiffer, seinerzeit längst nominiert, nach diversen Vorwürfen im April überraschend das Handtuch geworfen hatte – nach fast 20 Jahren, die er den Wahlkreis Waiblingen in Berlin vertreten hatte.

Vor Ort im Konrad-Adenauer-Haus

Christina Stumpp war diesen Samstag eine der wenigen, die im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin das Geschehen in Präsenz verfolgten. Erneut hatte die CDU ihren Parteitag pandemiebedingt digital abhalten müssen.

Kurz nach 15 Uhr eilte die Hegnacherin vor die Kamera, um via Instagram-Livestream kurz dem Rems-Murr-Kreisverband der CDU Rede und Antwort zu stehen. Fast hätte die Abgeordnete noch das Ende des Parteitags deswegen verpasst: Für sie geht es diesen Samstag noch mit einer Reihe von Zusammenkünften weiter.

Im Livestream sagte Christina Stumpp im Gespräch mit dem CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Siegfried Lorek, „es geht heute wirklich ein Aufbruch durchs Land. Wir haben echt auch viel zu tun.“ Erklärtes Ziel ist, in vier Jahren als Regierungspartei aus der Wahl hervorzugehen.

Mehr Frauen, mehr Jüngere

„Viele Zuschreibungen, die von außen kommen, stimmen halt einfach nicht“, sagte Siegfried Lorek mit Blick auf das neue Führungsteam der CDU: Mehr Frauen, mehr Jüngere – die Partei will ihr Image loswerden, für diese Klientel weniger attraktiv zu sein.

„Es geht auch ohne Quote. Da freue ich mich besonders drüber“, so Christina Stumpp, die bereits hörbar mit den Füßen scharrt: Sie will jetzt loslegen als kommissarische Vize-Generalsekretärin – weshalb sie nach dem Gruß in die Waiblinger Heimat schnell weitereilen musste, um die noch anstehenden Sitzungen nicht zu verpassen: „Ab 15.30 Uhr bin ich wieder getaktet.“

Christina Stumpp gerät regelrecht ins Schwärmen während des digitalen CDU-Parteitags diesen Samstag, 22. Januar: Eine derart hohe Zustimmung für Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden – 94,6 Prozent der Delegierten stimmten für den 66-Jährigen – „freut uns besonders“, sagte die 34-jährige Hegnacherin am Samstagnachmittag auf Nachfrage dieser Zeitung. Die CDU-Abgeordnete des Wahlkreises Waiblingen wird im Team Merz wie berichtet das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin übernehmen,

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