Rems-Murr-Kreis

Corona: 542 Intensiv-Patienten landesweit, Rems-Murr-Kliniken auch immer voller (25.11.)

Die Lage auf den Intensivstationen in Winnenden, Stuttgart und Ludwigsburg, was für Patienten liegen eigentlich sonst so auf ITS?  Nurse is preparing intravenous medication in intensive care unit.
Immer mehr Covid-Patienten auf den Intensivstationen. © Adobestock/Pirke

Jetzt geschieht, was absehbar, ja rechnerisch unabweislich war: Immer mehr Covid-Patienten landen in Baden-Württemberg auf der Intensivstation. Die Dynamik ist stürmisch, wie ein genauer Blick auf die vergangenen zwei Wochen zeigt – und die Prognose für Weihnachten ist beängstigend.

Wo wir stehen, woher wir kommen, wo es hingeht

Stand 25. November sind landesweit 542 Intensivbetten mit Corona-Kranken belegt. Das sind bereits etwa so viele wie Mitte Dezember 2020 – der Gipfel der vierten Hospitalisierungswelle aber ist noch gar nicht in Sicht.

Bereits Ende Oktober – die Infektionszahlen hatten damals seit etwa zwei Wochen stark zu steigen begonnen – war klar: Mit einem gewissen zeitlichen Verzug würde das zu einer wachsenden Belastung des klinischen Systems führen. Denn zwischen einer Infektionsdiagnose und einer Krankheitszuspitzung, die eine intensivmedizinische Behandlung notwendig macht, vergehen grob gesagt meist etwa zwei Wochen.

Anfang November lag die Inzidenz in Baden-Württemberg bei etwa 170, Mitte November dann bereits bei 377 – diese Ansteckungswelle kommt jetzt mit Verzögerung in den Krankenhäusern an. Das bedeutet aber auch: Die Zahl der belegten Intensivbetten wird im Dezember weiter steigen, vermutlich steil. Denn: Seit dem 18. November liegt die Inzidenz in Baden-Württemberg über 400 und nähert sich derzeit gar der 500er-Marke.

Wie es weitergeht, lässt sich nicht leicht prognostizieren. Das Landesgesundheitsamt veröffentlicht dazu täglich verschiedene Szenarien, um die mutmaßliche Intensivbettenauslastung mit Corona-Patienten in zwei Wochen vorauszusagen. Die optimistischste Schätzung geht von etwa 600 Corona-Intensivpatienten am 6. Dezember aus, die pessimistischste rechnet mit rund 900.

Und an Weihnachten? Eine spekulative Hochrechnung

Wenn wir die Entwicklung der vergangenen Wochen betrachten, wird eine exorbitante Dynamik sichtbar: Am 31. Oktober waren 272 Intensivbetten in Baden-Württemberg mit Covid-Patienten belegt – binnen 25 Tagen hat sich die Zahl nun ziemlich genau verdoppelt. Würde man dieses Wachstum in die Zukunft projizieren, würden wir um Weihnachten bei über 1000 belegten Intensivbetten landen. Das aber ist natürlich ein spekulativer Wert – niemand kann derzeit genau sagen, wie schnell und wie stark sich in den nächsten Wochen die jüngst beschlossenen Corona-Regelverschärfungen und die wieder massiv hochgefahrenen Impf-Anstrengungen auswirken.

Der bisherige Höchststand wurde in Baden-Württemberg während der zweiten Welle erreicht: Am 29. Dezember 2020 lagen 643 Coronakranke auf den Intensivstationen im Land.

Die Hotspots Bayern und Sachsen

In Bayern ist die Lage derzeit noch dramatischer: Während um die Jahreswende 2020/21 etwa 900 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt waren, sind es derzeit über 1000.

In Sachsen war Ende 2020 mit 595 der bisherige Höchststand erreicht, momentan sind es 539 – aber das Wachstum vollzieht sich derzeit mit stürmischem Schwung: Innerhalb von nur etwas mehr als zwei Wochen hat sich der Wert etwa verdoppelt – von 271 am 9. November auf 539 am 25. November. Die Dynamik ist in Sachsen also deutlich wuchtiger als in Baden-Württemberg.

Die Lage in den Rems-Murr-Kliniken: Stationär behandelt werden momentan 64 Covid-Patienten, 13 von ihnen liegen auf der Intensivstation, alle 13 müssen beatmet werden.

Jetzt geschieht, was absehbar, ja rechnerisch unabweislich war: Immer mehr Covid-Patienten landen in Baden-Württemberg auf der Intensivstation. Die Dynamik ist stürmisch, wie ein genauer Blick auf die vergangenen zwei Wochen zeigt – und die Prognose für Weihnachten ist beängstigend.

Wo wir stehen, woher wir kommen, wo es hingeht

Stand 25. November sind landesweit 542 Intensivbetten mit Corona-Kranken belegt. Das sind bereits etwa so viele wie Mitte Dezember 2020 – der Gipfel

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