Rems-Murr-Kreis

Corona-Hotspots Rems-Murr, Inzidenzen und Todesfälle bei unter 18-Jährigen

Psyche der Jüngsten
Am 2. November waren 245 von 48 898 Kindern unter 12 Jahren im Rems-Murr-Kreis infiziert und in Quarantäne. © pixabay

„Aktuell spielt sich das Infektionsgeschehen vor allem in der ungeimpften und nicht-immunisierten Bevölkerung ab. Am stärksten betroffen sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 19 Jahren“, teilt das Landesgesundheitsamt mit und gibt auch Auskunft über die Inzidenzen und Todesfälle bei den unter 18-Jährigen.

Die Anzahl der übermittelten Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg in der Altersgruppe zehn bis 19 von 2925 in der Kalenderwoche 42 auf 4064 in der Kalenderwoche 43 (25. bis 31. Oktober) angestiegen.

In der zurückliegenden KW 43 lag die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in den Altersgruppen

  • 0 bis 5 Jahre bei 101,7 pro 100 000,
  • 5 bis 9 Jahre bei 394,3 pro 100 000 und
  • 10 bis 19 Jahre bei 413,8 pro 100 000.

„In der Regel verlaufen Sars-CoV-2-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen, anders als bei Erwachsenen, meist mild beziehungsweise asymptomatisch ab“, so Andrea Panitz, Pressesprecherin des für das Landesgesundheitsamt mit zuständigen Regierungspräsidiums Stuttgart. Das bestätigt auch das RKI. „In wenigen Fällen kann es jedoch, vor allem bei Vorerkrankungen, zu schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen kommen.“

Todesfälle bei unter 18-Jährigen

Mit Stand vom 2. November lagen dem Landesgesundheitsamt Angaben zu insgesamt acht Covid-19-Todesfällen in der Altersgruppe 0 bis 18 vor. In den vergangenen 28 Tagen mussten in dieser Altersgruppe fünf Fälle auf Intensivstation behandelt werden. „Zudem können auch asymptomatisch infizierte Kinder nach einer akuten Corona-Infektion die zwar seltene, aber schwere Folgeerkrankung PIMS (Paediatric Inflammatory Multisystem Syndrome)/MIS-C (Multisystem Inflammatory Syndrome in Children) entwickeln“, sagt Panitz.

Kinder und Jugendliche in der vierten Welle im Rems-Murr-Kreis

Die Zahl der Jugendlichen zwischen 12 und unter 18 Jahren beträgt im Rems-Murr-Kreis 24 867 (5,8 %); die Zahl der Kinder unter 12, für die als einzige Altersgruppe in Deutschland noch kein Corona-Impfstoff zugelassen ist, beläuft sich auf 48 898 (11,4 %).

Am 2. November waren 245 von 48 898 Kindern unter 12 Jahren im Rems-Murr-Kreis infiziert und in Quarantäne, das entspricht grob einer Ansteckungsrate von rund 0,5 %. Anders gesagt: Circa jedes 200. Kind war als infiziert gemeldet.

Bei den Jugendlichen (12 bis unter 18) belief sich bei 158 Infizierten von 24 867 die Ansteckungsrate auf rund 0,6 %. Circa jeder 157. Jugendliche war als infiziert gemeldet.

Die Ansteckungsraten bei Kindern und Jugendlichen sind höher als bei allen anderen Altersgruppen.

Die Pandemielage am 4. November 2021 im Rems-Murr-Kreis

Die Anzahl der im Rems-Murr-Kreis gemeldeten Infizierten in Quarantäne ist am Donnerstag (4.11.) um 236 auf 1818 gestiegen. Die fünf am meisten betroffenen Gemeinden (Hotspots) sind:

  • Alfdorf: von rund 7135 Einwohnern sind 61 infiziert – Quote: jeder 117te
  • Spiegelberg: von rund 2140 Einwohnern sind 17 infiziert – jeder 126ste
  • Berglen: von rund 6400 Einwohnern sind 50 infiziert – jeder 128ste
  • Althütte: von rund 4240 Einwohnern sind 30 infiziert – jeder 141ste
  • Aspach: von rund 8290 Einwohnern sind 50 infiziert – jeder 166ste

In den Städten im Landkreis gibt es folgende Ansteckungsquoten:

  • Welzheim: von rund 11 170 Einwohnern sind 64 infiziert – jeder 174ste
  • Waiblingen: von rund 55 600 Einwohnern sind 244 infiziert – jeder 228ste
  • Backnang: von rund 37 350 Einwohnern sind 159 infiziert – jeder 235ste
  • Schorndorf: von rund 39 780 Einwohnern sind 165 infiziert – jeder 241ste
  • Fellbach: von rund 45 700 Einwohnern sind 185 infiziert – jeder 247ste
  • Weinstadt: von rund 27 100 Einwohnern sind 106 infiziert – jeder 256ste

Zwei weitere Corona-Todesfälle sind im Rems-Murr-Kreis zu beklagen. Seit 14. September (366) gab es damit 21 Todesfälle, deren Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie somit auf 387 gestiegen ist.

„Aktuell spielt sich das Infektionsgeschehen vor allem in der ungeimpften und nicht-immunisierten Bevölkerung ab. Am stärksten betroffen sind Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 19 Jahren“, teilt das Landesgesundheitsamt mit und gibt auch Auskunft über die Inzidenzen und Todesfälle bei den unter 18-Jährigen.

Die Anzahl der übermittelten Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg in der Altersgruppe zehn bis 19 von 2925 in der Kalenderwoche 42 auf 4064 in der Kalenderwoche 43

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