Rems-Murr-Kreis

Corona im Rems-Murr-Kreis, 24.11.: Kleiner Ort wird zum großen Hotspot

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Unter der Burg Reichenberg häufen sich momentan die Infektionen. © Ralph Steinemann

Das Coronavirus mäandert, es macht sich mal hier, mal da besonders breit - aber solch eine dichte Ballung von Infektionsfällen in einer einzelnen Kommune gab es noch nie im Rems-Murr-Kreis seit Beginn der Corona-Pandemie: In einer der kleinsten Gemeinden des Landkreises sind derzeit rund 1,7 Prozent der Einwohner aufgrund einer Infektion in Isolation.

Zunächst steckten sich im Dorf in den ersten 20 Pandemiemonaten seit März 2020 nur 251 Menschen an – allein in den vergangenen 14 Tagen aber kamen 73 weitere hinzu: Oppenweiler hat es in der vierten Welle besonders stark erwischt.

Die Gemeinde gehört sonst nicht zu den aufsehenerregendsten im Landkreis: gelegen an der Murr, etwa sieben Kilometer nordöstlich von Backnang; Wahrzeichen: die Burg Reichenberg, ein Bau aus der Stauferzeit. Und jetzt das: Von gut 4300 Einwohnern sitzen 73 Leute in Quarantäne wegen einer Corona-Infektion – etwa jeder 60. Oppenweilermer Bürger also. Würde man das auf 100.000 Einwohner hochrechnen, käme ein Wert von 1674 heraus - nun darf man das zwar natürlich nicht umstandslos als Inzidenz im Ort unterstellen, da viele der Betroffenen mutmaßlich bereits vor mehr als sieben Tagen positiv getestet wurden; aber von einer Orts-Inzidenz um die 900 darf man, konservativ geschätzt, wohl ausgehen.

Ebenfalls prozentual stark belastet sind derzeit:

  • Leutenbach: 1,2 Prozent der Einwohner infiziert in Isolation (134 Fälle)
  • Rudersberg: 1,1 Prozent (124 Fälle)
  • Winterbach: 1,1 Prozent (85 Fälle)
  • Burgstetten: 1,1 Prozent (41 Fälle)
  • Aspach: 1,0 Prozent (82 Fälle)

Nimmt man die absoluten Fallzahlen statt der relativen Belastung zum Maßstab, sind natürlich die großen Städte am stärksten betroffen:

  • Waiblingen: 414 Fälle (0,7 Prozent)
  • Backnang: 352 Fälle (0,9 Prozent)
  • Fellbach: 330 Fälle (0,7 Prozent)
  • Schorndorf: 268 Fälle (0,7 Prozent)
  • Winnenden: 258 Fälle (0,9 Prozent)

Prozentual die wenigsten infiziert Isolierten gibt es momentan in

  • Urbach: 0,5 Prozent (43 Fälle)
  • Kirchberg: 0,5 Prozent (20 Fälle)

Das Coronavirus mäandert, es macht sich mal hier, mal da besonders breit - aber solch eine dichte Ballung von Infektionsfällen in einer einzelnen Kommune gab es noch nie im Rems-Murr-Kreis seit Beginn der Corona-Pandemie: In einer der kleinsten Gemeinden des Landkreises sind derzeit rund 1,7 Prozent der Einwohner aufgrund einer Infektion in Isolation.

Zunächst steckten sich im Dorf in den ersten 20 Pandemiemonaten seit März 2020 nur 251 Menschen an – allein in den vergangenen 14 Tagen

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