Rems-Murr-Kreis

Corona im Rems-Murr-Kreis: Inzidenz pendelt sich knapp über 200 ein

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Symbolfoto. © Benjamin Büttner

Die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis schwankt zwar ein bisschen hin und her, so richtig große Sprünge – gewünscht ist nach unten – tut sie aber nicht. Lag der Wert am Freitag noch bei 207 innerhalb einer Woche Infizierter auf 100 000 Einwohner, rutschte er am Samstag auf 208. Am Sonntag sank die Zahl dann wieder um drei Punkte auf 205. Müßig, daran zu erinnern, dass die Zahlen am Wochenende stets mit Vorsicht zu genießen sind: Es wird weniger getestet und manches Testergebnis kommt auch später und muss nachträglich auf die Zahlen aufgerechnet werden. So lässt sich wohl feststellen: Die Inzidenz stagniert zurzeit.

Verschärfung der Home-Office-Regelung

Die Bundesregierung hofft natürlich, mit der sogenannten Bundesnotbremse die Infektionszahlen schneller nach unten zu bekommen. Teil des neuen Infektionsschutzgesetzes ist auch eine Verschärfung der Home-Office-Regel. Mussten bislang die Arbeitgeber ihren Beschäftigten die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, anbieten, wenn diese etwa im Büro tätig sind, müssen jetzt die Beschäftigten dieses Angebot auch annehmen. Allerdings: Der Zwang wird sofort abgemildert. Denn im Text heißt es weiter: „... soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen“.

Wer dennoch ins Büro geht, braucht jetzt einen Grund dafür

Das heißt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können nicht mehr völlig frei entscheiden, ob sie nicht doch ins Büro gehen. Sie brauchen dafür nun einen Grund. Als Grund reicht allerdings beispielsweise „räumliche Enge“, „Störung durch Dritte“ oder „unzureichende technische Ausstattung“. Weitere Gründe sind möglich. Der Beschäftigte muss auch keine Nachweise liefern, sondern seinem Arbeitgeber den Grund nur mitteilen.

Quarantänefälle, Intensivbetten-Belegung

1850 Menschen dürfen im Rems-Murr-Kreis derzeit das Haus sowieso nicht verlassen. Sie sind aktuell in Quarantäne. Und, die traurigste Statistik: Seit Freitag sind im Rems-Murr-Kreis vier Menschen an oder im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, die mit dem Robert-Koch-Institut zusammenarbeitet, sind im Rems-Murr-Kreis aktuell noch sechs Intensivbetten frei. Insgesamt 19 mit Covid-19 erkrankte Menschen sind im Rems-Murr-Klinikum Winnenden in intensivmedizinischer Behandlung. Neun dieser Menschen müssen invasiv beatmet werden.

Die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis schwankt zwar ein bisschen hin und her, so richtig große Sprünge – gewünscht ist nach unten – tut sie aber nicht. Lag der Wert am Freitag noch bei 207 innerhalb einer Woche Infizierter auf 100 000 Einwohner, rutschte er am Samstag auf 208. Am Sonntag sank die Zahl dann wieder um drei Punkte auf 205. Müßig, daran zu erinnern, dass die Zahlen am Wochenende stets mit Vorsicht zu genießen sind: Es wird weniger getestet und manches Testergebnis kommt auch später

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