Rems-Murr-Kreis

Das gab's noch nie im Remstal: Restaurantguide Michelin vergibt zwei Sterne ans „Goldberg“ in Fellbach

Spitzengastro Goldberg
Philip Kovacs in der Goldberg-Küche. © ALEXANDRA PALMIZI

Noch sind sämtliche Restaurants geschlossen. Noch müssen sich Feinschmecker mit Sterneküche to go begnügen - oder selbst zum Kochlöffel greifen und ihren Idolen nacheifern. Zum Beispiel dem Edelkoch Philipp Kovacs, der sich als erster Koch im Rems-Murr-Kreis mit zwei Michelin-Sternen schmücken darf. „ We couldn’t be more proud of this outstanding reward!“ schreibt das Fellbacher Goldberg auf Facebook über die Auszeichnung, die nur 41 Gourmettempeln in Deutschland zuteilgeworden ist. Das „Goldberg“ hat sich an die Spitze von insgesamt sechs Feinschmeckerlokalen im Rems-Murr-Kreis gesetzt, die der Michelin mit einem beziehungsweise zwei Sternen schmückt. Das Sextett zählt auch die schärfste Konkurrenz unter den Restaurantguides, der Gault Millau, zur Spitzengastronomie zwischen Rems und Murr.

Zwei Sterne, das gab’s noch nie im nicht mehr an hervorragenden Gourmetlokalen armen Rems-Murr-Kreis. Fellbach entwickelt sich mit drei Sternerestaurants - außer dem Goldberg sind das das „Avui“ von Armin Karrer und Oettinger’s in Schmiden - zum Mekka der Feinschmecker.

Und so begründete der Guide Michelin den zweiten Stern fürs Goldberg: „In dem Restaurant in der 1. Etage der Schwabenlandhalle kommt das schöne geradlinige Ambiente ebenso gut an wie die angenehm unkomplizierte Atmosphäre, ganz zu schweigen von den hervorragenden Speisen. Hier überzeugt das Team um Philipp Kovacs die Michelin-Inspektoren mit ihrer ,Im Hier und Jetzt’-Küche, die Regionalität, saisonalen Bezug und Moderne gelungen vereint.“ Wie es sich auch für den Kochadel gehört, verweist der Michelin auf die adlige Linie, auf der sich Kovacs zum Zwei-Sterne-Koch emporgearbeitet hat: „Er kochte unter anderen bei Richard Stöckli im „Gourmetstübli“ in Interlaken, bei Otto Koch im „Restaurant 181“ in München sowie in der „Vila Joya“ von Dieter Koschina im portugiesischen Albufeira." Inzwischen begeistere Kovacs seine Gäste „mit sehr durchdachten Kombinationen. Das „Hier“ stehe für Regionalität sowie für die Wünsche der Gäste, das „Jetzt“ für den saisonalen Bezug und die Moderne. „Charmant der Service - er empfiehlt übrigens alternativ zum Wein auch gerne eine vorzügliche alkoholfreie Saftbegleitung.“

Die Genussstadt

Drei Sternelokale in Fellbach

Die Fellbacher Oberbürgermeisterin Zull schrieb zum zweiten Stern fürs Goldberg: „Fellbach kann sich glücklich schätzen!“ Die Auszeichnung sei der Lohn für kontinuierliche und herausfordernde Arbeit. Umso erfreulicher sei es, dass mit dem Goldberg jetzt erstmals auch ein Zwei-Sterne-Restaurant in Fellbach zu Hause sei und somit die gastronomische Struktur Fellbachs und des Remstals um ein weiteres Highlight ergänzt würde. „Unsere Gastroszene ist hervorragend und dies nicht nur im Sterne-Bereiche. Von der einfachen Besenwirtschaft bis zum Gourmetrestaurant leisten die Unternehmen hervorragende Arbeit und verwöhnen die Fellbacher sowie die Gäste aus der Region und darüber hinaus“, stellte Gabriele Zull fest. Die Auszeichnung für die drei gastronomischen Betriebe zeige auch, dass die zukünftige Fokussierung des gesamtstädtischen Marketings auf das Thema „Genuss“ eine zukunftsweisende Entscheidung gewesen sei: „Der Dreiklang von Kultur, Genuss und Wein steht für Fellbach! Das Remstal steht wie Fellbach für Wein und Genuss – qualitativ hochwertig und regional verwurzelt.“

Im Gegensatz zum Michelin sieht der Gault Millau das Goldberg nicht über den beiden anderen Fellbacher Sternelokalen Avui und Oettinger’s stehend, die der Gault Millau ebenfalls mit zwei Kochmützen und 16 von 20 Punkten bewertete. Die Neuausrichtung von „Cross Culture“ zu "Hier und Jetzt“ habe dem Goldberg gutgetan, lautet das Fazit. Bei der Beschreibung der Menüfolge läuft dem coronabedingt entwöhnten Feinschmecker sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammen. Belassen wir’s beim Nachtisch: „Als Dessert begeistert eine radikalisierte Version des Orange-Fenchel-Klassikers in Form von Pandan- und Yuzueis mit Melonenmousse auf Fenchelsalat mit Kokosschaum und Kokos-Chips.“

Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hat nicht zu Unrecht auf die Sonderstellung von Fellbach in der Gastroszene verwiesen. Zufall -oder vielleicht doch der Tatsache geschuldet, dass Konkurrenz das Geschäft belebt? Fellbach erinnert fast ein wenig an Baiersbronn im Schwarzwald, wo inzwischen vier Sternelokale - darunter zwei mit drei Sternen! - um die Gunst der Kundschaft buhlen.

Noch sind sämtliche Restaurants geschlossen. Noch müssen sich Feinschmecker mit Sterneküche to go begnügen - oder selbst zum Kochlöffel greifen und ihren Idolen nacheifern. Zum Beispiel dem Edelkoch Philipp Kovacs, der sich als erster Koch im Rems-Murr-Kreis mit zwei Michelin-Sternen schmücken darf. „ We couldn’t be more proud of this outstanding reward!“ schreibt das Fellbacher Goldberg auf Facebook über die Auszeichnung, die nur 41 Gourmettempeln in Deutschland zuteilgeworden ist. Das

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