Rems-Murr-Kreis

Der Arbeitsmarkt im März: Jeder zehnte Beschäftigte im Rems-Murr-Kreis arbeitet kurz

Arbeitsagentur
Besonders viel zu tun hat die Agentur für Arbeit in diesen unsicheren Zeiten. © Gaby Schneider

Der Arbeitsmarkt im Rems-Murr-Kreis entpuppt sich in der Corona-Krise als stabil. Zwar liegt die Arbeitslosigkeit im März 2021 um rund 30 Prozent höher als im Vorjahr. Doch im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 318 auf 10 949 Personen ab. Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Derzeit befindet sich ungefähr jeder zehnte Beschäftigte im Rems-Murr-Kreis in Kurzarbeit.

„In vielen witterungsabhängigen Berufen im Baubereich konnte die Arbeit wieder aufgenommen werden“, kommentiert Christine Käferle, Leiterin der Waiblinger Agentur für Arbeit, die Arbeitsmarktentwicklung der letzten Wochen. „Der Arbeitsmarkt hält weiter stand. Dass trotz des noch immer anhaltenden Lockdowns die Arbeitslosigkeit den zweiten Monat in Folge zurückgeht, lässt mich auch hoffnungsvoll auf die kommenden Wochen blicken.“

Im März meldeten sich kreisweit 709 Personen aufgrund der Beendigung ihres Beschäftigungsverhältnisses arbeitslos. Im gleichen Zeitraum konnten 741 Frauen und Männer die Beendigung ihrer Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses mitteilen, über elf Prozent mehr als im Februar. Wie bereits im Vormonat betraf der Rückgang der Arbeitslosigkeit auch im März ausschließlich den Bereich der Arbeitslosenversicherung (-395 Personen), wohingegen für das Jobcenter Rems-Murr eine Zunahme um 77 Arbeitslose gemeldet wurde.

„Während in den ersten Monaten der Pandemie der Anstieg der Arbeitslosigkeit vorrangig die Agentur für Arbeit betraf, nimmt die Zahl der Kundinnen und Kunden, die auf Leistungen vom Jobcenter angewiesen sind, zuletzt immer mehr zu“, be-schreibt Gunnar Schwab, Geschäftsführer des Jobcenters Rems-Murr, in der Pressemitteilung die aktuelle Entwicklung. „Im Vorjahresvergleich wird deutlich, dass zwischenzeitlich beide Rechtskreise von der Steigerung der Arbeitslosigkeit nahezu zu gleichen Teilen betroffen sind.“

Auch landesweit ging die Arbeitslosenquote im letzten Monat um 0,1 Prozent-punkte auf derzeit 4,3 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich aber auch für Baden-Württemberg mit einem Anstieg um 0,9 Prozentpunkte eine deutliche Erhöhung.

Mit 745 neuen Stellenmeldungen wurden den Vermittlungsfachkräften von Arbeitsagentur und Jobcenter im März in etwa so viele freie Stellen angeboten wie im Vormonat. Zum Vorjahr ist jedoch mit einer Abnahme von etwas über 15 Prozent weiterhin ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Nachgefragt werden hauptsächlich gut ausgebildete Arbeitnehmer aus Produktion und Fertigung, dem Verkehr- und Logistikbereich sowie Gesundheits- und Erziehungsberufen. Insgesamt sind unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de momentan rund 2150 Stellenangebote aus dem Rems-Murr-Kreis zu finden.

Kurzarbeit auf hohem Niveau

Seit April 2020 sind bei der Waiblinger Arbeitsagentur 6279 Anzeigen mit 77 364 betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für konjunkturelles Kurzarbeitergeld eingegangen. Nachdem über den Sommer ein Rückgang zu beobachten war, nahmen die Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit seit dem Teillockdown im Herbst wieder zu. Dabei treten vermehrt Doppelzählungen bei Betrieben auf, schreibt die Agentur für Arbeit. Dabei handelt es sich um Firmen, die 2020 mehr als eine Anzeige abgegeben haben, da sie die Kurzarbeit für mindestens drei Monate unterbrochen hatten oder weil die erste Anzeige nur für ein halbes Jahr galt.

Aufgrund des Abrechnungszeitraums und der Aufbereitungszeit durch den Statistik-Service der Agentur für Arbeit können für realisierte Kurzarbeit aktuell nur für September zuverlässige Aussagen getroffen werden, für Oktober und November sind Hochrechnungen verfügbar.

Im September 2020 hatten 1575 Betriebe im Kreis Kurzarbeit für 14 660 Personen abgerechnet. Das entspricht einer Kurzarbeiter-Quote, als dem Anteil der Kurzarbeitenden an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, von 9,5 Prozent. Die höchste Quote verzeichnete der Mai mit 22 Prozent. Nach den Hochrechnungen sinkt die Kurzarbeiter-Quote im Oktober auf 9,3 und steigt im November auf 9,6 Prozent. Für den November wird mit 1844 tatsächlich betroffenen Betrieben und 14 756 Kurzarbeitenden gerechnet. Für Dezember wird aufgrund des verschärften Lockdowns mit weiterhin steigenden Zahlen gerechnet.

Aufgrund des anhaltenden Infektionsgeschehens verzichten Agentur für Arbeit und Jobcenter weiterhin auf persönliche Vorsprachen. Die Beratungen erfolgen überwiegend telefonisch, so die Agentur für Arbeit in der Pressemitteilung. Für Jugendliche wird von der Arbeitsagentur zusätzlich Videoberatung angeboten. Auch im Jobcenter wird die Videoberatung derzeit erprobt. Jugendlichen bietet die Berufsberatung zudem eine eigene Beratungshotline an. Interessierte finden diese und alle anderen Telefonnummern und Sprechzeiten unter: www.arbeitsagentur.de/vor-ort/waiblingen/corona-hilfe-aawn.

Der Arbeitsmarkt im Rems-Murr-Kreis entpuppt sich in der Corona-Krise als stabil. Zwar liegt die Arbeitslosigkeit im März 2021 um rund 30 Prozent höher als im Vorjahr. Doch im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 318 auf 10 949 Personen ab. Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Derzeit befindet sich ungefähr jeder zehnte Beschäftigte im Rems-Murr-Kreis in Kurzarbeit.

„In vielen witterungsabhängigen Berufen im Baubereich konnte die Arbeit wieder

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