Rems-Murr-Kreis

Der richtige Weg zum Corona-Test

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Diese Schnelltests gibt's im Schnelltestzentrum des Rems-Murr-Klinikums in Winnenden - allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. © Gabriel Habermann

Darf man jetzt zum Corona-Test oder soll man sogar? Und wenn, dann wohin? Zum Hausarzt? In die Fieberambulanz? Wann darf ich ins Schnelltestzentrum? Und wofür gibt’s die Schwerpunktpraxen? Die Lage ist inzwischen ziemlich verwirrend. Das Landratsamt hat auf www.rems-murr-kreis.de unter den aktuellen Informationen zum Coronavirus eine Grafik zum Thema veröffentlich. Hier einige Erläuterungen dazu:

Was ist, wenn ich mich krank fühle oder mein Kind Symptome hat?

Wer coronatypische Symptome hat, muss sich überlegen: Kann ich auf einen Termin beim Hausarzt – oder beim Kinderarzt – warten? Oder fühle ich mich so krank, dass ich sofort Hilfe brauche? In beiden Fällen gilt: bis zum Test Kontakte minimieren.

Coronatypische Symptome sind im Übrigen: Fieber über 38˚C, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Bei einigen Personen kann es zu einem Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns kommen.

Sind Sie schwer erkrankt, rufen Sie bei der Fieberambulanz in Schorndorf an: 0 71 81/67 31 24. Sind Sie sehr schwer erkrankt und brauchen Sie sofort Hilfe, dann rufen Sie die Notrufnummer112. Schildern Sie unbedingt, um was es geht.

Wenn Sie zum Hausarzt gehen können, rufen Sie dort in der Praxis an und schildern Sie Ihr Problem. Nicht einfach vorbeigehen. Der Hausarzt wird Sie entweder selbst testen oder – wenn die Praxis keine Tests anbietet – in eine der Corona-Schwerpunktpraxen oder die Fieberambulanz in Schorndorf überweisen.

Was tun, wenn ich Kontakt zu einem Infizierten hatte?

Wenn Sie sich mit jemandem getroffen hatten, der inzwischen nachgewiesenermaßen coronainfiziert ist, gelten Sie als Kontaktperson der Kategorie 1. Möglicherweise sind Sie vom Gesundheitsamt schon in Quarantäne geschickt worden. Aber auch, wenn das noch nicht der Fall war: Minimieren Sie Kontakte bis zum Test. Wenn Sie sich nicht krank fühlen, melden Sie sich beim Hausarzt wegen eines Tests an. Der Test wird wieder entweder vom Hausarzt oder, nach einer Überweisung, von einer Corona-Schwerpunktpraxis gemacht werden.

Das gleiche Vorgehen ist angesagt, wenn die Corona-App eine Risikobegegnung gemeldet hat.

In der Klasse oder Kita meines Kindes gab es einen Fall – und jetzt?

Wenn es in Schulklassen oder Kita-Gruppen einen Infektionsfall gegeben hat, müssen die Kinder aus der betroffenen Klasse beziehungsweise Gruppe alle in Quarantäne. Damit die Familien dieser Kinder schnell Gewissheit haben können, ob sich noch ein Kind angesteckt hat, wurde am Winnender Klinikum das Schnelltestzentrum eröffnet. Dort dürfen Sie aber nur mit einer Anmeldung hin. Das heißt: Sie bekommen per Mail einen Link zur Online-Testanmeldung von der Schule oder der Kita. Melden Sie sich an, bekommen Sie anschließend einen Termin vom Gesundheitsamt. Achtung: Auch wenn der Test negativ ausfällt, ist die Quarantäne nicht aufgehoben.

Etwas anders sieht es aus, wenn in einer Klasse oder Kita-Gruppe nur ein Verdachtsfall dafür gesorgt hat, dass alle daheimbleiben müssen. In diesem Fall werden nicht alle Kinder getestet. Das heißt: Sie bekommen keinen Link. Getestet wird nur das Kind, bei dem der Verdacht auf eine Infektion besteht. Fällt der Test negativ aus, dürfen alle sofort wieder kommen.

Ich benötige einen Test für einen Krankenhausbesuch – geht das?

Besuche im Krankenhaus sind derzeit stark eingeschränkt. Viele der Patientinnen und Patienten dort dürfen gar nicht besucht werden. Das Rems-Murr-Klinikum erklärt: Besuche bekommen dürfen nur Patienten in lebensbedrohlichen Zuständen oder sterbende Patienten, Kinder sowie Frauen bei der Entbindung und nach der Geburt – in diesem Fall üblicherweise vom Vater des Kindes. Auch eine Begleitung in die Notaufnahme, wenn das notwendig ist, und bei vom behandelnden Arzt begründeten Ausnahmen ist möglich. Diese Besucher erhalten vorab einen kostenfreien Antigentest. Über die Hotline 0 71 95/59 15 77 75 kann zwischen 8 und 16 Uhr ein Testtermin im Schnelltestzentrum ausgemacht werden.

Ich hab’s ganz eilig mit dem Test, weil ich Besuch bekomme – wohin?

Für diesen Fall gibt’s nur eingeschränkt und nur vielleicht eine Lösung: Das Schnelltestzentrum steht für private Vergnügungen oder Verpflichtungen nicht zur Verfügung. Sie können aber bei Ihrem Hausarzt nachfragen, ob hier solch ein vorsorglicher Test gemacht werden könnte. Die Entscheidung, wer auf Sars-CoV-2 getestet wird, trifft der Arzt auf Basis der Kriterien des Robert-Koch-Institutes, heißt es von der AOK Baden-Württemberg. „Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten, wenn Arzt oder Ärztin den Test für medizinisch notwendig erachtet.“ Das heißt: Es kommt sehr darauf an, ob Sie Ihren Hausarzt von der Dringlichkeit einer solch vorsorglichen Testung überzeugen können. Es können, so die AOK weiter, auch Personen getestet werden, die keine Symptome aufweisen.

Für Weihnachtsbesuche in Senioren- und Pflegeheimen gibt es vielleicht sogar eine schnelle Problembearbeitung: Das Landratsamt überlegt, über das Schnelltestzentrum in den Einrichtungen, die selbst noch keine Schnelltests anbieten können, eine Besuchertestung vor den Weihnachtstagen zu ermöglichen. Dafür wird aktuell der Bedarf abgefragt – vielleicht kann diese Lücke, die zu viel schmerzlicher Sehnsucht führen könnte, noch gefüllt werden.

Darf man jetzt zum Corona-Test oder soll man sogar? Und wenn, dann wohin? Zum Hausarzt? In die Fieberambulanz? Wann darf ich ins Schnelltestzentrum? Und wofür gibt’s die Schwerpunktpraxen? Die Lage ist inzwischen ziemlich verwirrend. Das Landratsamt hat auf www.rems-murr-kreis.de unter den aktuellen Informationen zum Coronavirus eine Grafik zum Thema veröffentlich. Hier einige Erläuterungen dazu:

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