Rems-Murr-Kreis

Die Falken vom Fellbacher Schwabenlandtower: Flauschige Küken geschlüpft

Falkennachwuchs
Hunger: Hier bettelt das erste Küken einen Elternvogel an. Inzwischen sind noch zwei Küken geschlüpft. © Falkencam

Geschafft! Die ersten drei Küken sind geschlüpft und sehen ganz weiß-flauschig aus. Große Freude bei allen, die die Fellbacher Falken regelmäßig mittels der Webcam beobachten. Lang hat’s gedauert, bis sich der Nachwuchs aus dem Ei gekämpft hat. Das erste Ei liegt immerhin schon seit 7. März im Nistkasten auf dem Schwabenlandtower. 

Erst banges Warten, jetzt große Freude

Am 5. März herrschte bei den Fellbacher Falkenfreunden noch banges Warten vor: Die Falkendame, so heißt’s im Blog, verbrachte da zwar schon jede Nacht in der Nistbox, doch sie hatte es sich noch nicht so richtig auf der Nestmulde bequem gemacht. Der Falkenmann, Terzel genannt, versorgte seine Liebste allerdings schon fleißig mit Futter. Man konnte also hoffen.

Und die Hoffnung trug nicht: Am Montag, 7. März, morgens früh um 7.30 Uhr, lag das erste Ei in der Mulde. Nummer zwei, drei und vier folgten bis Dienstag, 15. März. Und dann wurde das Falken-Fernsehprogramm ziemlich langweilig. Die Falkendame saß und saß und saß. Manchmal fiel ihr der Kopf nach unten – ist schon ein zähes Geschäft, diese Brüterei. Hin und wieder rührte sie sich gar nicht mehr, so dass der Website-Besucher testweise den Film neu startete, in dem Glauben, die Übertragung sei abgebrochen. Aber nein, die Technik funktionierte hervorragend. Es passierte halt nur sehr wenig Sichtbares im Nistkasten. Wochenlang.

Warum dauerte es so lang mit dem Schlüpfen? Gefahr im Verzug?

Laut Wikipedia beträgt die Brutdauer bei Wanderfalken 34 bis 38 Tage. Der Falken-Laie kommt mit diesem Lexikonwissen für das erste Ei auf ein Schlupfdatum 10. April oder ein bisschen später. Am 10. April aber saß die Falkendame noch immer und ruckelte höchstens mal ein bisschen. Was war da los? Gefahr im Verzug? Kein Bruterfolg und stattdessen Tragödie?

Falkenfachmann Friedemann Tewald, der auch die Fellbacher Falkenkamera betreut, erklärt: „Das Brüten beginnt in der Regel erst mit dem dritten Ei.“ Das heißt: Die ersten zwei Eier frieren beziehungsweise werden nur ein bisschen warm gehalten, bis die Falkenmama das vorletzte, in der Regel das dritte Ei gelegt hat. Dann erst setzt sie sich dauerhaft aufs Gelege. Der Entwicklung der beiden ersten Küken schadet das nicht.

Für die Errechnung des Schlupftermins, erklärt Tewald, müssen also zur Wikipedia-Zahl noch ungefähr sechs Tage dazugerechnet werden. Rein rechnerisch hätte das erste Küken also sogar erst um Karfreitag oder die Ostertage schlüpfen dürfen. Beim Falkenpaar, das in den Jahren 2019 bis 2021 auf dem Schwabenlandtower gebrütet hatte, kam das erste Küken erst nach 40 beziehungsweise 41 Tagen aus dem Ei.

Die Kleinen betteln um Futter

Das diesjährige erste kleine Federbällchen hatte es also offenbar eilig: Nur 39 Tage hat’s im Ei ausgehalten. Und die Geschwister wollten auch nicht warten. Das zweite Küken kam am Donnerstag, 14. April, das dritte am frühen Karfreitagabend. Jetzt geht’s rund im Nistkasten: Im gut befüllten Gästebuch der Website beschreiben beglückte Falken-Gucker, wie die Kleinen betteln. Wer geduldig immer wieder auf die Falken-Seite des Fellbacher Nabu guckt, kann beobachten, wie die Federbällchen manchmal um den besten Platz rangeln, um dann übereinanderzupurzeln. So ein Kükenleben ist halt doch ganz schön anstrengend.

Geschafft! Die ersten drei Küken sind geschlüpft und sehen ganz weiß-flauschig aus. Große Freude bei allen, die die Fellbacher Falken regelmäßig mittels der Webcam beobachten. Lang hat’s gedauert, bis sich der Nachwuchs aus dem Ei gekämpft hat. Das erste Ei liegt immerhin schon seit 7. März im Nistkasten auf dem Schwabenlandtower. 

Erst banges Warten, jetzt große Freude

Am 5. März herrschte bei den Fellbacher Falkenfreunden noch banges Warten vor: Die Falkendame, so heißt’s

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