Rems-Murr-Kreis

Drogen, Waffen, Falschgeld: Die Spuren führen zu einem Mafiapaten aus Fellbach

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Es sollen auch Drogengeschäfte in einer Pizzeria getätigt worden sein (Symbolfoto). © Smiljka Pavlovic

Vor der neunten großen Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts ist unter Vorsitz von Richter Rainer Gless der Prozess gegen einen 40-jährigen Bietigheimer angelaufen. Der italienische Staatsbürger wird angeschuldigt, Geschäfte mit Kokain, Falschgeld und Waffen gemacht zu haben, wobei er auch in Verbindung mit einer „älteren Respektsperson“ aus Fellbach gestanden haben soll, die einem „neapolitanischen Familienclan“ angehört. Der Bietigheimer hat auf Dienstag, 1. Juni, ein weitgehendes Geständnis angekündigt.

Zwei Angeklagte

Der aus der Untersuchungshaft in Mannheim vorgeführte 40-Jährige ist zusammen mit seiner 38-jährigen Ehefrau angeklagt, die ihm bei seinen Drogengeschäften geholfen haben soll, indem sie Kokain portionierte und verpackte. Die Drogengeschäfte beziehen sich auf den Tatzeitraum Januar bis November vergangenen Jahres. Aus dem Handel mit Drogen, Falschgeld und Waffen soll der Mann insgesamt 34 891 Euro erwirtschaftet haben.

Der Anklageschrift zufolge war es Kokain, aber auch Marihuana, die der Mann im Raum Bietigheim, Ludwigsburg und Stuttgart gewinnbringend unters Volk gebracht haben soll. Unter den Abnehmern erwähnte Staatsanwalt Kienle Landsmänner des Beschuldigten sowie einen Albaner aus Esslingen.

Drogengeschäfte in Pizzerien

Getätigt wurden die Drogengeschäfte unter anderem in einer Pizzeria in Korntal-Münchingen, in Eberdingen, auf dem Parkplatz des Hallenbades Münchingen, in Freiberg am Neckar, in Gerlingen, in Tamm, in Leonberg, im Stuttgarter Stadtgebiet, am Bietigheimer Bahnhof, an einem Schnellrestaurant in Ludwigsburg und in der Bietigheimer Wohnung des Angeklagten. Bei zwei Verkäufen am Bahnhof Bietigheim fiel der Mann am 19. November auf eine Vertrauensperson der Polizei herein und wurde festgenommen.

Falschgeld in Weissach im Tal

Ein zweiter Anklagekomplex bezieht sich auf Falschgeld aus Neapel, das der Beschuldigte Ende 2019 für 22 500 Euro dort gekauft und in Bietigheim, Stuttgart, Böblingen und Weissach im Tal bei Backnang gewinnbringend weiterverkauft haben soll. Ein Teil der gefälschten 20-, 50- und 100-Euro-Scheine ist beschlagnahmt.

Seit Anfang letzten Jahres soll der Bietigheimer auch mit scharfen Schusswaffen gehandelt und pro Waffe mindestens 100 Euro Provision für die Vermittlung kassiert haben. Nach Informationen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist der Waffenlieferant des Angeklagten, welcher pro Waffe ohne Munition 1000 Euro und mit Munition 1200 Euro verlangt haben soll, im März letzten Jahres ins Ausland abgetaucht, worauf der Bietigheimer eine „ältere Respektsperson“ in Fellbach kontaktiert haben soll, die einem „neapolitanischen Familienclan“ angehört.

Vor der neunten großen Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts ist unter Vorsitz von Richter Rainer Gless der Prozess gegen einen 40-jährigen Bietigheimer angelaufen. Der italienische Staatsbürger wird angeschuldigt, Geschäfte mit Kokain, Falschgeld und Waffen gemacht zu haben, wobei er auch in Verbindung mit einer „älteren Respektsperson“ aus Fellbach gestanden haben soll, die einem „neapolitanischen Familienclan“ angehört. Der Bietigheimer hat auf Dienstag, 1. Juni, ein weitgehendes

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