Rems-Murr-Kreis

Ein Rettungswagen fürs Klassenzimmer

Virtueller Rettungswagen Dreharbeiten Rotes Kreuz Rems-Murr
Dreharbeiten für den virtuellen Rettungswagen. © Siekmann

Wenn das Martinshorn ertönt, das Blaulicht blinkt und ein Rettungswagen vorbeirauscht, sind Kinder fasziniert. Leider gibt’s Rettungswagen nicht zur freien Verfügung. Beim DRK-Rems-Murr aber doch! Denn da gibt’s ein virtuelles Modell. Jetzt kann er in Kindergärten, Schulen, Jugendgruppen und Kinderzimmer fahren. Die Idee funktioniert so gut, dass dieser Rettungswagen für den Förderpreis Helfende Hand des Bundesministeriums des Innern nominiert ist.

Der „magische Rettungswagen“ hat natürlich einen ernsten Hintergrund: Das Jugendrotkreuz will den Nachwuchs für das Thema Helfen begeistern. Damit das funktioniert, ist da noch die Rot-Kreuz-Eule mit im Spiel. Die ist den mehr als 1000 Kindern, die von Heidrun Hellmuth und Nina Siegle vom Jugendrotkreuz Rems-Murr jedes Jahr besucht werden, oft schon bekannt. Die zwei Ersthelferinnen bringen dem Nachwuchs die Themen Erste Hilfe, Notruf, Hygiene und Co. näher. Noch schöner wird’s, wenn ein DRK-Ortsverein ein Einsatzfahrzeug vorbeischickt. Dann sind die Kinder beeindruckt. Das passiert oft. Aber leider nicht immer. Geht nicht.

Aufwendige Dreharbeiten: Ein virtueller dreidimensionaler Rettungswagen

Um den Kindern dennoch den großen Wunsch, in einen modernen Rettungswagen gucken zu können, zu erfüllen, fanden kürzlich aufwendige Dreharbeiten statt. Eine 3-D-DRK-Welt wurde erschaffen. Der virtuelle Rettungswagen parkt nun im Klassen-, Kinder- oder Gruppenzimmer – es geht auch überall gleichzeitig! Die beliebte DRK-Eule ist natürlich auch wieder mit dabei.

„Viele Kinder im Kreis kennen unsere Eule. Sie stellt bald interaktiv den Rettungswagen vor“, erläutert Jugendreferentin Heidrun Hellmuth. Fotos, Videos sowie 3-D-Aufnahmen von Rettungswagen, Notfallsanitätern, Jugendrotkreuz sowie der Notaufnahme wurden gemacht und in eine digitale Welt übertragen. „Per Maus oder Touchscreen auf dem Smartphone kann der Rettungswagen mit weiteren Features eigenständig erkundet und Info-Punkte angeklickt werden. Die Kinder sitzen somit am Steuer, liegen und fliegen im und um den Rettungswagen herum, erleben Ärzte, Mitarbeiter – und vieles mehr.“ Die Kinder sind vorne mit dabei, wenn ein Rettungswagen die Klinik Winnenden anfährt.

Zeitnah erleben die Besucher auf der Internetseite des DRK-Rems-Murr eine digitale Halle, in der Rotkreuzler die Kinder begrüßen. Sie zeigen, wie die Profis helfen und wie jeder Mensch helfen kann. Um das Angebot möglichst barrierefrei zu gestalten, sind die Videos dank Gebärdensprachendolmetscher für Gehörlose erlebbar. Extra wurden eigene Sequenzen mit Gehörlosen gefilmt. „Wir zeigen zum Beispiel, wie Gehörlose mit einer Notruf-App einen Notruf absetzen können.“

Fast jedes Element im Rettungswagen – vom Tröstebär bis zum EKG – können die Kinder selbst erkunden. „Wir haben auch ein Quiz eingestellt,“, sagt Nina Siegle. Wer will, kann zusätzlich Eulen sammeln, die in der 3-D-Welt versteckt sind.

Seit Jahren werben Nina Siegle und Heidrun Hellmuth in Kindergärten und Schulen für Hilfsbereitschaft. Sie zeigen dem Nachwuchs mit viel Witz und Spaß, wie auch junge Menschen helfen können; nicht nur auf dem Pausenhof. „Der virtuelle RTW kann in den Einrichtungen vor Ort gezeigt werden und ist 24 Stunden am Tag verfügbar. Kinder können ihn Freunden, Eltern, Großeltern zeigen“, sagt Heidrun Hellmuth. Laptop, Tablets oder Handy genügen und jedes Kind kann virtuell einsteigen. Im Unterricht kann der Rettungswagen eingebettet werden, da viele Einrichtungen über Whiteboards oder Ähnliches verfügen. Ein Unterrichtskonzept für Lehrkräfte wird erstellt. „Wenn junge Menschen früh sehen, wie sie helfen können, werden sie dies auch später tun“, ist sich das Rote Kreuz Rems-Murr sicher. „Damit bilden wir die Ersthelfer von morgen aus“, freut sich das Jugendrotkreuz, „denn jeder Mensch kann Leben retten!“

Keine Angst vor der Fahrt im Rettungswagen

So will das DRK Rems-Murr den Nachwuchs begeistern, sich über den Rettungsdienst und das Ehrenamt ihrer Hilfsorganisation vor Ort zu informieren. „Unser virtueller Rettungswagen ist spannend, spielerisch und lustig! Da fällt die Wissensvermittlung leicht!“ Auch geht es dem DRK darum, den Kindern mögliche Ängste zu nehmen. „Somit erfüllt unser virtueller Rettungswagen mit der DRK-Eule viele Kinderwünsche. Wir hoffen, dass in Zukunft noch mehr Menschen wissen, wie sie im Notfall helfen können. Die Kinder erfahren, das Rote Kreuz macht Spaß, ist wichtig und bietet eine Gemeinschaft, in der man einem Hobby nachgeht, das Leben retten kann!“

Info

Mit dem Projekt „Die Rotkreuz-Eule im magischen Rettungswagen“ ist der DRK-Kreisverband Rems-Murr für den Förderpreis „Helfende Hand“ des Bundesministeriums des Innern nominiert.

Am 5. Dezember wird in Berlin der Preis in der Kategorie „Nachwuchsarbeit“ überreicht.

Ebenfalls wird ein Publikumspreis gewonnen. Das DRK freut sich über viele Stimmen!

Informationen auf www.drk-rems-murr.de sowie www.helfende-hand-foerderpreis.de

Wenn das Martinshorn ertönt, das Blaulicht blinkt und ein Rettungswagen vorbeirauscht, sind Kinder fasziniert. Leider gibt’s Rettungswagen nicht zur freien Verfügung. Beim DRK-Rems-Murr aber doch! Denn da gibt’s ein virtuelles Modell. Jetzt kann er in Kindergärten, Schulen, Jugendgruppen und Kinderzimmer fahren. Die Idee funktioniert so gut, dass dieser Rettungswagen für den Förderpreis Helfende Hand des Bundesministeriums des Innern nominiert ist.

Der „magische Rettungswagen“ hat

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