Rems-Murr-Kreis

Eiswein-Lese im Remstal: Winzer jubeln über spektakuläre Oechsle-Grade

Eisweinlese
Eisweinlese im Rems-Murr-Kreis - das Foto hat uns das Weingut Bernhard Ellwanger zugeschickt.

Im Remstal ist die Eiswein-Lese geglückt: Die Wengerter schwärmen von hohen Oechsle-Graden. Der Mut, die Trauben lang am Stock hängen zu lassen, hat sich gelohnt (wie übrigens auch schon im Vorjahr).

Eiswein wird aus gefrorenen Trauben hergestellt. Die Trauben werden bis in den Winter am Rebstock belassen, wodurch zwar der Ertrag sinkt, aber hochwertige, recht dickflüssige, natursüße Weine erzeugt werden können.

Trauben "so vital wie selten am Stock"

„In diesem Jahr brachten die tadellosen, gesunden und tief durchgefrorenen Beeren ein Mostgewicht von 179 Grad Oechsle auf die Waage“, vermeldet die Fellbacher Weingärtner-Genossenschaft. „Es ist ja immer ein Blick in die Glaskugel, wenn wir uns im Herbst entschließen, Trauben für den Eiswein hängen zu lassen. Umso erfreulicher ist es, wenn es im Winter so schön kalt wird und die Spätburgundertrauben so vital wie selten am Stock hingen.“

Das Weingut Bernhard Ellwanger aus Großheppach teilt mit: „Noch laufen die Pressen, aber der hochkonzentrierte Saft hat ein feines und klares Aroma, und die ersten Messungen liegen bei über 150 Grad Oechsle. Wir sind sehr froh, dass dieses Jahr die Eiswein-Lese schon zu Anfang des Winters geglückt ist und wir sehr gesunde Trauben als Grundlage für unseren Eiswein keltern durften.“

Gute Nachrichten sendet auch das Öko-Weingut Schmalzried aus Korb in die Redaktion: „Nachdem die Trauben gefroren in der Weinkelter verarbeitet wurden, zeigte das Refraktometer über 200 Grad Oechsle.“

„Frühes Aufstehen, Eiswein lesen und anschließend gemeinsames Frühstücken – das war ein traumhafter Start in den Tag“, freute sich Jochen Beurer vom Weingut Beurer in Kernen-Stetten. Und das Weingut Jürgen Ellwanger: „Vom kalten Winterbacher Hungerberg kommen 150 Liter Kerner Eiswein mit 180 Grad Oechsle.“

„Wir haben heute Morgen in der Lage Gips Riesling bei minus 10,5 Grad gelesen. Im Durchschnitt 172 Grad Oechsle“, schreibt das Fellbacher Weingut Aldinger.

Und Achim Stilz vom Weingut im Hagenbüchle (Weinstadt-Schnait) berichtet, dass die Trauben der pilzwiderstandsfähigen Rebsorte Johanniter 144 Grad Oechsle auf die Oechsle-Waage brachten - „das könnte den ersten Johanniter-Eiswein überhaupt geben!“

Oechsle: Eine Kurz-Erklärung

Grad Oechsle ist eine Maßeinheit für das Mostgewicht des Traubenmostes, also des unvergorenen Traubensaftes - und dieses Mostgewicht wiederum gibt Aufschluss über den Anteil der gelösten Stoffe - vor allem Zucker - im Traubenmost. Ein hoher Oechsle-Grad gilt als wichtiges Qualitätskriterium von Wein. Üblicherweise liegt das Mostgewicht eines mittleren Jahrgangs in Deutschland zwischen 70 und 80 Grad Oechsle.

Im Remstal ist die Eiswein-Lese geglückt: Die Wengerter schwärmen von hohen Oechsle-Graden. Der Mut, die Trauben lang am Stock hängen zu lassen, hat sich gelohnt (wie übrigens auch schon im Vorjahr).

Eiswein wird aus gefrorenen Trauben hergestellt. Die Trauben werden bis in den Winter am Rebstock belassen, wodurch zwar der Ertrag sinkt, aber hochwertige, recht dickflüssige, natursüße Weine erzeugt werden können.

Trauben "so vital wie selten am Stock"

„In diesem Jahr

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