Rems-Murr-Kreis

Erste-Hilfe-Kurse trotz Corona: Ein neues Hygienekonzept sorgt für maximale Sicherheit

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Symbolfoto. © Gabriel Habermann

„Es ist ein gutes Gefühl, im Ernstfall zu wissen, wie man Menschen in Not helfen kann. Auch nach einem Kurs mit Maske und Mindestabstand werden alle Teilnehmer in Zukunft gezielt Erste Hilfe leisten können“, so DRK-Kreisgeschäftsführer Sven Knödler. Nach einem erfolgreichen Testlauf in dieser Woche startet das Rote Kreuz im Rems-Murr-Kreis im Juni wieder mit seinem bewährten Ausbildungsangebot, das coronabedingt aussetzen musste. Interessierte können sich für Erste-Hilfe-Kurse beim DRK-Kreisverband Rems-Murr e. V. und bei DRK-Ortsvereinen anmelden.

Coronabedingt finden die Kurse entsprechend den geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen in etwas abgewandelter Form statt. Viele Stunden saßen die Verantwortlichen für die Erste-Hilfe-Ausbildung mit den Desinfektoren des Kreisverbandes zusammen, um ein sicheres und gleichzeitig lehrreiches Ausbildungsangebot auf die Beine zu stellen. Daraus entstand ein individuelles Hygienekonzept für die Breitenausbildung. „In den Zeiten der Covid-19-Pandemie ist uns der Schutz der Kursteilnehmer besonders wichtig“, betont Sven Knödler.

Die maximale Teilnehmeranzahl wurde verringert, Desinfektion wird noch größer geschrieben als üblich, und die Übungen wurden angepasst. Es wird weniger am Menschen und mehr an Puppen gearbeitet und mehr vorgeführt. Da nicht alle Handgriffe trainiert werden können, maximal sollen zwei Personen beteiligt sein, wird es häufiger Fallbeispiele geben. Wo früher mehrere Personen zusammengearbeitet haben, Reanimation und Einsatz des Defibrillators, wird nun an mehreren Übungspuppen oder nacheinander gearbeitet.

Die Gruppe wird häufiger getrennt, um in kleinen Teams bei großen Abständen effektiver arbeiten zu können. „Wir wollen trotz Corona abwechslungsreich arbeiten“, versprechen die Ausbilder. „Uns ist wichtig, dass die Leute bei der Sache bleiben. Das tun sie nur, wenn der Kurs interessant gestaltet wird.“ Es wird also coronabedingt keinen Frontalunterricht geben. Das hat sich bei einem Test unter der Woche ausgezahlt. Die Teilnehmer waren zufrieden und fühlten sich im Anschluss imstande, im Ernstfall helfen zu können, da Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht nur theoretisch vermittelt wurden.

Was gilt es noch zu beachten?

Wer Krankheitssymptome aufweist, darf nicht am Kurs teilnehmen. Die Ausbildung in Erster Hilfe ist zum Schutz aller Beteiligten nur mit einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung gestattet, sowohl in den Räumlichkeiten des DRK-Kreisverbandes Rems-Murr e. V. als auch der Ortsvereine. Einmal-Handschuhe werden für die Übungen zur Verfügung gestellt. Die vorgeschriebenen Abstandsregelungen von 1,5 Metern gilt es einzuhalten. Dies ist im großen DRK-Lehrsaal kein Problem. Bei den Ortsvereinen kann es aufgrund begrenzter Räumlichkeiten dazu kommen, dass die Teilnehmerzahl reduziert werden muss. Vor und nach dem Betreten des Lehrgangsraumes und nach Übungen ist das Waschen und Desinfizieren der Hände sowie von Übungsmaterial Pflicht.

„Ein generell umsichtiges sowie rücksichtsvolles Verhalten ist in diesem Zusammenhang unser oberstes Gebot“, betont der DRK-Kreisgeschäftsführer und verweist auf die Husten-Nies-Etikette sowie auf die richtige Händehygiene. Für die umfangreiche Desinfektion der Kursmaterialien sorgt das DRK. Der Kreisverband ist dazu verpflichtet, die Kontaktdaten der Teilnehmer in einer separaten Liste zu erfassen. Diese Liste dient bei einer entsprechenden Infektion zum Nachvollzug der Kontaktkette und daher zur Sicherheit der Kursteilnehmer.

Die Anpassung des Ausbildungsprogramms an die Corona-Krise bedeutet für das DRK einen erheblichen organisatorischen und materiellen Mehraufwand. Doch das machen die DRKler gern. „Wir bemühen uns, Ihnen unsere gewohnte Qualität an Ausbildung bieten zu können“, so Sven Knödler.

Info

Näheres zu den Kursen sowie eine Online-Anmeldemöglichkeit gibt es auf www.drk-rems-murr.de/erste-hilfe. Informationen gibt auch das Team der Ausbildung, Telefon 0 71 51/20 02-67 oder per E-Mail an ausbildung@drk-rems-murr.de. Das DRK trifft derzeit ebenfalls Vorkehrungen, um wieder Inhouse-Schulungen bei Kunden vor Ort anbieten zu können. Hierfür gilt es unter anderem, vorab die Räumlichkeiten zu prüfen. Interessenten können ebenfalls Kontakt zu unserer Ausbildungs-Abteilung aufnehmen, um Details zu besprechen.