Rems-Murr-Kreis

Es gibt Neuigkeiten, wie lange Friseure im Rems-Murr-Kreis noch offen haben dürfen

Friseur
Wider Erwarten durften Friseure im Rems-Murr-Kreis auch noch am Samstag (12.12.) Kundinnen und Kunden empfangen. Jetzt kommt aber eh der bundesweite Lockdown. © Büttner

Nun gibt's mit dem bundesweiten Lockdown bittere Gewissheit auch für die Friseure im Rems-Murr-Kreis. Sie dürfen nur noch maximal am Montag und Dienstag (14. und 15.12.) Kunden in ihren Salons empfangen und ihnen die Haare schneiden. Eigentlich war es ja schon überraschend gewesen, dass sie nicht schon am Samstag schließen mussten. In anderen Hotspot-Kreisen wie Mannheim, Pforzheim, Heilbronn oder Calw mussten die Salons längst zugemacht werden. So will es ja auch ein Landes-Erlass vom 4. Dezember für Hotspot-Kreise. Und der Rems-Murr-Kreis ist seit Freitag offiziell Hotspot-Kreis. 

Und die Friseure und ihre Kundinnen und Kunden von Fellbach bis Plüderhausen, von Murrhardt bis Kernen, hatten für Freitag die Anordnung von Schließungen denn auch erwartet, und zwar per Allgemeinverfügung der Landkreisverwaltung. Nicht nur beim Weinstädter Friseurmeister Oliver Scholz war diese Ankündigung auf Unverständnis gestoßen: „Dem für den Erlass zuständigen Sozialminister Manne Lucha ist Willkür zu unterstellen“, schimpfte Oliver Scholz, der Vorstandsmitglied der Friseur- und Kosmetik-Innung Rems-Murr ist, in dieser Zeitung. Die Innung bereite deshalb eine Klage dagegen vor, hieß es. Ob sie nun gegen den bundesweiten Lockdown klagen könnte und wird, bleibt abzuklären und abzuwarten.

Zur Erinnerung: Selbst der Vorschlag von Landrat Dr. Richard Sigel, er wolle sich beim Sozialministerium dafür einsetzen, dass zumindest Hausbesuche von Friseuren noch möglich bleiben sollten, lehnte Scholz ab, denn Hausbesuche erhöhten das Ansteckungsrisiko deutlich, wohingegen in den Friseursalons landauf, landab viel in Desinfektion und Hygiene investiert worden sei und auch penibel darauf geachtet werde.

Nun hat der Rems-Murr-Kreis aber am Freitag gar keine Allgemeinverfügung mit enthaltener Anordnung von Friseurschließungen verfügt. Der Grund: Ministerpräsident Kretschmann hat angekündigt, dass man unter anderem darüber mit der Bundeskanzlerin am Sonntag, 13. Dezember, noch beraten müsse. Landrats Sigel am Freitag dazu: „Wir möchten möglichst nicht mit zusätzlichen Regelungen für Verwirrung sorgen, die dann womöglich kommende Woche schon wieder obsolet gewordne sind, weil das Land etwas anderes entscheidet.“ Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass noch am Sonntag oder am Montag das Land dann landweit die Schließung der Friseure anordne, so Sigel. „Und dann gibt’s keine Ausnahmen mehr, wie die von mir vorgeschlagenen Hausbesuche. Die Idee hatte ich übrigens von meinem Friseur, und der hat sie von der Heilbronner Innung“, sagte der Landrat. Aber: Einheitliche Regelung seien auf jeden Fall besser, weil sonst könnten ja die Leute einfach in Nachbarkreisen zum Friseur gehen. „Das wäre ja kontraproduktiv.“ Die Baden-Württemberg-Karte der Corona-Inzidenzen über 200 werde schließlich Tag für Tag roter, so Sigel.

Tatsächlich: Am Sonntag beschlossen Bund und Länder den bundesweiten Komplett-Lockdown ab Mittwoch. Betroffen davon sind auch die Friseure.

    Nun gibt's mit dem bundesweiten Lockdown bittere Gewissheit auch für die Friseure im Rems-Murr-Kreis. Sie dürfen nur noch maximal am Montag und Dienstag (14. und 15.12.) Kunden in ihren Salons empfangen und ihnen die Haare schneiden. Eigentlich war es ja schon überraschend gewesen, dass sie nicht schon am Samstag schließen mussten. In anderen Hotspot-Kreisen wie Mannheim, Pforzheim, Heilbronn oder Calw mussten die Salons längst zugemacht werden. So will es ja auch ein Landes-Erlass vom 4.

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