Rems-Murr-Kreis

Es wird an Ostern verstärkte Kontrollen geben

Eindrücke
Die Polizei wacht über die Einhaltung der Beschränkungen. In der vergangenen Woche hatte es Hunderte von Kontrollen gegeben – und zahlreiche Anzeigen © ZVW/Alexandra Palmizi

Rems-Murr-Kreis.
Das vergangene Wochenende war für die Ordnungshüter so etwas wie eine Generalprobe für die ebenso sonnig-warm erwarteten Osterfeiertage. Polizei und Kommunalverwaltungen rechnen mit einem Besucherandrang trotz der Coronavirus-Verordnung und treffen Vorbereitungen.

Auf dem Welzheimer Wald

„Ich gehe davon aus, dass wir mit einem Mehraufkommen an Besuchern rechnen müssen, nicht nur mit Menschen aus unserer Raumschaft, sondern auch Mitbürgern aus dem Großraum Stuttgart“, sagt Klaus Hinderer, stellvertretender Bürgermeister in Alfdorf. Es habe sich aber auch schon gezeigt, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung vernünftig ist und bei direkten Begegnungen auf Wald- und Flurwegen nicht die Nähe sucht, sondern eher ausweicht.

„An den Hotspots, den Seen und Grillplätzen werde ich die Gemeinderäte bitten, im Rahmen ihrer Ausflüge, ein wachsames Auge zu haben“, sagt Hinderer. Mit freundlichen Hinweisen erreiche man aber mehr als mit erhobenem Zeigefinger oder gar einer saftigen Schelte. „Was ich auf jeden Fall nicht will, ist, dass die Menschen sich gegenseitig denunzieren.“

Ein weitestgehend sehr verantwortliches Verhalten der Leute hat auch der Welzheimer Bürgermeister Thomas Bernlöhr beobachtet. In Erwartung größerer Menschenansammlungen hatte die Landespolizei bereits vergangenes Wochenende schwerpunktmäßig Aichstrutsee und Ebnisee mit berittener Polizei bestreift, aber auch Spielplätze und andere Anziehungspunkte wurden kontrolliert. „Es wird Abstand gehalten und das Schwätzle muss leider ausfallen“, so Bernlöhr. Man sei auf Ostern vorbereitet: „Ortspolizeibehörde und gemeindlicher Vollzugsdienst sind personell mit eingewiesenen Kräften verstärkt, die im Bedarfsfall sofort tätig werden können.“

Die Kaisersbacher Bürgermeisterin Katja Müller hebt lobend hervor: „Es konzentriert sich nicht alles auf einen Anziehungspunkt, sondern es werden Wege begangen, die vielleicht nicht so bekannt sind.“ Schließlich gebe es rund 100 Kilometer Wander- und Spazierwege allein rund um Kaisersbach. „Es muss also nicht immer der Ebnisee oder das Gauchhauser Tal sein.“

Im Raum Waiblingen

In Waiblingen werde der städtische Vollzugsdienst in voller Besetzung über Ostern im Einsatz sein, sagt Karin Redmann von der Stadtverwaltung. „Über Ostern wird es zusätzlich Streifen der Polizei und des Ordnungsdienstes geben. Ein Hauptaugenmerk wird auf den Parkanlagen und Freizeiteinrichtungen liegen, aber auch in der Innenstadt und im gesamten Stadtgebiet wird kontrolliert.“

In Kernen haben sich nach den bisherigen Erfahrungen sowie auch durch Hinweise aus der Bevölkerung für die Osterfeiertage einige Schwerpunkte abgezeichnet, die entsprechend häufiger kontrolliert werden, so Gemeinde-Sprecherin Susanne Herrmann. „Dies umfasst die Aussichtspunkte, beispielsweise die Yburg, den Harthau und den Dichterblick, aber auch das Blaue Loch sowie Sportanlagen und Bushaltestellen. Die Kollegen des Vollzugsdienstes werden wechselnd im Einsatz sein und die Kollegen der Polizei Fellbach beziehen das Gemeindegebiet in die Streifenfahrten mit ein.“

Auch auf Weinstädter Gemarkung wird über die Osterfeiertage der Gemeindevollzugsdienst in enger Zusammenarbeit mit der Polizei kontrollieren. „Zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie an allen öffentlichen Plätzen ist verstärkt mit Kontrollen zu rechnen“, sagt Claudia Leihenseder von der Stadtverwaltung Weinstadt.

Ein beliebter Treffpunkt bei schönem Osterwetter ist mit Sicherheit der Kleinheppacher Kopf. Ortvorsteher Gerhard Liebhard hat diesem Bereich jedoch ständig ein Auge. „Sollte es zu Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen kommen, werden diese sofort an die Polizeidienststelle gemeldet.“ Bürgermeister Jochen Müller appelliert an die Korber Bürgerschaft, auch über die Osterfeiertage zu Hause zu bleiben und bei einem Spaziergang den Sicherheitsabstand einzuhalten.

In Winnenden

In Winnenden werden die städtischen Vollzugsbeamten am Samstag viel unterwegs sein und sich vor allem den Wochenmarkt anschauen. Die Stadt hat an die Händler appelliert, Mundschutz zu tragen, und erhofft sich, dass Kunden darauf reagieren, auf kleine oder größere Schwätzle verzichten und alle Abstandsregeln einhalten. Hotspots sind vor der katholischen Kirche, vor dem Bürger Bädle und in den Weinbergen. Am Karfreitag und an den Osterfeiertagen wird die Polizei ohne den städtischen Vollzugsdienst kontrollieren, wie Ordnungsamtsleiterin Beatrice Hertel mitteilte.

Im Raum Schorndorf

„Wir hoffen, dass kein Ansturm stattfindet“, erklärt Schordorfs Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich. Wie in den vergangenen Tagen will die Stadt bestimmte Schwerpunkte in den Blick nehmen, so die Schorndorfer Grünflächen und die Fußgängerzone. Außerdem kündigte Hemmerich Kontrollen in den Ortsteilen der Stadt, etwa auf Spiel- und Sportplätzen, an.

Der Plüderhäuser Badesee ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das Aufenthaltsverbot werde von der Seeaufsicht Martin Dannenhauer und der Polizei überwacht. Dies sei schon in den vergangenen Wochen so gewesen. „Eine sehr schwierige Situation“, wie Schaffer, der bei einer dieser Räumaktionen bereits persönlich dabei war, weiß. „Das ist nicht einfach und man hat selbst Zweifel, ob das richtig ist.“

In Urbach werden schwerpunktmäßig die öffentlichen Plätze, Tankstellen und bekannte informelle Treffpunkte kontrolliert, so Achim Grockenberger vom Ordnungsamt. In Rudersberg werden über die Feiertage ebenso der Gemeindevollzugsdienst und die Polizei Kontrollen durchführen, bestätigt Bürgermeister Raimon Ahrens.

Rems-Murr-Kreis.
Das vergangene Wochenende war für die Ordnungshüter so etwas wie eine Generalprobe für die ebenso sonnig-warm erwarteten Osterfeiertage. Polizei und Kommunalverwaltungen rechnen mit einem Besucherandrang trotz der Coronavirus-Verordnung und treffen Vorbereitungen.

Auf dem Welzheimer Wald

„Ich gehe davon aus, dass wir mit einem Mehraufkommen an Besuchern rechnen müssen, nicht nur mit Menschen aus

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