Rems-Murr-Kreis

Eurofighter-Übungen über dem Kreis verunsichern Bewohner

eurofight Bundeswehr
Betankung von Eurofightern in der Luft. © Pixabay

Die Flugübung von acht Eurofightern und einem Tankflugzeug der Luftwaffe am Donnerstagvormittag über dem Rems-Murr-Kreis sorgte für viel Neugierde – und Aufregung. Ja, dürfen die denn das über einem stark bewohnten Gebiet wie dem Remstal, fragte sich eine besorgte Leserin, die die Manöver der Militärjets stundenlang von ihrem Küchenfenster in Winnenden-Birkmannsweiler beobachtete. Was, fragte sie sich, wenn sich die Eurofighter berühren und abstürzen oder die Betankung, die sie übten, schiefgeht und Kerosin über dem Remstal niederregnet?

Das Luftfahrtamt der Bundeswehr schreibt auf Anfrage unserer Zeitung: „Grundsätzlich ist über dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland militärischer Flugbetrieb zulässig.“ Also auch über dem Remstal und dem Schwäbischen Wald. Für den militärischen Flugbetrieb gelte bereits ein sehr hohes Sicherheitsniveau, erklärt die Sprecherin des Luftfahrtamtes weiter. Dieses werde zudem kontinuierlich überprüft und wenn nötig verbessert, um stets die größtmögliche Sicherheit für das militärische Personal und die Bevölkerung zu gewährleisten.

Im Sommer 2019 waren in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter abgestürzt und zwei Soldaten gestorben. Inzwischen hat die Bundeswehr die Unfalluntersuchung offenbar abgeschlossen. Die Abteilung General Flugsicherheit geht als Absturzursache von einem Fehler des 27-jährigen Piloten aus, der sich noch in der Flugausbildung befand. Es war der erste Absturz eines deutschen Eurofighters. Im Vergleich zu den Vorgängern Starfighter und Tornado gilt der Eurofighter als verhältnismäßig sicher. Seit der Einführung 2004 hat es laut Luftwaffe keinen vergleichbaren Unfall gegeben. Mitte der 60er Jahre hatte eine hohe Absturzquote zu der „Starfighter-Krise“ geführt. Von 917 Starfightern stürzten bis zum Ende ihrer Dienstzeit bei der Bundeswehr im Oktober 1987 nach offiziellen Angaben 269 ab. Und mittlerweile verunglückten auch mehr als 40 Tornados - „jedes Jahr einer“, wird in einer Zeitung ein Pilot zitiert.



Wie berichtet, waren am Donnerstag zwischen 9  und 11 Uhr insgesamt acht Eurofighter und ein Tankflugzeug (A 310) über dem Rems-Murr-Kreis unterwegs, teilte das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Anfrage mit. Es habe sich um einen Routineübungsflugbetrieb gehandelt. Geübt wurde Air-to-Air-Refueling, also die Luftbetankung. „Diese ermöglicht es bei Luftoperationen, die Flugzeit zu erhöhen, ohne dass der Pilot dafür landen muss und dadurch wertvolle Zeit verliert.“

Die Flugübung von acht Eurofightern und einem Tankflugzeug der Luftwaffe am Donnerstagvormittag über dem Rems-Murr-Kreis sorgte für viel Neugierde – und Aufregung. Ja, dürfen die denn das über einem stark bewohnten Gebiet wie dem Remstal, fragte sich eine besorgte Leserin, die die Manöver der Militärjets stundenlang von ihrem Küchenfenster in Winnenden-Birkmannsweiler beobachtete. Was, fragte sie sich, wenn sich die Eurofighter berühren und abstürzen oder die Betankung, die sie übten,

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