Rems-Murr-Kreis

Falls Merz gewinnt: Christina Stumpp soll stellvertretende CDU-Generalsekretärin werden

Christina Stumpp CDU
Christina Stumpp steht eine beispiellos steile Karriere bevor, sollte Friedrich Merz CDU-Vorsitzender werden. © Benjamin Büttner

Die Waiblinger CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp soll, sofern Friedrich Merz CDU-Vorsitzender wird, stellvertretende Generalsekretärin werden. Merz würde dieses Amt, das es in der CSU schon lange gibt, gern neu schaffen. Das gab Friedrich Merz am Dienstagnachmittag bekannt.

Merz, der bereits zweimal bei einer Wahl für den CDU-Vorsitz gescheitert ist, versucht es nun erneut und will mit einem Team antreten, dem völlig überraschend auch Christina Stumpp angehören soll – die auf Bundesebene bisher kaum jemand kennt und die erst vor kurzem ganz neu in den Bundestag eingezogen ist. Die 34-Jährige hat bei der Bundestagswahl im September im Wahlkreis Waiblingen das Direktmandat für die CDU geholt und damit die Nachfolge von Joachim Pfeiffer angetreten, der fast 20 Jahre lang den Wahlkreis Waiblingen in Berlin vertreten hatte.

Vor ein paar Tagen sei Friedrich Merz auf sie zugekommen und habe sie gefragt, ob sie die Aufgabe übernehmen und seinem Team angehören wolle, berichtete Christina Stumpp am Dienstagabend am Telefon. Ihr blieben nur wenige Stunden Bedenkzeit, sie sprach sich mit der Familie ab – und sagte zu. Als junge Mutter aus dem Südwesten und aus der Kommunal- und Landespolitik kommend passe sie in Merz' Team, hieß es: „Damit habe ich echt nicht gerechnet.“

Für Stumpp war die Nominierung von Merz als Vize-Generalsekretärin ein Geburtstagsgeschenk: Sie wurde am Dienstag 34 Jahre alt.

Generalsekretär soll der Berliner Mario Czaja werden. Stumpp wuchs auf dem Bauernhof der Eltern auf, absolvierte eine Ausbildung als Verwaltungswirtin. Nach Stationen in der Stadtverwaltung Waiblingen sowie Landesministerien war sie bis zu ihrem Einzug in den Bundestag persönliche Referentin von Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU). Sie ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn.

 In der CDU ist sie seit 2003. Politisch hat sie sich bisher vor allem in der Kommunalpolitik engagiert - das soll auch ihr Markenzeichen in ihrer möglichen neuen Rolle sein. «Wo drückt der Schuh?», müsse die Partei fragen, sagte Stumpp: «Erneuerung geht für mich von unten nach oben.» Die CDU müsse jünger, moderner und weiblicher werden. Eine Frauenquote sieht sie skeptisch.

 Stumpp stammt aus dem zweitgrößten CDU-Landesverband, in dem es noch immer einen großen Merz-Fanclub gibt.

Die Waiblinger CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Stumpp soll, sofern Friedrich Merz CDU-Vorsitzender wird, stellvertretende Generalsekretärin werden. Merz würde dieses Amt, das es in der CSU schon lange gibt, gern neu schaffen. Das gab Friedrich Merz am Dienstagnachmittag bekannt.

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Merz, der bereits zweimal bei einer Wahl für den CDU-Vorsitz gescheitert ist, versucht es nun erneut und will mit einem Team antreten, dem völlig überraschend auch Christina Stumpp angehören soll

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