Rems-Murr-Kreis

Ferien-Freizeiten: Wer braucht Hilfe? - Digitaler Kindergipfel am Donnerstag, 17. Juni

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Symbolbild. © pixabay

Kinder und Jugendliche mussten angesichts der Pandemie immer wieder ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen und haben große Solidarität bewiesen. Jetzt ist es aus Sicht des Jugendamtes an der Zeit, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen wieder verstärkt in den Blick genommen werden. Dazu gehört auch die Aussicht auf eine Ferienfreizeit, die Teilnahme an einem Zeltlager oder einem Ferienprogramm. Deshalb hatte sich der Rems-Murr-Kreis um ein Modellprojekt des Landes beworben, bei dem es um Ferienfreizeiten ging – aber keinen Zuschlag erhalten.

Nun aber lädt das Jugendamt alle Vereine, Verbände und freien Träger zu einem digitalen Kindergipfel ein, der bereits vor der Bewerbung als Modellvorhaben in Planung war. Im Zuge der digitalen Veranstaltung am Donnerstag, 17. Juni, 18.30 Uhr (Zoom), soll geklärt werden, was aktuell möglich ist und wie das Jugendamt die Organisatoren von Freizeiten unterstützen kann.

Einer Mitteilung des Landratsamts zufolge hat das Sozialministerium in Aussicht gestellt, dass Kinder- und Jugendfreizeiten in den Sommerferien möglich sind. Daran möchte das Jugendamt mit dem ersten Kindergipfel rund um das Thema Ferienfreizeiten trotz Pandemie anknüpfen: Wie können Freizeiten möglichst sicher organisiert werden? Die Unterstützung der ehrenamtlichen Organisatoren ist laut der Mitteilung „das oberste Ziel“.

Landkreis stellt Geld zur Verfügung

„Wir hatten die jüngsten Bürgerinnen und Bürger immer fest im Blick, das Jugendamt immer auch die Jüngeren. Dazu gehört auch ein möglichst normaler Schulstart nach den Sommerferien. Zu oft wurde in der Pandemie versäumt, gerade mit Blick auf Kinder und Jugendliche frühzeitig zu planen und Strategien zu entwickeln“, wird Landrat Dr. Richard Sigel in der Mitteilung zitiert: „Als Vater ist mir bewusst, dass wir von Kindern und Jugendlichen zwischen Home-Schooling und Kontaktbeschränkungen viel abverlangt haben. Deshalb müssen wir jetzt die Weichen stellen, damit zumindest in den Sommerferien wieder Freiräume möglich sind. Dafür setzen wir uns mit dem Jugendgipfel ein.“ Der Landkreis stelle auch dieses Jahr wieder rund 225.000 Euro für die Unterstützung von Freizeiten zur Verfügung.

Die Organisation des digitalen Jugendgipfels verantwortet Birte Brinkmann, stellvertretende Leiterin des Kreisjugendamts. „Uns ist es wichtig, mit den Vereinen, Verbänden und freien Trägern ins Gespräch zu kommen, um Themen und Bedarfe abzufragen. Das Ziel muss sein: Wir brauchen Freizeitangebote im Sommer. Schließlich wurden die Kinder und Jugendlichen zu lange nur auf die Schule und die Familie reduziert - und auch die Eltern brauchen diese Entlastung“, betont Brinkmann.

Kindergipfel

Der digitale Kindergipfel findet am Donnerstag, 17. Juni, ab 18.30 Uhr via Zoom statt. Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Verbänden und freien Trägern können sich noch bis zum 16. Juni anmelden: bei Frau Koutalakis unter e.koutalakis@rems-murr-kreis.de. Nach der Anmeldung erhalten Teilnehmende den Link zur Video-Konferenz.

Es sprechen Vertreter der Kinderärzte im Rems-Murr-Kreis, zudem gibt es Informationen über Testmöglichkeiten und einen Überblick über die aktuellen Regelungen. Die Teilnehmenden können in Kleingruppen ins Gespräch kommen und ihre Bedarfe benennen.