Rems-Murr-Kreis

Gökay Sofuoglu (Fellbach), Türkische Gemeinde: „Ferda Ataman die richtige Wahl“

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Gökay Sofuoglu aus Fellbach, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. © Benjamin Büttner

Mit einem Ausrufezeichen versieht die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) die Überschrift ihrer aktuellen Pressemitteilung: „Ferda Ataman ist die richtige Wahl als Unabhängige Beauftragte für Antidiskriminierung!“ Der TGD-Vorsitzende Gökay Sofuoglu aus Fellbach freut sich, dass die „Diffamierungskampagne“ gegen Ataman nicht gegriffen habe.

Debatte um Ferda Ataman "stark unsachlich"

Aslihan Yesilkaya, die mit Sofuoglu die Doppelspitze der TGD bildet, begrüßt es, dass „die stark unsachliche und diffamierende Debatte die allermeisten Abgeordneten nicht davon abhalten konnte, die richtige Wahl zu treffen“.

Und Gökay Sofuoglu betont: Ataman „war schon immer eine starke Stimme für Antidiskriminierung, und in ihrer neuen Rolle als Unabhängige Beauftragte wird diese Stimme hoffentlich noch lauter. Das Amt war vier lange Jahre nicht besetzt, es ist viel zu tun.“

Ferda Ataman war vor der Wahl in einen regelrechten Shitstorm geraten. Besonders wurde ihr vorgeworfen, dass sie in einem Artikel für den Spiegel behauptet habe, es sei okay, Deutsche als „Kartoffeln“ zu bezeichnen. Wer den Test liest, kann allerdings nur zum Ergebnis kommen, dass es sich dabei um einen Fall von absichtsvollem Missverstehen handelt.

Ferda Ataman und die Kartoffel

Ataman wies in dem zum Nachdenken eigener Haltungen ermunternden Beitrag darauf hin, dass die Empörung, wenn auf dem Schulhof Begriffe wie „deutsche Kartoffel“ fallen, Ausdruck von Doppelmoral sei.

Es sei auffällig, dass sich über das Wort „Kartoffel“ oft genau diejenigen aufregen, die sonst gerne über politische Korrektheit spotten und klagen, dass man ja nichts mehr sagen dürfe, ohne dass gleich die „Moralkeule“ geschwungen werde.

Ataman ironisch: „Sollte eines Tages endlich die ,Zigeunersoße' aus den Regalen verschwinden und ein Kartoffeldeutschendip reinkommen, können wir darüber nachdenken, ob wir lieber alle auf Zuschreibungen verzichten.“ (Nachzulesen hier.)

Wer ist die "Türkische Gemeinde in Deutschland"?

Die Türkische Gemeinde in Deutschland versteht sich als pluralistisch, ist nicht religiös dominiert, beeindruckte in der Vergangenheit durch mutige Kritik am türkischen Präsidenten Erdogan, setzt sich für Minderheitenrechte ein, auch für die von homosexuellen Menschen, und gilt als starke Stimme gegen Antisemitismus.

Mit einem Ausrufezeichen versieht die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) die Überschrift ihrer aktuellen Pressemitteilung: „Ferda Ataman ist die richtige Wahl als Unabhängige Beauftragte für Antidiskriminierung!“ Der TGD-Vorsitzende Gökay Sofuoglu aus Fellbach freut sich, dass die „Diffamierungskampagne“ gegen Ataman nicht gegriffen habe.

Debatte um Ferda Ataman "stark unsachlich"

Aslihan Yesilkaya, die mit Sofuoglu die Doppelspitze der TGD bildet, begrüßt es, dass „die

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