Rems-Murr-Kreis

Gefährliche britische Coronavirus-Mutation: Erste Fälle im Rems-Murr-Kreis bestätigt

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Das Rems-Murr-Klinikum in Winnenden. © ZVW/Gabriel Habermann

Im Rems-Murr-Kreis sind erste Fälle der britischen Coronavirus-Variante bestätigt worden. Wie unsere Redaktion aus dem Landratsamt erfuhr, liegt aktuell ein Patient auf der Intensivstation des Rems-Murr-Klinikums Winnenden, bei dem die mutierte Form des Virus nachgewiesen wurde.

Zudem seien zwei ältere Fälle vom 28. Januar in Fellbach erst jetzt vom Landesgesundheitsamt sequenziert worden. Auch hier konnte die britische Mutante B.1.1.7.  laut Landratsamt nachgewiesen werden. Weitere Informationen will die Behörde voraussichtlich im Laufe des Wochenendes veröffentlichen.

Erste Fälle der Coronavirus-Mutation aus Großbritannien waren in Baden-Württemberg im Dezember bekannt geworden. Seit Februar werden alle positiven Proben des Coronavirus vom Landesgesundheitsamt sequenziert, um die Verbreitung der Virus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika zu überwachen.

"Auf keinen Fall unterschätzen"

"Ich halte die neuen Virusvarianten für ein großes Risiko, das man auf keinen Fall unterschätzen sollte“, sagte Dr. Jens A. Steinat, Pandemiebeauftragter des Rems-Murr-Kreises, gegenüber unserer Zeitung.

Aktuelle Untersuchungen aus Großbritannien belegten, dass die Todesfälle durch die Verbreitung der Variante B.1.1.7. deutlich gestiegen seien, etwa von zehn auf 13 bis 16 je 1000 Infizierten, so Steinat.