Rems-Murr-Kreis

Immer mehr Corona-Mutationen auch im Rems-Murr-Kreis

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Alle Zahlen bilden nur verzerrt die Realität der Verbreitung der Coronavirus-Varianten ab. Erst seit Monatsbeginn des Februars wird konsequenter auf Varianten untersucht. © Pixabay

Die Coronavirus-Varianten greifen immer weiter um sich. Von der letzten Februarwoche (KW 8) bis zu ersten Märzwoche (KW 9) ist ihr Anteil an den Infektionen in Baden-Württemberg von 48 auf nunmehr 59 Prozent gestiegen, teilt das Landesgesundheitsamt (LGA) mit. Vor allem die britische Variante ist auf dem Vormarsch. Auch im Rems-Murr-Kreis.

Seit Ende Dezember wurden dem LGA bislang (Stand: 10. März) 8810 Fälle mit Sars-CoV-2-Virusvarianten aus allen 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs übermittelt. Bei 7635 Fällen liegen Informationen zum Variantentyp vor, hierunter 7346 Fälle der britischen, 269 Fälle der südafrikanischen und 18 Fälle der brasilianischen Variante.

Die entdeckten Ansteckungen mit Coronavirusvarianten im Rems-Murr-Kreis und ihr Anteil an Neuinfektionen in kumulativer Gesamtsicht:

  • 6. bis 26. Februar: 505 Infektionen, davon mit Virusvarianten 120 (23,8 %).
  • 6. Februar bis 4. März: 670 Infektionen, davon 187 mit Varianten (27,9 %).
  • 6. Februar bis 10. März: 825 Infektionen, davon 272 mit Varianten (32,9 %).*

Wenn man die einzelnen Zeitabschnitte gesondert betrachtet, ergibt sich jedoch mittlerweile ein Verbreitungsbild im Rems-Murr-Kreis nahe der landesweiten Zahlen:

  • 6. bis 26. Februar: 505 Infektionen, davon 120 mit Varianten (23,8 %)
  • 27. Februar bis 4. März: 165 Infektionen, davon 67 mit Varianten (40,6 %).
  • 5. bis 10. März: 155 Infektionen, davon 88 mit Varianten (56,8 %).

„Bei der mittlerweile auf 272 gestiegenen Gesamtzahl handelt es sich unseres Wissens nach ausschließlich um die britische Variante“, sagt Martina Keck, Sprecherin des Landratsamtes. „Eine gewisse Unschärfe gibt es aber weiterhin. Wir wissen nach wie vor nicht genau, ob wie vom Land versprochen, wirklich alle positiven Proben sequenziert werden“, so Keck.

Außerdem: All diese Zahlen, auch die landesweiten, bilden nur verzerrt die Realität ab, erst seit Monatsbeginn des Februars wird konsequenter auf Varianten untersucht. Wenigstens sind die für schwere Krankheitsverläufe besonders anfälligen älteren Bevölkerungsgruppen landesweit noch unterdurchschnittlich betroffen:

  • Alter 0 bis 9: 647 Fälle
  • Alter 10 bis 19: 896 Fälle
  • Alter 20 bis 29: 1327 Fälle
  • Alter 30 bis 39: 1490 Fälle
  • Alter 40 bis 49: 1438 Fälle
  • Alter 50 bis 59: 1572 Fälle
  • Alter 60 bis 69: 768 Fälle
  • Alter 70 bis 79: 335 Fälle
  • Alter 80 bis 89: 261 Fälle
  • Alter 90+: 75 Fälle

Insgesamt 667 Corona-Ausbrüche in Einrichtungen mit 2908 Virusvarianten-Fällen sind dem LGA seit Ende Dezember gemeldet worden, hierunter:

  • 22 Ausbrüche in Pflegeheimen mit 132 Virusvarianten-Fällen,
  • zehn Ausbrüche in Schulen mit insgesamt 82 Virusvarianten-Fällen und
  • 31 Ausbrüche in Kindertagesstätten mit insgesamt 222 Virusvarianten-Fällen.


* Berichtigung: In einer älteren Version dieses Artikels hatten wir aufgrund eines Rechenfehlers viel zu hohe Zahlen der Neuinfektionen angegeben und waren deshalb auf viel niedrigere Prozentzahlen gekommen. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen. (Aktualisierung: 11.3.2021, 12.42 Uhr)

Die Coronavirus-Varianten greifen immer weiter um sich. Von der letzten Februarwoche (KW 8) bis zu ersten Märzwoche (KW 9) ist ihr Anteil an den Infektionen in Baden-Württemberg von 48 auf nunmehr 59 Prozent gestiegen, teilt das Landesgesundheitsamt (LGA) mit. Vor allem die britische Variante ist auf dem Vormarsch. Auch im Rems-Murr-Kreis.

Seit Ende Dezember wurden dem LGA bislang (Stand: 10. März) 8810 Fälle mit Sars-CoV-2-Virusvarianten aus allen 44 Stadt- und Landkreisen

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