Rems-Murr-Kreis

Immer noch fassungslos: Inhaberin der Bahnhof-Apotheke Waiblingen warnt vor dreister Betrugsmasche

kartenzahlung
Tipp der Polizei: Vor allem bei mobilen Kartenlesegeräten den Betrag immer genau kontrollieren. © pixabay

Auch Tage später ist Barbara Nogrady immer noch fassungslos. „Keiner aus dem Team konnte sich das vorstellen“, sagt sie über den Betrugsversuch, der sich in der Bahnhof-Apotheke Dr. Riethmüller in Waiblingen ereignet hatte. Bereits zum dritten Mal hatte eine Kundin versucht, günstig an Waren zu kommen. Nun möchte Nogrady andere Geschäftsinhaber sensibilisieren, besonders aufmerksam zu sein, und berichtet deshalb über den Vorfall.

„Eine Kundin manipulierte ihre Zahlung, indem sie den zu entrichtenden Betrag an unserem EC-Cash-Gerät von 100,90 Euro auf 0,01 Euro abänderte.“ Die Frau hatte die ursprüngliche Zahlung abgebrochen und dann den neuen, viel niedrigeren Betrag eingegeben. „Glücklicherweise war meine Mitarbeiterin sehr aufmerksam, das lange Tippen für das Eingeben der Geheimzahl erschien ihr verdächtig.“ Der Apotheke ist deshalb kein Schaden entstanden, weshalb Nogrady sich entschied, den Vorfall nicht bei der Polizei anzuzeigen.

Andere Geschäfte warnen

Dennoch möchte die Apothekerin nun die Inhaber und Mitarbeiter anderer Geschäfte warnen, vor allem kleinere, die wie die Bahnhof- Apotheke Dr. Riethmüller mit mobilen Kartenlesegeräten arbeiten, die nicht mit der Kasse verknüpft sind. An diesen mobilen Geräten muss der zu zahlende Betrag von Hand eingegeben werden. Relativ einfach kann dieser Vorgang abgebrochen und eine neue Zahl eingetippt werden. Eigentlich ist das sinnvoll, denn jedem kann schnell einmal ein Tippfehler unterlaufen, der auf diese Weise einfach und unkompliziert korrigiert werden kann. Aber die Möglichkeit birgt auch ein Risiko für Betrügereien. Barbara Nogrady vermutet, dass sich die Kundin mit dieser Art EC-Geräten auskannte, da sie schnell handelte und genau wusste, was zu tun war, um den Betrag zu verändern.

Ob sich dies theoretisch technisch verhindern lassen könnte, beispielsweise, indem sich derjenige, der den Vorgang abbricht und einen neuen Betrag eingibt, auf irgendeine Weise legitimieren muss, ließ sich nicht klären. Eine entsprechende Anfrage dieser Zeitung vom Donnerstag, 12. Januar, an den Hersteller der mobilen EC-Cash-Geräte, die von der Apotheke benutzt werden, blieb bisher unbeantwortet.

Bei EC-Zahlungen immer aufmerksam sein

Zunächst hilft also nur, besonders aufmerksam zu sein. Zwar sind beim für den Rems-Murr-Kreis zuständigen Polizeipräsidium Aalen keine gleich gelagerten Fälle bekannt. Dennoch empfiehlt der Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier bei Zahlungen mit EC-Karten immer, achtsam zu sein. „Gerade bei mobilen Geräten sollte man genau prüfen, ob Rechnungs- und Zahlungsbetrag übereinstimmen. Das gilt für Verkäufer, Mitarbeiter in Restaurants und Kunden gleichermaßen.“ Sollten die Beträge nicht identisch sein, könne man dann schnell intervenieren. Nicht immer müsse schließlich ein Betrugsversuch wie in der Waiblinger Apotheke dahinterstecken, auch ein simpler Tippfehler könne schnell passieren bei der händischen Eingabe des Zahlungsbetrags.

Auch Tage später ist Barbara Nogrady immer noch fassungslos. „Keiner aus dem Team konnte sich das vorstellen“, sagt sie über den Betrugsversuch, der sich in der Bahnhof-Apotheke Dr. Riethmüller in Waiblingen ereignet hatte. Bereits zum dritten Mal hatte eine Kundin versucht, günstig an Waren zu kommen. Nun möchte Nogrady andere Geschäftsinhaber sensibilisieren, besonders aufmerksam zu sein, und berichtet deshalb über den Vorfall.

„Eine Kundin manipulierte ihre Zahlung, indem sie den

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