Rems-Murr-Kreis

Immer wieder Vermisstensuchen im Rems-Murr-Kreis: Die Fälle im vergangenen Jahr

Polizeihubschrauber
Symbolfoto. © ZVW/Gabriel Habermann

Eine gute Nachricht: Die seit Mittwoch, 5. Januar, von der Polizei gesuchte 39-jährige Frau aus Winnenden ist wohlauf. Sie hat sich am Freitag selbst bei der Polizei gemeldet. Die Polizei hatte sie per Öffentlichkeitsfahndung gesucht, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Frau in einer hilflosen Lage befindet.

Hohe rechtliche Hürden

Zu den Hintergründen und Umständen ihres Verschwindens macht die Polizei keine Aussage. Auffällig war bei dieser Vermisstenmeldung jedoch, dass die Öffentlichkeit sehr schnell um Mithilfe gebeten wurde. Üblicherweise wird das bei Erwachsenen nicht so schnell gemacht. Die Öffentlichkeitsfahndung habe, so ein Polizeipressesprecher, recht hohe rechtliche Hürden und sei daher bei Vermisstenmeldungen ein erster sehr großer Schritt.

Bei der Polizei laufen jährlich sehr viele Vermisstenmeldungen ein. Im Jahr 2021 waren es zwischen 2500 und 3000 – allerdings bezogen auf den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums in Aalen. Das Polizeipräsidium Aalen ist neben dem Rems-Murr-Kreis auch für den Ostalbkreis und den Landkreis Schwäbisch Hall zuständig. Für den Rems-Murr-Kreis gibt es keine eigene Statistik in Bezug auf vermisste Personen.

Die hohe Zahl sagt auch nichts über den einzelnen Vermisstenfall aus. In die Zählung fließe alles ein, so der Polizeipressesprecher. Gezählt würde das Kleinkind, das von der verzweifelten Mutter gesucht würde und das nach wenigen Minuten wieder auftauche, außerdem beispielsweise Kinder oder Jugendliche, die regelmäßig aus Heimen oder betreuten Wohngruppen wegliefen und genauso regelmäßig am nächsten Tag wieder auftauchten. In die Zahl flössen aber auch jene Ereignisse, in denen als vermisst gemeldete Menschen nicht mehr heil und gesund nach Hause zurückkehren.

Zwei solcher traurigen Fälle vermeldete die Polizei für den Rems-Murr-Kreis im April. In Remshalden war ein 20 Jahre alter Mann mehrere Tage lang gesucht worden. Ein Polizeihubschrauber suchte das Waldgebiet zwischen Rohrbronn und Berglen-Hößlingswart ab. Der Mann wurde schließlich tot aufgefunden. Wenige Tage davor war ein Polizeihubschrauber rund um Remshalden-Grunbach unterwegs. Auch diese vermisste Person musste tot geborgen werden.

Skurriler Fall: Frau hatte sich verlaufen

Alle anderen Vermisstensuchen, die das Zeitungsarchiv für das vergangene Jahr auflistet, gingen glücklich aus. 17 solcher Fälle gibt es. Bei den meisten waren auch Hubschrauber im Einsatz, die die Gegend, in der die Vermissten vermutet wurden, absuchten. Die Vermisstensuchen verteilen sich über das gesamte Jahr. In einem Fall, im Oktober, war eine Frau aus Aspach vermisst worden, die nachmittags zum Joggen aufgebrochen war und nicht heimkehrte. Doch nach Mitternacht konnte Entwarnung gegeben werden: Die Frau hatte sich, so die Mitteilung der Polizei, verlaufen.

Eine gute Nachricht: Die seit Mittwoch, 5. Januar, von der Polizei gesuchte 39-jährige Frau aus Winnenden ist wohlauf. Sie hat sich am Freitag selbst bei der Polizei gemeldet. Die Polizei hatte sie per Öffentlichkeitsfahndung gesucht, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Frau in einer hilflosen Lage befindet.

{element}

Hohe rechtliche Hürden

Zu den Hintergründen und Umständen ihres Verschwindens macht die Polizei keine Aussage. Auffällig war bei dieser

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper