Rems-Murr-Kreis

Inzidenz im Rems-Murr-Kreis sinkt: Trotzdem sind "wir" nur im Mittelfeld im Kreisvergleich in Baden-Württemberg

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In der direkten Nachbarschaft des Rems-Murr-Kreises haben einige Kreise viel höhere Inzidenzwerte. © Pixabay

Ist die dritte Corona-Welle gebrochen? Womöglich. Seriös und endgültig beantworten lässt sich diese Frage allerdings momentan noch nicht. Aber: Seit Samstag (8.5.) reiht sich auch der Rems-Murr-Kreis ein in die Riege der nunmehr schon 26 von 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs, die Inzidenzwerte von unter 165 vorzuweisen haben. 165 ist eine für Schulen und Kitas wichtige Grenzmarke. Würde diese an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten und deutlich werden, dass die Inzidenz stabil unter 165 bleibt, so könnten die Schulen wieder zum Wechselunterricht und die Kitas zur Regelbetreuung. So sieht es die Corona-Verordnung vor.

Die Inzidenz der Neuinfizierten der vergangenen sieben Tage im Rems-Murr-Kreis sank von 164,8 am Freitag (7.5.) auf 154,2 am Samstag (8.5.) und blieb bei 154,7 am Sonntag (9.5.) stehen, vermeldet das Landesgesundheitsamt. Der Sonntag geht allerdings weder in die Statistik ein, noch unterbricht er die Zählung. Damit wären zwei Tage unter 165 bereits erreicht. Allerdings muss wie immer bedacht werden, am Wochenende kommt es zu Meldeverzögerungen. Die Inzidenzwerte könnten zu Beginn der Woche also wieder steigen und es könnte zu Nachmeldungen kommen.

Montag, Dienstag und Mittwoch, 10. bis 12. Mai, wären – sofern wir erneut unter der magischen Marke 165 blieben – Tag 3, Tag 4 und Tag 5. Donnerstag, 13. Mai, ist ein Feiertag (Christi Himmelfahrt). Theoretisch könnte am Brückentag, 14. Mai, der Wechselunterricht beginnen – praktisch wäre das Quatsch. Damit käme ab Montag, 17. Mai, Wechselunterricht und Kita-Regelbetreuung in Betracht – wobei dann nach einer Öffnungswoche allerdings gleich wieder Pfingstferien wären. Deshalb steht hinter alldem weiterhin ein großes Fragezeichen.

Mit seiner Inzidenz-Entwicklung steht der Rems-Murr-Kreis im landesweiten Vergleich im Mittelfeld. Die Landkreise (LK) und Stadtkreise (SK) mit den niedrigsten Inzidenzwerten unter 100 sind:

  • Main-Tauber-Kreis: 49,8
  • LK Breisgau-Hochschwarzwald: 58,4
  • LK Emmendingen: 65,5
  • SK Heidelberg: 68,1
  • LK Konstanz: 82,4
  • LK Lörrach: 87,4
  • SK Freiburg im Breisgau: 94,3

Inzidenzwerte von über 100, aber unter 165:

  • LK Böblingen: 100,3
  • SK Karlsruhe: 102,2
  • Rhein-Neckar-Kreis: 105,0
  • Ortenaukreis: 111,8
  • SK Mannheim: 119,7
  • LK Karlsruhe: 123,1
  • LK Rastatt: 126,6
  • LK Freudenstadt: 128,5
  • Bodenseekreis: 130,6
  • LK Sigmaringen: 132,2
  • SK Baden-Baden: 134,1
  • LK Reutlingen: 136,6
  • LK Tübingen, 142,1
  • LK Schwäbisch Hall: 142,8
  • LK Esslingen 144,9
  • LK Ravensburg: 149,3
  • Enzkreis: 153,3
  • Rems-Murr-Kreis: 154,7
  • LK Heilbronn: 158,5
  • LK Rottweil: 158,7
  • Alb-Donau-Kreis: 160,9

Noch schlechter dran sind:

  • Neckar-Odenwald-Kreis: 165,0
  • LK Waldshut: 167,8
  • LK Ludwigsburg: 170,1
  • LK Calw: 170,9
  • SK Pforzheim: 175,5
  • SK Ulm: 176,7
  • Hohenlohekreis: 180,2
  • LK Tuttlingen: 184,7
  • Ostalbkreis: 198,1
  • LK Göppingen: 195,2
  • LK Biberach: 196,7
  • SK Heilbronn: 207,0
  • SK Stuttgart: 216,7
  • LK Heidenheim: 230,5
  • Schwarzwald-Baar-Kreis: 244,7
  • Zollernalbkreis: 257,7

Die landesweite Inzidenz in Baden-Württemberg betrug am Sonntag laut Landesgesundheitsamt 145,2.

Ist die dritte Corona-Welle gebrochen? Womöglich. Seriös und endgültig beantworten lässt sich diese Frage allerdings momentan noch nicht. Aber: Seit Samstag (8.5.) reiht sich auch der Rems-Murr-Kreis ein in die Riege der nunmehr schon 26 von 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs, die Inzidenzwerte von unter 165 vorzuweisen haben. 165 ist eine für Schulen und Kitas wichtige Grenzmarke. Würde diese an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten und deutlich werden, dass die Inzidenz

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