Rems-Murr-Kreis

Inzidenz weiter unter 50: Kreis-Ordnungsamt lobt Einzelhandel und Kunden für Umsichtigkeit, doch was passiert am Wochenende?

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Montag und Dienstag sei stellenweise schon viel los gewesen, sagt der Kreis-Ordnungsamtsleiter Roman Böhnke. © ALEXANDRA PALMIZI

Nach einer Woche mit wieder geöffnetem Einzelhandel im Rems-Murr-Kreis zog Landrat Dr. Richard Sigel an diesem Freitag (12.3.) eine positive Bilanz einer parallel dazu gelaufenen Kontrolloffensive des Landratsamtes: „Es hat sich gezeigt, wie gut und verantwortungsbewusst sich der Handel vorbereitet hat, das macht Mut, dass wir weiterhin gut durch die Pandemie kommen.“ Auch am Freitag blieb die Sieben-Tage-Inzidenz der Infizierten pro 100 000 Einwohner in unserem Landkreis bei unter 50: Sie betrug 44.

Das Kreis-Ordnungsamt, die Gewerbeaufsicht und die Lebensmittelkontrolle bildeten acht Zweierteams und haben von Montag bis Freitag nahezu alle Gemeinden im Rems-Murr-Kreis abgefahren, um die kommunalen Ortspolizeien zu unterstützen, erläuterte Roman Böhnke, Leiter des Kreis-Ordnungsamtes. „Natürlich waren wir nicht in jedem einzelnen Laden, aber schauten uns die typischen Gefahrenbereiche wie Fußgängerzonen genauer an, weil nach dem Lockdown ein Kundenansturm zu erwarten war und möglicherweise die Corona-Regeln dort verletzt werden könnten.“

Montag und Dienstag sei stellenweise schon viel los gewesen. „Ab Mittwoch beruhigte sich die Kundenfrequenz wieder. Womöglich, weil die Leute dann Vertrauen hatten, dass der Handel jetzt erst mal weiter offen hat, weil die Inzidenz ja unter 50 bleibt“, sagte Böhnke. Die Kontrolleure des Landratsamtes hätten keinerlei bußgeldbewehrte Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt.

Hier hätten sie mal in einer Schlange Leute gebeten, mehr Abstand zu halten, und dort einem Einzelhändler eine genauere Ausschilderung ans Herz gelegt, wie viele Leute gleichzeitig im Laden sein dürfen. Oder aber sie berieten Geschäftsbetreiber bei besonderen Verkaufsaktionen dahingehend, die Waren auf mehrere Tische zu verteilen, um Pulkbildungen zu vermeiden. Noch nicht einmal Maskenverstöße hätten die Kontrolleure festgestellt.

„Unser Allgemeineindruck ist, dass sowohl die Einzelhändler als auch die Kunden sehr diszipliniert, solidarisch und umsichtig agieren. Offenbar ist allen bewusst, dass wir zusammen in einem Boot sitzen und es auf das Verhalten jedes Einzelnen ankommt, dass die Pandemielage nicht wieder eskaliert“, sagt Böhnke.

Trotz dieser positiven Bilanz und der vielen Anstrengungen des Handels könne man jedoch nicht ausschließen, dass es erneut zu Schließungen kommen wird, sagte Landrat Sigel. „Wir kommen beim Impfen immer noch viel zu schleppend voran. Das bedauere ich, denn der Landkreis wäre vorbereitet, noch mehr Tempo zu machen, aber wir warten immer noch auf Impfstoffzusagen des Landes. Ohne feste Zusagen, dass wir mit Impfstoff rechnen können, ist keine verlässliche Planung möglich.“

Was passiert am Wochenende?

Selbst wenn die Inzidenz im Rems-Murr-Kreis am Samstag und Sonntag jeweils auf über 50 steigen würde, wären Verschärfungen inklusive erneuter Einlass-Begrenzungen für den Einzelhandel (Click & Meet: Direkter Kundenkontakt im Geschäft nur noch nach vorheriger Terminvergabe) erst dann die Folge, wenn zusätzlich auch am Montag die 50 überschritten würde. Dann träten Verschärfungen theoretisch frühestens am Donnerstag in Kraft. „Einschränkungen greifen am dritten Tag nach der dritten Überschreitung der 50er-Schwelle“, erläuterte Martina Keck, Pressesprecherin des Landratsamtes. „Maßgeblich für die Überschreitung sind die Zahlen des Landesgesundheitsamts, die jeweils am Abend kommuniziert werden.“ An einem Tag eine Inzidenz über 50, am Folgetag eine unter 50 und am zweiten Folgetag wieder eine über 50 wären ohne Belang im Sinne der Corona-Verordnung.

Nach einer Woche mit wieder geöffnetem Einzelhandel im Rems-Murr-Kreis zog Landrat Dr. Richard Sigel an diesem Freitag (12.3.) eine positive Bilanz einer parallel dazu gelaufenen Kontrolloffensive des Landratsamtes: „Es hat sich gezeigt, wie gut und verantwortungsbewusst sich der Handel vorbereitet hat, das macht Mut, dass wir weiterhin gut durch die Pandemie kommen.“ Auch am Freitag blieb die Sieben-Tage-Inzidenz der Infizierten pro 100 000 Einwohner in unserem Landkreis bei unter 50: Sie

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