Rems-Murr-Kreis

Jochen Haußmann und Julia Goll wollen neuen Verteilungsschlüssel bei Impfstoffen - Rems-Murr-Kreis würde profitieren

Spritze Symbolfoto
Symbolfoto. © Benjamin Büttner

„Mit dem Wegfall der Priorisierung muss das Land die Verteilung der Impfstoffe ändern“, fordert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Jochen Haußmann aus Kernen zusammen mit seiner Kollegin Julia Goll aus Waiblingen. Konkret heißt das, „überall im Land müssen annähernd gleich Impfquoten bei der Erst- und Zweitimpfung erreicht werden“. Für den Rems-Murr-Kreis würde das bedeuten, „dass er wie alle anderen Stadt- und Landkreise, die bisher niedrige Impfquoten haben, bevorzugt mit Impfstoff beliefert werden muss“.

Auf der Basis der vom Land veröffentlichten Zahlen zum 30. Mai bedeutet das, „dass wir für die Menschen im Rems-Murr-Kreis mindestens 110 000 Dosen benötigen“, sagt Jochen Haußmann. Die Hochrechnung setze voraus, dass das Land aktuell etwas über 2,6 Millionen Impfdosen zur Verfügung habe. „Das scheint uns ein realistischer Wert, angesichts der Tatsache, dass uns Presseanfragen vorliegen, nach denen der Abgleich von Bundeszahlen ergeben hat, dass rund eine Million Dosen noch nicht verimpft worden sind.“

Gleichbehandlung mit anderen Kreisen brächte entscheidende Verbesserung

Die Berechnungen gehen außerdem davon aus, dass alle Stadt- und Landkreise bis zum 30. Juni eine Quote von 57,2 Prozent bei den Erstimpfungen und 31,1 Prozent bei den Vollimmunisierten erreichen sollen.“ Bisher liegt der Rems-Murr-Kreis bei 38,9 und 16 Prozent. „Die Gleichbehandlung mit anderen Kreisen brächte also eine entscheidende Verbesserung“, so Jochen Haußmann und Julia Goll. Diese könnte sogar noch höher ausfallen, vorausgesetzt, das Land bekommt noch mehr Impfdosen vom Bund: „Unsere Berechnungen basieren auf den veröffentlichten Werten. Wir müssen feststellen, dass das ganze System der Impfdosenverteilung sehr undurchsichtig ist. Wir werden Minister Lucha deswegen nicht nur auffordern, das Verteilungssystem so zu ändern, dass die Impfquote im Land überall auf ähnlicher Höhe liegt, sondern gleichzeitig im neuen Impfquotenbericht auch offenzulegen, wie viele Impfdosen das Land vom Bund bekommen hat, um zu sehen, ob die Impfungen tatsächlich optimal laufen.“

„Mit dem Wegfall der Priorisierung muss das Land die Verteilung der Impfstoffe ändern“, fordert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Jochen Haußmann aus Kernen zusammen mit seiner Kollegin Julia Goll aus Waiblingen. Konkret heißt das, „überall im Land müssen annähernd gleich Impfquoten bei der Erst- und Zweitimpfung erreicht werden“. Für den Rems-Murr-Kreis würde das bedeuten, „dass er wie alle anderen Stadt- und Landkreise, die bisher niedrige Impfquoten haben,

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