Rems-Murr-Kreis

Katastrophenschutz: Der Rems-Murr-Kreis rüstet auf

Kopie von Rems wasser hochwasser nach starken regenfälle hier bei Winterbach symbol smbolbild symbolfoto
Auch im Rems-Murr-Kreis kann es in den kommenden Jahren häufiger zu Hochwasser kommen (wie hier bei Winterbach). Daher rüstet der Kreis sein Katastrophenschutz auf. © Gaby Schneider

Die Unwetter in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf Hochwasser und Starkregen vorzubereiten. Darauf wollen der Rems-Murr-Kreis und seine Kommunen nun reagieren. Eckpunkte sind ...

  • Ein kreisweites Konzept zur Warnung der Bevölkerung: „Am effektivsten ist laut den Experten ein Warnmix – Warn-Apps wie beispielsweise NINA, Funkzellenwarnungen, Radio, Fernsehen sowie Online- und Printmedien – und Sirenen. Ganz konkret wollen wir das Förderprogramm des Landes nutzen und gemeinsam mit den Kommunen das Sirenennetz wiederaufbauen“, sagt Landrat Richard Sigel.
  • Ein neues flächendeckendes Sirenennetz: Zunächst lässt die Stabsstelle Brand- und Katastrophenschutz ein Schallgutachten flächendeckend für den Landkreis erstellen – mit Standortempfehlungen für Sirenen. Daneben erfolgt die Konzeption einer zentralen Auslöse- und Überwachungstechnik über den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
  • Kommunales Pegelmessnetz: Für Starkregenereignisse stellen die Gemeinden und Hochwasserverbände in einem ersten Schritt Risikokarten auf. Auf Grundlage dieser Pegeldaten können die Bürgerinnen und Bürger bei lokalen Starkregen-Ereignissen schnell und gezielt gewarnt werden. In einigen Kommunen sind diese Karten bereits in Arbeit. Neue Hochwasserschutz-Einrichtungen sollen mit Nachdruck vorangebracht, bestehende Anlagen regelmäßig überprüft werden.

„Die tragischen Ereignisse dieses Sommers haben uns vor Augen geführt, dass wir jetzt vorausschauend handeln müssen, um für einen möglichen Ernstfall gerüstet zu sein“, sagt Landrat Richard Sigel. Und Thomas Bernlöhr, Sprecher der Bürgermeister im Rems-Murr-Kreis: „Was wir als Normalität verstehen, die Abwesenheit von Krisen, wird in Zukunft immer seltener der Fall sein. Starkregen, Hochwasser, Pandemie, die Gefahr von langanhaltenden Stromausfällen und vieles andere erfordern eine neue Ausrichtung der kommunalen Arbeit.“