Rems-Murr-Kreis

Kfz-Innung Region Stuttgart rät: Elektroautos nur leasen

Ladestation
Elektroautos an der Ladestation. © Alexandra Palmizi

Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart rechnet mit einer Fortsetzung des Booms bei Elektroautos und bei Plug-in-Hybriden: „Da der Markt von der Umweltprämie getrieben wird, ist die Voraussage nicht schwer, dass die 20 000 neuzugelassenen E-Autos und knapp 23.000 Plug-in-Hybride in diesem Jahr noch getoppt werden“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Im Rems-Murr-Kreis wäre das ein Neuwagenvolumen von rund 2400 E-Autos und etwa die gleiche Anzahl an Plug-in-Hybriden.

Preisverfall bei gebrauchten E-Autos

Die Innung rät allen E-Auto-Interessenten, zu prüfen, ob sie das Auto nicht lieber leasen, statt es zu kaufen. Der Hintergrund: „Dass der Preisverfall bei gebrauchten E-Autos zurzeit Schlagzeilen macht, hat seinen guten Grund, sagt Innungsgeschäftsführer Christian Reher. „Wer auf Nummer sicher gehen will, least das E-Auto.“

Die Förderrichtlinien des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geben das her: Bei einem Listenpreis von bis zu 40.000 Euro ist eine Leasingzeit von über 23 Monaten Voraussetzung für die volle „Innovationsprämie“ von 6000 Euro plus Hersteller-Prämie. Zwischen 40.000 bis 65.000 Euro gibt es 5000 Euro. Bei den Plug-ins sind es je nach Preisklasse 4500 oder 3750 Euro.

Vor drei Jahren lag der Bestand an E-Autos in der Region Stuttgart bei rund 8700, der Bestand an Plug-ins bei knapp 7000. Im Jahr drauf hatte sich der Bestand verdoppelt beziehungsweise verdreifacht: knapp 18.000 Batterie-Autos (BEV) und rund 21.000 Plug-ins. „Für die E-Generation 2019/2020 schlägt jetzt so langsam die Stunde der Wahrheit“, schätzt Treiber. Im Rems-Murr-Kreis wuchs der Bestand von BEV von 967 im Jahr 2019 auf 2068 im Jahr 2020.

Jetzt baut sich erstmals ein größerer Gebrauchtwagenmarkt auf

„Wer sich in dieser Zeit fürs Leasing entschieden hat, kann jetzt sein Fahrzeug zurückgeben und damit baut sich jetzt erstmals ein größerer Gebrauchtwagenmarkt auf“, sagt Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende der Innung. Für die Händler komme es darauf an, „dass die Hersteller sie nicht in der Restwertfalle stecken lassen“, ergänzt Obermeister Torsten Treiber: „Aber dem Kunden kann das egal sein. Solange die Prämie in der jetzigen Form vom Bund alle 24 Monate bezahlt wird, hat er ein kostengünstiges Auto mit dem jeweils besten technischen Stand, was Batterie, Reichweite, Elektronik und Fahrzeugtechnik angeht.“

Die Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart rechnet mit einer Fortsetzung des Booms bei Elektroautos und bei Plug-in-Hybriden: „Da der Markt von der Umweltprämie getrieben wird, ist die Voraussage nicht schwer, dass die 20 000 neuzugelassenen E-Autos und knapp 23.000 Plug-in-Hybride in diesem Jahr noch getoppt werden“, sagt Obermeister Torsten Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Im Rems-Murr-Kreis wäre das ein Neuwagenvolumen von rund 2400 E-Autos und etwa die gleiche Anzahl

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