Rems-Murr-Kreis

Klima-Streik diesen Freitag, 24. September: Auch nach Dienstschluss Aktionen geplant

Klimastreik
Klimastreik diesen Freitag, 24. September: Wieder unterstützen viele aus dem Rems-Murr-Kreis die Aktion. © ALEXANDRA PALMIZI

Vor Corona stritt man mit Inbrunst, ob Schüler/-innen fürs Klima schwänzen dürfen. Während Corona plagten sich alle mit anderen Sorgen, und jetzt, noch immer während Corona, nur in einer ganz anderen Phase – beginnt der achte globale Klimastreik, und zwar in Präsenz. Im Rems-Murr-Kreis trommeln viele fürs Lautsein, damit Streiter/-innen für Klimaschutz mitten im großen Rauschen Gehör finden. Einer der Anlaufpunkte für Mitstreiter/-innen diesen Freitag, 24. September: 11 Uhr am Alten Postplatz in Waiblingen. Alle ziehen zusammen zum Bahnhof und fahren nach Stuttgart. Um 12.30 Uhr starten dort die ersten Demonstrationszüge.

Keine Zeit, muss arbeiten: So klagen viele, weshalb engagierte Leute extra für Demonstrationswillige nach Dienstschluss ein paar weitere Aktionen auf die Beine gestellt haben. Um 17 Uhr schließen sich Menschen, die über Klimaschutz nicht nur reden wollen, auf dem Schorndorfer Marktplatz zu einer Menschenkette zusammen. Eine „Critical-Mass-Fahrraddemo“ startet um 18.30 Uhr am mittleren Marktplatz in Schorndorf.

Fünf Klimabündnisse im Rems-Murr-Kreis aktiv

In Winnenden ist eine Fahrraddemonstration vorgesehen: Start ist um 16 Uhr im Stadtgarten bei der Hermann-Schwab-Halle. Um 17 Uhr beginnt im Stadtgarten eine Kundgebung. Im Anschluss spielt die Band Xylospongium. „Die nächste Koalition ist die letzte, die die Klimakrise noch eindämmen kann. Wir fordern alle auf, mit uns gemeinsam diese Stimmen laut zu machen“, wird Charlotte Heinzelmann von „Fridays for Future Winnenden“ in einer Mitteilung zitiert.

Fünf Klimabündnisse im Rems-Murr-Kreis unterstützen den globalen Klimastreik, als da wären: „Nachhaltiges Kernen“, „Klimaentscheid Remshalden“, „Klimaentscheid Schorndorf“. „Waiblingen klimaneutral“ und das Klimabündnis Weinstadt. „Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert“, heißt es auf klima-streik.org. Fridays-for-Future-Aktivist/-innen wollen kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag ein Zeichen setzen: „Wenn wir erneut die Straßen füllen, machen wir gemeinsam Klima zum zentralen Thema der Wahl.“

Wissenschaftler: Eine bessere Welt für alle ist möglich

„Eine Welt, die den Klimawandel bekämpft und gleichzeitig große Fortschritte zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung macht, ist möglich“, heißt es unterdessen beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Allerdings: Kein einziges der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung werde bis 2030 erreicht, „wenn die Welt so weitermacht wie bisher. Und das war schon vor der Covid-19-Pandemie der Fall“, wird der Wissenschaftler Björn Soergel, Erstautor einer entsprechenden neuen Studie, die in Nature Climate Change veröffentlicht wurde, zitiert.

Die gute Nachricht: „Wir haben die Möglichkeit, dies zu ändern.“ Wobei es nicht allein um Klimaschutz geht, denn die Dinge hängen zusammen. „Anstatt den Klimawandel als isoliertes Problem zu betrachten, müssen wir Klimaschutz mit einer breiten Nachhaltigkeitsstrategie verbinden; dies erfordert eine Reihe von Politikmaßnahmen. Die Bepreisung von Treibhausgasen ist dabei ein wichtiger Eckpfeiler; weitere wichtige Handlungsfelder umfassen zum Beispiel Umverteilungsmaßnahmen, die Förderung gesunder und nachhaltiger Ernährung sowie die Reduzierung unseres Energiebedarfs“, wird Elmar Kriegler, Co-Autor der Studie, auf den Seiten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung zitiert. Weiter heißt es dort: „Unsere Analyse stellt einen möglichen Weg in eine nachhaltige Zukunft vor und zeigt, wie menschliches Wohlergehen mit dem Schutz unseres Planeten in Einklang gebracht werden kann. Es liegt an Politik und Gesellschaft, diese Vision in konkrete Maßnahmen umzusetzen.“

Vor Corona stritt man mit Inbrunst, ob Schüler/-innen fürs Klima schwänzen dürfen. Während Corona plagten sich alle mit anderen Sorgen, und jetzt, noch immer während Corona, nur in einer ganz anderen Phase – beginnt der achte globale Klimastreik, und zwar in Präsenz. Im Rems-Murr-Kreis trommeln viele fürs Lautsein, damit Streiter/-innen für Klimaschutz mitten im großen Rauschen Gehör finden. Einer der Anlaufpunkte für Mitstreiter/-innen diesen Freitag, 24. September: 11 Uhr am Alten

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