Rems-Murr-Kreis

Kommt ein Radschnellweg zwischen Waiblingen und Backnang?

Mit dem Pedelec unterwegs
Mit dem E-Bike sind auch längere Strecken kein Problem. © Gabriel Habermann

Fahrradfahren ist im Trend. Radwege werden deshalb immer wichtiger, der steile Aufschwung des E-Bikes verstärkt die Nachfrage nach Radschnellwegen, die als breite, direkt geführte und weitgehend kreuzungsfreie Wege Kreise und Kommunen verbinden. Zwei solcher Verbindungen wurden im Rems-Murr-Kreis bereits 2017 geprüft und sind in Planung. Könnte zukünftig ein dritter Radschnellweg Waiblingen und Backnang verbinden? Das wird in einer Machbarkeitsstudie untersucht, für die der Fördermittel vom Land erhält.

Radschnellwege sind mehrere Meter breit und haben Straßenbelag

Seit Jahren steigt die Nachfrage nach Zweirädern, in der Corona-Krise verzeichnet die Branche einen Boom. 2020 wurden laut dem Zweirad-Industrieverband mehr als fünf Millionen Zweiräder verkauft, das ist ein Zuwachs von 17 Prozent. Der E-Bike-Verkauf ist nach Angaben des Verbands sogar um 43 Prozent gestiegen. Landrat Richard Sigel freut sich: „Das Fahrrad wird als umweltfreundliches Verkehrsmittel immer wichtiger. Radschnellverbindungen ebnen den Weg für nachhaltige Mobilität und können perspektivisch auch die Hauptverkehrsachsen entlasten.“ Die geplante Radschnellverbindung soll von Backnang über Winnenden nach Waiblingen führen. Dort könnten Radfahrer dann auf die geplante Radschnellverbindung zwischen Schorndorf und Fellbach wechseln und somit hätte die Fahrrad-Hauptstraße auch Anschluss in Richtung Stuttgart. Zwischen den Kommunen gibt es natürlich auch heute schon Radwege. Diese ließen sich laut dem Landratsamt möglicherweise zu einem Radschnellweg verbinden. Aber auch andere Trassen seien denkbar, beispielsweise der Ausbau der Radnetz-BW-Trasse, die ebenfalls von Waiblingen über Winnenden nach Backnang verläuft. Zu den Merkmalen eines Radschnellwegs zählt unter anderem, dass er mehrere Meter breit ist, einen richtigen Straßenbelag hat und ausschließlich Fahrradfahrer ihn nutzen dürfen.

Auftaktveranstaltung in diesem Jahr geplant

In der Machbarkeitsstudie werden in einzelnen Untersuchungsabschnitten mögliche Trassenführungen untersucht und bewertet. Ziel ist es, in Abstimmung mit den beteiligten Kommunen eine Vorzugstrasse zu konzipieren. Sie ist die Grundlage für eine Potenzialanalyse, eine Machbarkeitsstudie ist immer auch eine Kosten-Nutzen-Analyse. „Die Förderung einer Machbarkeitsstudie durch das Land ist eine einmalige Chance, den Radverkehr auch von Waiblingen über Winnenden nach Backnang voranzubringen“, sagen die beiden Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und Maximilian Friedrich. In Winnenden gebe es schon mehrere Ansätze, wo der mögliche Streckenverlauf, über die Alte B 14 aus Richtung Waiblingen ankommend, Richtung Backnang-Waldrems weitergeführt werden könnte.

Noch in diesem Jahr soll die Machbarkeitsstudie vergeben werden und eine Auftaktveranstaltung mit den Projektbeteiligten stattfinden. Neben den Städten Backnang, Waiblingen und Winnenenden sind das Landratsamt sowie die Gemeinden Leutenbach, Schwaikheim und Korb dabei. Das Ergebnis der Studie soll Anfang 2023 vorliegen.

Planung für die Strecke Fellbach-Schorndorf ist am weitesten

Bei den anderen beiden geplanten Radschnellverbindungen im Rems-Murr-Kreis ist man schon weiter in der Planung, am weitesten beim RS 5 Fellbach-Schorndorf. Bis auf Weinstadt haben bereits alle beteiligten Kommunen die zukünftige Trassenführung beschlossen. Sobald auch der letzte Beschluss gefasst ist, wird es eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben, bei der Bürger noch Verbesserungswünsche einbringen können.

Die Radschnellverbindung RS 8 Ludwigsburg-Waiblingen soll vom Ludwigsburger Bahnhof über Remseck am Neckar bis zum Bahnhof Waiblingen führen. Aktuell befindet sich das Projekt laut dem Landratsamt in der Linienfindung. In manchen Abschnitten gibt es bereits Präferenzen, während andere Abschnitte noch detaillierter betrachtet werden müssen.

Beispielsweise soll in Hegnach in den kommenden Wochen untersucht werden, ob der Radschnellweg innerhalb der Ortsdurchfahrt entlang der Landesstraße L 1142 geführt werden könnte anstatt wie in der Vorzugstrasse westlich von Hegnach. So müsste weder großflächig Grund erworben werden noch würden weitere Flächen versiegelt. Das Landratsamt rechnet Anfang Oktober mit den Ergebnissen dieser Variantenuntersuchung.

Fahrradfahren ist im Trend. Radwege werden deshalb immer wichtiger, der steile Aufschwung des E-Bikes verstärkt die Nachfrage nach Radschnellwegen, die als breite, direkt geführte und weitgehend kreuzungsfreie Wege Kreise und Kommunen verbinden. Zwei solcher Verbindungen wurden im Rems-Murr-Kreis bereits 2017 geprüft und sind in Planung. Könnte zukünftig ein dritter Radschnellweg Waiblingen und Backnang verbinden? Das wird in einer Machbarkeitsstudie untersucht, für die der Fördermittel vom

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