Rems-Murr-Kreis

Kostenlose Schnelltests ab Samstag (13.11.): Ist der Rems-Murr-Kreis vorbereitet?

Coronatest
Symbolfoto. © Alexandra Palmizi

Nachdem die Maßnahme tagelang diskutiert wurde, kommen die kostenlosen Corona-Bürgertests nun schneller zurück als gedacht: Schon ab Samstag (13.11.) sollen sich Bürgerinnen und Bürger einmal die Woche per Schnelltest auf eine Corona-Infektion überprüfen können. Ohne selbst dafür zu zahlen.

Am Freitag (12.11.) verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz, er wolle eine entsprechende Testverordnung noch im Laufe des Tages unterzeichnen. „Sie gilt ab morgen und ich gehe davon aus, dass dann ab Anfang der Woche nach und nach auch wieder das Angebot vor Ort ausgebaut wird“, so Spahn. In dieser Lage müsse man „rasch wieder deutlich mehr testen“.

Die Bürgertests waren am 11. Oktober eingestellt worden. Menschen, die sich nicht impfen lassen können, Kinder und Schwangere konnten sich aber weiterhin kostenlos testen lassen. Das Angebot für die Allgemeinheit war mit der Begründung beendet worden, man hätte mittlerweile jedem ein Impfangebot unterbreitet. Außerdem bestand die Hoffnung, so die Impfquote steigern zu können.

Der Rems-Murr-Kreis ist vorbereitet – wusste aber von nichts

Von der Wiedereinführung des kostenlosen Bürgertests ab Samstag sei man im Rems-Murr-Kreis nicht unterrichtet worden. „Das war uns nicht bekannt als Landkreis“, sagte eine Sprecherin des Landratsamts auf Nachfrage.

Man sei dennoch gut vorbereitet. „Wir können das schnell wieder hochfahren“, so die Sprecherin – und das liege vor allem am „Cosan“-System. In dem Netzwerk können sich Einrichtungen, die eine entsprechende Qualifikation nachweisen können, als Teststation registrieren lassen. Über die Website des Landratsamts oder die „Cosima“-App können Bürgerinnen und Bürger dann einen Termin vereinbaren.

„Damit haben wir einen entscheidenden Vorteil im Kreis“, so die Sprecherin. „Im Gegensatz zu beispielsweise Stuttgart kann man bei uns zentral und digital einen Test buchen und das Ergebnis dann direkt aufs Handy bekommen.“

Subsidiaritätsprinzip statt eigenem Schnelltestzentrum

Ein eigenes Schnelltestzentrum hat der Kreis aktuell nicht. Man vertraue stattdessen auf das Subsidiaritätsprinzip, sagt die Sprecherin. „Jeder Apotheker, jeder Unternehmer, jeder Arzt entscheidet jetzt, ob er wieder Schnelltests anbieten möchte.“ Und die Erfahrung habe gezeigt: „Solange das gut vergütet ist, machen die das.“

Zeitweise hatte es im Rems-Murr-Klinikum in Winnenden ein kreiseigenes Schnelltestzentrum gegeben. Dieses wurde aber mittlerweile zum PCR-Testzentrum umgewandelt. Das sei wichtig gewesen, die Nachfrage nach PCR-Tests habe zuletzt verstärkt zugenommen.

Das erschwerende „Hin und Her“

Dass man sich in Berlin jetzt für die Wiedereinführung kostenloser Bürgertests entschieden habe, begründete Jens Spahn am Freitag so: „Impfen macht den entscheidenden Unterschied, das gilt auch weiterhin.“ Aber es brauche eben auch Zeit, bis die Impfung ihre volle Wirkung entfalte. Dafür seien regelmäßige Tests wichtig.

Zustimmung aus dem Landratsamt in Waiblingen, in allen Punkten. „Es ist gut, wenn man weiterhin gute Teststrukturen hat, das war uns immer auch wichtig“, so die Sprecherin. Aber: „Was alles ein bisschen erschwert, ist das Hin und Her.“

Nachdem die Maßnahme tagelang diskutiert wurde, kommen die kostenlosen Corona-Bürgertests nun schneller zurück als gedacht: Schon ab Samstag (13.11.) sollen sich Bürgerinnen und Bürger einmal die Woche per Schnelltest auf eine Corona-Infektion überprüfen können. Ohne selbst dafür zu zahlen.

Am Freitag (12.11.) verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf einer Pressekonferenz, er wolle eine entsprechende Testverordnung noch im Laufe des Tages unterzeichnen. „Sie gilt ab morgen

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