Rems-Murr-Kreis

Krankgeschrieben: Im Rems-Murr-Kreis mehr Fehltage als im Vorjahr

Erkältung
Gesundheit! © pixabay.com/Lintia/akz-o

Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige im Rems-Murr-Kreis deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand in der Region lag bei 3,6 Prozent und damit um 37 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2021 – das ergab zumindest eine Daten-Analyse des Krankenversicherers DAK.

Das bedeutet, dass an jedem Tag bis Ende Juni durchschnittlich 36 von 1000 DAK-versicherten Beschäftigten krankgeschrieben waren. (Weitere Daten dazu hier.)

Besonders viele Krankschreibungen im April 2022

Beim Blick auf die einzelnen Monate zeigt sich: Im April gab es im Vergleich zum Vorjahr den größten Anstieg (plus 76 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der DAK-Gesundheit für den Rems-Murr-Kreis hervor.

Grund dafür waren vor allem Erkältungen und andere Atemwegserkrankungen. Bis Ende Juni kamen in der Region auf 100 DAK-Versicherte insgesamt 118 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen, das sind deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2021 (37 Tage).

„Parallel zu den Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde dazu noch von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, erläutert Martin Kieninger von der DAK-Gesundheit im Rems-Murr-Kreis die Daten.

Die Fehltage aufgrund von Corona-Infektionen sind um das Fünffache gestiegen: Statistisch gesehen kamen auf 100 DAK-Versicherte 58 Corona-Fehltage, das sind 47 Tage mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Aber woran erkennt man den Unterschied zwischen Erkältung, Grippe und Covid? Mehr dazu hier.

Rückenleiden zweithäufigste Ursache für Fehltage

Die Menschen waren im ersten Halbjahr dieses Jahres am häufigsten wegen Atemwegserkrankungen krankgeschrieben. An zweiter Stelle folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenleiden: 102 Fehltage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte gab es deshalb in den ersten sechs Monaten 2022, das sind geringfügig weniger als im Vorjahreszeitraum.

An dritter Position lagen Verletzungen, an vierter psychische Erkrankungen. Die Anzahl der Fehltage bei Depressionen, Anpassungs- oder Angststörungen sank leicht auf 78 Tage je 100 DAK-versicherte Beschäftigte. „Psychisch belastete Menschen waren während der Krise jedoch oft über auffällig lange Zeiträume krankgeschrieben. Besorgniserregend ist, dass bei vielen die Erkrankung in den aktuellen Krisenzeiten langwieriger wird“, sagt Martin Kieninger.

Im ersten Halbjahr 2022 hatten Erwerbstätige im Rems-Murr-Kreis deutlich mehr Fehltage als im Vorjahreszeitraum. Der Krankenstand in der Region lag bei 3,6 Prozent und damit um 37 Prozent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2021 – das ergab zumindest eine Daten-Analyse des Krankenversicherers DAK.

Das bedeutet, dass an jedem Tag bis Ende Juni durchschnittlich 36 von 1000 DAK-versicherten Beschäftigten krankgeschrieben waren. (Weitere Daten dazu hier.)

Besonders viele

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