Rems-Murr-Kreis

Nach der Sonder-Impfaktion mit übrigem Astrazeneca-Impfstoff: Wird es ähnliche Folgeaktionen im Rems-Murr-Kreis geben?

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Zwei Astrazeneca-Ampullen und eine Impfspritze. © Benjamin Büttner

Der Andrang auf die Termine der Astrazeneca-Sonderimpfaktion des in Oppenweiler niedergelassenen Ärzte-Ehepaars Dres. Jens und Daniela Steinat war riesengroß, die 48 Termine an diesem Wochenende (8./9. Mai) waren in Windeseile vergeben. Womöglich gibt es aber Folgeaktionen. Und: Andere Arztpraxen im Rems-Murr-Kreis verimpfen übrig gebliebenen Astrazeneca-Impfstoff "zwischendurch". Es lohnt sich die Augen offen zu halten. 

„Wir haben am Freitag (7.5.) tagsüber sogar auf die normale Praxis-E-Mail-Adresse noch Anfragen bekommen“, sagt Dr. Jens Steinat, obwohl dafür ja nur eine gesondert generierte Privatmailadresse gedacht ist. „Der Großteil der Impfwilligen, die uns angemailt haben, war deutlich unter 60, obwohl wir die Aktion ja explizit nur für über 60-Jährige angeboten haben.“ Die jüngste Aspirantin sei 18 Jahre alt.

Weitere 24 Astrazeneca-Impftermine für Ü-60-Jährige hätten er und seine Frau noch am kommenden Samstag, 15. Mai, vergeben. Allen anderen, die sich bis Freitag (7.5.) gemeldet haben, versuchten er und seine Frau per Mail zu antworten. „In unserer Freizeit“, betont Steinat, der auch Pandemiebeauftragter des Rems-Murr-Kreises ist. Freizeit? „Im Grunde sind wir gerade sieben Tage die Woche am Schaffen. Der Regelbetrieb der Praxis läuft ja weiterhin. Wir impfen, so viel wie wir können und bekommen. Allein in der Nacht zum Freitag haben wir bis ein Uhr nachts Mails wegen der Sonderaktion am Wochenende beantwortet.“

Diejenigen, die diesmal nicht zum Zug gekommen sind, sollten nicht verzagen, sagt Steinat. Den über 60-Jährigen darunter hätten er und seine Frau angeboten, ihre Kontaktdaten erst einmal zu „behalten“, falls weitere Sonderimpfaktionen außer der Reihe mit übrig gebliebenem Astrazeneca-Impfstoff folgen.

Es lohne sich aber auch, regelmäßig auf die Internetseiten anderer Arztpraxen zu schauen und beim eigenen Haus- oder Facharzt nachzufragen. „Ich weiß von mehreren Kolleginnen und Kollegen im Rems-Murr-Kreis, dass diese hin und wieder auch mal in der Mittagspause oder abends nach dem Regelbetrieb der Praxis eine übrig gebliebene Astrazeneca-Ampulle verimpfen.“

Der Aufwand einer Sammel-Impfaktion mit 250 Impfungen ohne Termin wie in Pforzheim auf einem Edeka-Parkplatz sei immens und im Moment wohl im Rems-Murr-Kreis nicht zu stemmen. Nicht vergessen werden dürfe dabei auch die Zeit fressende Aufklärung vor jeder Astrazeneca-Impfung und die sowieso schon große Belastung der Ärzteschaft im Praxis-Regelbetrieb.

Der Andrang auf die Termine der Astrazeneca-Sonderimpfaktion des in Oppenweiler niedergelassenen Ärzte-Ehepaars Dres. Jens und Daniela Steinat war riesengroß, die 48 Termine an diesem Wochenende (8./9. Mai) waren in Windeseile vergeben. Womöglich gibt es aber Folgeaktionen. Und: Andere Arztpraxen im Rems-Murr-Kreis verimpfen übrig gebliebenen Astrazeneca-Impfstoff "zwischendurch". Es lohnt sich die Augen offen zu halten. 

„Wir haben am Freitag (7.5.) tagsüber sogar auf die normale

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