Rems-Murr-Kreis

Nur noch eingeschränktes Einkaufen ab Montag (22. März) im Einzelhandel im Rems-Murr-Kreis möglich

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Einkaufen ist in Waiblingen ab Montag in vielen Läden erneut nur noch eingeschränkt möglich. © ALEXANDRA PALMIZI

Vielen Einzelhandelsgeschäften im Rems-Murr-Kreis und ihren Kunden bleiben nur noch der Freitag (19.03.) und der Samstag (20.03.) für den Einkauf ohne Termin vor Ort. Ab Montag dürfen bestimmte Läden nach zweiwöchiger Komplettöffnung erneut wieder nur eingeschränkt Kunden bedienen. So will es die Landes-Corona-Verordnung. Andere Geschäfte dürfen weiterhin komplett öffnen. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Infizierten pro 100 000 Einwohner in unserem Landkreis das dritte Mal in Folge über 50. Die Inzidenztagesreihe von 1. bis 18. März: 34, 36, 44, 44, 47, 47, 47, 49, 51, 46, 50, 46, 48, 48, 48, 52, 57 und 57. Der letzte Wert dieser Reihe war entscheidend dafür, dass Öffnungsschritte „erst“ ab Montag zurückgenommen werden.

Krisenstab tagte am Donnerstag

„Wenn die Inzidenzwert-Steigerung vom Mittwoch auf Donnerstag und eventuell auch vom Donnerstag auf Freitag nicht so drastisch ist und zum Beispiel nicht gleich auf die 70 zugeht, müssten Lockerungen erst mit Gültigkeit ab Montag, 22. März, zurückgenommen werden. Da haben wir Ermessensspielraum“, hatte Leonie Ries, Sprecherin des Landratsamtes, angekündigt. Der Corona-Krisenstab, der am späten Donnerstag tagte, bekräftigte die Einschätzung, dass die nur mäßige Steigung des Inzidenzwertes einen Aufschub der Schließungen bis Montag rechtfertige.

Kurzum: Der Einzelhandel im Rems-Murr-Kreis darf an diesem Freitag und Samstag noch ganz normal öffnen. Ab Montag ist nur noch das Einkaufen vor Ort mit Termin erlaubt oder die Waren-Abholung nach Bestellung oder die Waren-Lieferung nach Hause.

Baumärkte, Friseure und Co bleiben offen

Geöffnet bleiben hingegen,  so will es die Corona-Verordnung: Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen, Garten- und Baumärkte (!) mit vollem Sortiment, Buchhandlungen und Friseure. Natürlich sind auch die "schon immer" offenen Läden des täglichen Bedarfs weiter geöffnet: Supermärkte, Lebensmittelhandel, Bäckereien und Metzgereien, Drogerien, Apotheken, Tierfutterhandel, Bürofachmärkte et cetera.

Dabei hatte Landrat Dr. Richard Sigel am Freitag, 12. März, nach einer Woche mit wieder komplett geöffnetem Einzelhandel eine positive Bilanz einer gelaufenen Kontrolloffensive des Kreis-Ordnungsamtes gezogen: „Es hat sich gezeigt, wie gut und verantwortungsbewusst sich der Handel vorbereitet hat, das macht Mut, dass wir weiterhin gut durch die Pandemie kommen.“ Die Kontrolleure hätten keine bußgeldbewehrten Verstöße festgestellt, so Amtsleiter Roman Böhnke: „Unser Allgemeineindruck ist, dass sowohl die Einzelhändler als auch die Kunden sehr diszipliniert, solidarisch und umsichtig agieren.“

In den Statistiken des Landesgesundheitsamtes taucht seit Ende September der Einzelhandel nicht (!) als maßgebliches Infektionsumfeld auf, sondern regelmäßig: private Haushalte, Senioreneinrichtungen, Sammelunterkünfte, der Arbeitsplatz und Kitas.

Wie geht es mit dem Sport weiter?

  • Kontaktarmer Sport in kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn Personen im Freien und auf Außensportanlagen.
  • Nutzung öffentlicher und privater Sportanlagen innerhalb geschlossener Räume (keine Schwimmbäder) mit nicht mehr als fünf Personen aus maximal zwei Haushalten.

Stattdessen gilt laut Landes-Sozialministerium nun bis die Inzidenz dauerhaft über 100 steigt:

  • Der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien und geschlossenen Räumen (ohne Schwimmbäder) ist für den kontaktarmen Freizeit- und Amateurindividualsport mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten erlaubt. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Paare die nicht zusammenleben gelten als ein Haushalt.
  • Weitläufige Anlagen dürfen auch von mehreren individualsportlichen Gruppen genutzt werden (nicht mehr als fünf Personen aus maximal zwei Haushalten).
  • Kontaktarmer Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren ist nur im Freien möglich.
  • Die Nutzung von Umkleiden, sanitären Anlagen und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist in keinem Fall erlaubt.

Das Landratsamt fasst die Änderungen zum Montag wie folgt zusammen:

"Weitere Einschränkungen gelten für den Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien. Seien hier bisher Gruppen von maximal zehn Personen zulässig, so sei das nun nicht mehr gestattet – auch dann nicht, wenn die Sportart kontaktarm ausgeübt werde. Gemeinsam Sport treiben dürfen demnach nur noch Angehörige des eigenen Haushalts oder Angehörige des eigenen und eines weiteren Haushalts mit insgesamt nicht mehr als fünf Personen", und eben Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren, aber nur im Freien.

Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen müssen ab Montag für den Publikumsverkehr schließen. 

Der Landrat bedauert Rücknahme der Lockerungen

Am Donnerstagabend erneuerte Landrat Sigel sein Lob und äußerte sein Bedauern: "Die Zahlen haben leider bestätigt, dass sich der Rems-Murr-Kreis nicht dauerhaft gegen einen landesweiten Trend behaupten kann. Angesichts der nur langsam steigenden Infektionszahlen im Rems-Murr-Kreis haben wir uns aber die Entscheidung nicht leichtgemacht. Erneute Beschränkungen tun weh, denn unser Einzelhandel, aber auch die Musikschulen und Vereine, hatten die Öffnungen so verantwortungsvoll umgesetzt und uns allen hat etwas mehr Normalität gutgetan." 

Vielen Einzelhandelsgeschäften im Rems-Murr-Kreis und ihren Kunden bleiben nur noch der Freitag (19.03.) und der Samstag (20.03.) für den Einkauf ohne Termin vor Ort. Ab Montag dürfen bestimmte Läden nach zweiwöchiger Komplettöffnung erneut wieder nur eingeschränkt Kunden bedienen. So will es die Landes-Corona-Verordnung. Andere Geschäfte dürfen weiterhin komplett öffnen. Wir geben Ihnen einen Überblick.

Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Infizierten pro 100 000 Einwohner

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