Rems-Murr-Kreis

Oppenweiler: So kam's zum Zugunfall mit Betonteil

Go Ahead Murrbahn Symbolfoto
Symbolfoto. © ZVW/Gabriel Habermann

Von etwa 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr war der Bahnhof in Oppenweiler am Donnerstag, 4. November, komplett gesperrt. Nichts ging mehr. Danach, von 16.30 Uhr bis etwa 17.45 Uhr, konnte nur eines der Gleise in Betrieb genommen werden. Verspätungen und Zugausfälle waren die Folge. Was war passiert?

Ein Baggerfahrer verlor beim Schwenk über die Gleise das Betonteil

Die Bundespolizei, zuständig für Vorkommnisse rund um Züge und Schienen, hatte am Donnerstag sofort die Ermittlungen aufgenommen, wollte sogar noch einen Hubschrauber aufsteigen lassen, um den Unfallort aus der Luft untersuchen zu können. Das allerdings scheiterte dann an der hereinbrechenden Dunkelheit. Sicher aber ist: Ein Regionalexpress, der um 12.38 Uhr in Nürnberg gen Stuttgart gestartet war, kollidierte gegen 14.30 Uhr am Bahnhof Oppenweiler mit einem im Gleis liegenden Betonteil. Der Zug wurde dabei beschädigt und konnte nicht mehr weiterfahren. Den bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge soll ein 22 Jahre alter Baggerfahrer, der auf einer Baustelle kurz vor dem Bahnhof Oppenweiler arbeitete, die Schaufel seines Baggers in den Gleisbereich geschwenkt haben. In der Schaufel lag das Betonteil, das sich beim Schwenken löste und auf die Gleise fiel. Warum der Baggerfahrer über die Gleise schwenkte, vor allem gerade in dem Moment, in dem sich der Regionalexpress dem Bahnhof näherte, ist bislang nicht bekannt.

Der Zugführer des Regionalexpresses konnte trotz einer Schnellbremsung nicht mehr rechtzeitig halten – es kam zum Unfall. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, weder die Zuginsassen noch der Zugführer noch der Baggerfahrer.

Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr

Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei sicherten am Unfallort die Spuren. Die Bundespolizei hat laut Pressemitteilung die Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Der in den Unfall verwickelte Zug, der zum Verkehrsunternehmen Go-Ahead gehört, wurde bei dem Unfall so beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. Mehrere Go-Ahead-Züge fielen aus oder waren verspätet. Die Reisenden aus dem Unfallzug konnten mit dem nächstmöglichen planmäßig verkehrenden Zug in Richtung Stuttgart weiterfahren. Sie stiegen in einen Zug der Deutschen Bahn um.

Verspätungen und Zugausfälle

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, waren die Gleise allerdings erst ab etwa 17.45 Uhr wieder frei befahrbar. Bis dahin fiel ein Zug der Deutschen Bahn komplett aus, sechs Züge fielen zum Teil aus, das heißt, sie mussten vor Oppenweiler stehen bleiben. Ab 16.30 Uhr konnten Züge über das wieder freigegebene Gleis geleitet werden. Verspätungen waren dabei nicht zu vermeiden.

Von etwa 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr war der Bahnhof in Oppenweiler am Donnerstag, 4. November, komplett gesperrt. Nichts ging mehr. Danach, von 16.30 Uhr bis etwa 17.45 Uhr, konnte nur eines der Gleise in Betrieb genommen werden. Verspätungen und Zugausfälle waren die Folge. Was war passiert?

Ein Baggerfahrer verlor beim Schwenk über die Gleise das Betonteil

Die Bundespolizei, zuständig für Vorkommnisse rund um Züge und Schienen, hatte am Donnerstag sofort die Ermittlungen

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