Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kliniken: 19 Millionen Minus im Jahr 2021 wegen Corona-Einbußen

Klinik
Eingangsbereich zur Rems-Murr-Klinik Winnenden.

Die Corona-Pandemie haut bei den Rems-Murr-Kliniken voll ins Kontor. Fürs Geschäftsjahr 2021 wird nach einer aktuellen Hochrechnung mit einem um 4,3 Millionen höheren Defizit kalkuliert, als der Wirtschaftsplan vorsah. Landrat Richard Sigel und Kliniken-Geschäftsführer Marc Nickel machen dafür auch Bund und Land mitverantwortlich.

Verschobene Operationen, frei gehaltene Betten

19,3 Millionen Euro Minus im Jahr 2021: Das ist die derzeitige Schätzung. „Maßgeblich dafür verantwortlich waren die geforderte Betten-Freihaltung des Landes Baden-Württemberg, der mangelhafte Schutzschirm, der die Freihaltung kompensieren sollte, sowie das Ausbleiben der planbaren Patienten im Jahr 2021“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel. „Von diesen Herausforderungen haben wir uns aber zu keinem Zeitpunkt aufhalten lassen. Im Gegenteil: Wir haben unseren positiven Weg mit Umsetzung unserer Medizinkonzeption unbeirrt und zielstrebig fortgesetzt.“

Der Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken, Dr. Marc Nickel, weiß die bedingungslose Unterstützung des Landkreises zu schätzen: „Dank der Rückendeckung durch den Landkreis konnten wir während der Pandemie weiter in unser Personal, moderne medizinische Ausstattung und den Ausbau unserer Standorte investieren. So ist es uns gelungen, durchweg eine hervorragende medizinische Versorgung zu gewährleisten.“

Der Ruf nach Hilfe von Bund und Land

Ungeachtet der weiteren Entwicklung der Pandemie und möglicher politischer Unterstützung sei klar, was nun wichtig ist: „Für ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2022 ist es zwingend erforderlich, von Bund und Land eine verbesserte finanzielle Stabilisierung zu erhalten und in den Normalbetrieb zurückzukehren. Das wird nicht auf Knopfdruck gehen – und ist von vielen Faktoren abhängig“, betont Sigel. „Aber wir haben einen klaren Plan und ein tolles Team, das Lösungen für jedes Szenario bereithält.“

Geschäftsführer Nickel lobt daher die guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches 2022: „Eine hervorragende Medizin an den Rems-Murr-Kliniken ist vorhanden, und wir haben den Willen, uns weiter zu verbessern. Ich vertraue unseren Chefärzten, dass sie sich mit höchstem Engagement dem Versorgungsauftrag unserer Landkreisbürger widmen. Wir sind mit Sicherheit immer für unsere Patientinnen und Patienten da. Alle unsere gewohnten Sprechstunden sind bereits wieder normal geöffnet.“

Gute Nachrichten: Parkhaus und Fotovoltaik

Bei der Campus-Entwicklung gibt es an beiden Standorten Fortschritte. In Winnenden befindet sich derzeit das Parkhaus im Bau. Insgesamt 567 Stellplätze stehen voraussichtlich ab Mai 2022 zur Verfügung, kündigt Landrat Sigel an. Eine große Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Parkhauses soll künftig bis zu zehn Prozent des Strombedarfs der Winnender Klinik decken. „Parallel dazu konnten im Dezember erste Wohnungen im Personalwohnheim Schorndorf bezogen werden.“

Auch sonst investieren die Rems-Murr-Kliniken kräftig in die Zukunft: „Wir treiben die Digitalisierung entschieden voran. In den kommenden drei Jahren werden wir ein papierarmes Krankenhaus sein“, freut sich Geschäftsführer Nickel. „Diese Maßnahme für eine effizientere Organisation und Behandlung kommt maßgeblich unseren Patientinnen und Patienten zugute.“

Die Corona-Pandemie haut bei den Rems-Murr-Kliniken voll ins Kontor. Fürs Geschäftsjahr 2021 wird nach einer aktuellen Hochrechnung mit einem um 4,3 Millionen höheren Defizit kalkuliert, als der Wirtschaftsplan vorsah. Landrat Richard Sigel und Kliniken-Geschäftsführer Marc Nickel machen dafür auch Bund und Land mitverantwortlich.

Verschobene Operationen, frei gehaltene Betten

19,3 Millionen Euro Minus im Jahr 2021: Das ist die derzeitige Schätzung. „Maßgeblich dafür

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