Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kliniken gehen in Krisenmodus - Besucherstopp ab Samstag (27.11.)

KlinikSchorndorf
Rems-Murr-Klinik Schorndorf. © Benjamin Büttner

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen haben die Rems-Murr-Kliniken den Aufsichtsrat informiert, dass nun der Wechsel in den Corona-Krisenmodus ansteht, zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern tritt ab Samstag, den 27. November, ein Besucherstopp in Kraft. Da es bisher keine ausreichende finanzielle Rückendeckung von Bund und Land gibt, haben die Rems-Murr-Kliniken einen Corona-Versorgungsplan aktiviert. Dazu gehören die Anpassung der nicht dringlichen planbaren Behandlungen an die jeweilige Lage, die Aktivierung des Corona-Therapieteams, das die Prozesse zentral steuert, und die Einführung eines Versorgungsplans mit aufeinanderfolgenden Stufen zur Anpassung von Personal- und Bettenkapazitäten an die Corona-Lage.

Investitionen in Personal und in den Bau der Infektionsstation zahlen sich jetzt aus

„Die Investitionen in Personal und in den Bau der Infektionsstation zahlen sich jetzt aus“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Rems-Murr-Kliniken, Landrat Richard Sigel. „Die vierte Welle stellt uns vor enorme Herausforderungen, aber genau deshalb haben wir in die Infektionsstation investiert. Trotz der guten Rahmenbedingungen sind auch bei uns die Mitarbeitenden am Limit. Deshalb ist weiter wichtig: Wir sparen auch nach der Krise nicht am Personal.“

Planbare und nicht dringliche Behandlungen verschoben

Dr. Marc Nickel, Geschäftsführer der Rems-Murr-Kliniken: „Wir tun, was wir können, um die Versorgung aller Patienten sicherzustellen, und haben dafür den Corona-Versorgungsplan entwickelt.“ Für diesen Plan wurde mit den Klinikleitern, den Chefärzten, dem Pflegepersonal und der Verwaltung ein Stufenmodell entworfen, das je nach Höhe der Inzidenz die Bereitstellung weiterer Kapazitäten für die Versorgung von Covid-Patienten vorsieht. „Dabei werden planbare und nicht dringliche Behandlungen verschoben und Personal umgeschichtet“, so der Geschäftsführer.

Corona-Pandemie Auswirkung: Ein Minus von 19,3 Millionen Euro in der Kasse 

Auch finanziell hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf die Kliniken. So werden sie das Geschäftsjahr 2021 nach der Hochrechnung von Oktober mit einem negativen Ergebnis von minus 19,3 Millionen Euro abschließen – geplant war ein Verlust in Höhe von 15 Millionen Euro. Die erneute staatliche Aufforderung zur Absage von elektiven Operationen sowie die dramatische Infektionslage bilden sich hier noch nicht vollständig ab, und es werden weitere negative Effekte auf das Jahresergebnis erwartet. Der vom Bundesgesundheitsministerium vorgeschlagene „Versorgungsaufschlag“ wird das Ergebnis der Rems-Murr-Kliniken internen Berechnungen nach nicht verbessern. „Durch die vorgeschriebene Berücksichtigung im Ganzjahresausgleich kann man hier nicht von einem Rettungsschirm sprechen“, so Nickel, „sondern von einer Mogelpackung, die den Kliniken wirtschaftlich nicht weiterhilft.“

Angesichts rasant steigender Infektionszahlen haben die Rems-Murr-Kliniken den Aufsichtsrat informiert, dass nun der Wechsel in den Corona-Krisenmodus ansteht, zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern tritt ab Samstag, den 27. November, ein Besucherstopp in Kraft. Da es bisher keine ausreichende finanzielle Rückendeckung von Bund und Land gibt, haben die Rems-Murr-Kliniken einen Corona-Versorgungsplan aktiviert. Dazu gehören die Anpassung der nicht dringlichen planbaren Behandlungen an die

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