Rems-Murr-Kreis

Rems-Murr-Kreis gewinnt Auszeichnung „Goldene Wildbiene“ im Landes-Wettbewerb "Blühende Verkehrsinseln"

Blühfläche Kreisel B-14-AS Schwaikheim_Foto LRA
Blühfläche Kreisel B-14-Anschlussstelle  Schwaikheim

Der Kreis zeigt mit dem Kreisverkehr an der B-14-Ausfahrt Schwaikheim, wie erfolgreicher Artenschutz gelingt. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg zeichnete dieses Engagement jetzt im Rahmen des Wettbewerbs „Blühende Verkehrsinseln“ mit der Goldenen Wildbiene aus. Dies wird in Form eines Schildes auf dem Kreisverkehr sichtbar.

Wo vorher ein „Dreckhaufen“ war, sprießen heute Wildblumen. Die Blühfläche dient vor allem Insekten als Lebensgrundlage. Wildbienen, Schmetterlinge und Co. finden in den heimischen Pflanzen Nektar. Unweit des Kreisverkehrs schließt sich im Bereich der Auffahrtsrampe in Fahrtrichtung Stuttgart noch eine sehr viel größere Blumenwiese an, ebenfalls vom Landkreis angelegt. Hier gibt es neben einem üppigen Nahrungsangebot auch einen speziellen Nisthügel.

Lebensraum für zahlreiche Insekten.

Mit der Anlage von Blühflächen auf Straßennebenflächen schafft der Straßenbau im Rems-Murr-Kreis seit dem Jahr 2018 wertvolle Lebensraum für zahlreiche Insekten. Der Technische Dezernent Stefan Hein: „Dass wir für unser Engagement nun wiederholt mit einem Preis ausgezeichnet werden, freut uns sehr. Zusammen mit den sichtbaren Erfolgen unserer Projekte motiviert uns das natürlich, diesen Weg weiterzugehen.“

„Gemeinsam mit der Gemeinde Schwaikheim hat die Gemeinde Korb immer wieder mit dem Landkreis über die richtige Gestaltung beraten. Wir freuen uns über die gefundene Lösung. Die Auszeichnung ist absolut verdient. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen hat den Weg auch bei diesem Projekt geebnet. Besonderer Dank gebührt Stefan Hein für sein großes Engagement“, so Bürgermeister Jochen Müller aus Korb.

Insgesamt achteinhalb Hektar Blühflächen

Insgesamt achteinhalb Hektar Blühflächen hat der Rems-Murr-Kreis in den letzten Jahren entlang der Bundesstraßen angelegt. Dieses Jahr sollen rund anderthalb Hektar hinzukommen. Die Flächen sind durch ihre wechselnde Blütenpracht in verschiedenen Farben ein echter Hingucker. Und nicht nur das: Ein Monitoring ergab, dass die Flächen von Insekten sehr gut angenommen wurden und regelmäßig von Honigbienen aus der Umgebung besucht werden. Auf mehreren Flächen haben sich inzwischen auch Insekten und Pflanzen angesiedelt, die auf der Roten Liste aussterbender Arten stehen.